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	<title>blog.planet-br.com &#187; Teleskope</title>
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	<description>planet-BR's Wissenschafts-Blog</description>
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		<title>Riesiger Saturnring entdeckt</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 22:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die NASA am 6. Oktober auf ihrer Webseite verkündete, haben Forscher mit dem Spitzer Space Teleskop einen gewaltigen bisher unbekannten Ring um den Planeten Saturn entdeckt, der sich über Millionen km in den Weltraum erstreckt. Dieser Ring, in dessen Volumen die Erde etwa eine Milliarde Mal hineinpassen würde wie vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a title="NASA news vom 06.10.09" href="http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2009-150" target="_blank">NASA</a> am 6. Oktober auf ihrer Webseite verkündete, haben Forscher mit dem Spitzer Space Teleskop einen gewaltigen bisher unbekannten Ring um den Planeten Saturn entdeckt, der sich über Millionen km in den Weltraum erstreckt.<br />
Dieser Ring, in dessen Volumen die Erde etwa eine Milliarde Mal hineinpassen würde wie vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA angegeben, stellt nun bei Weitem den größten aller Saturnringe dar.<br />
Sein Durchmesser entspräche der Ausdehnung von 300 aneinandergereihten Saturnplaneten, die Dicke des Rings macht immerhin etwa 20mal den Saturndurchmesser von 120.660 km aus.
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/artistview-large1.jpg"  rel="lightbox" title="Künstlerische Darstellung des gewaltigen neu entdeckten Rings um den Saturn. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Keck]"><img height="240" width="300" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/artistview2.jpg" title="Der neu entdeckte Saturnring"/></a>
<div class="postimgcapt">Künstlerische Darstellung<br />des gewaltigen neu entdeckten Rings um den Saturn.<br />[Quelle: NASA/JPL-Caltech/Keck]</div>
</div>
</div>
<p> Bisher war der Saturnring mit dem größten Durchmesser der sog. E-Ring, der sich in einer Entfernung von 180.990 km vom Saturn befindet (und sich bis in eine Entfernung von etwa 483.000 km ausdehnt).<br />
Wie die NASA berichtet, beginnt das Ringmaterial des neu entdeckten Exemplars aber erst etwa 6 Millionen km außerhalb des Planeten und dehnt sich nach außen um weitere 12 Millionen km aus.<br />
Wesentlich dicker und breiter als alle anderen <a title="NASA Webseite" href="http://solarsystem.nasa.gov/planets/profile.cfm?Object=Saturn&#038;Display=Rings" target="_blank">Saturnringe</a>, die sich viel näher am Planeten befinden, so ist auch die Bahnebene des neu entdeckten Rings gegenüber den anderen Saturnringen um 27 Grad geneigt.<br />
<br />
„Es handelt sich um einen überdimensional großen Ring“, wird die Astronomin Anne Verbiscer der Universität von Virginia, Charlottesville vom JPL zitiert.<br />
Wenn man ihn von der Erde aus sehen könnte, dann würde sein Durchmesser &#8220;am Himmel zwei ganze Vollmonde“ ausmachen.<br />
Zusammen mit Douglas Hamilton von der  Universität Maryland, College Park und Michael Skrutskie von der Universität Virginia, Charlottesville hat Anne Verbiscer am 7. Oktober diese Entdeckung in einem <a title="NASA news vom 06.10.09" href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature08515.html" target="_blank">Paper</a> im Nature Journal veröffentlicht.</p>
<p>Zur Beobachtung des Rings verwendeten die Wissenschaftler die langwellige Infrarotkamera des <a title="Webseite Spitzer Space Telescope" href="http://www.spitzer.caltech.edu" target="_blank">Spitzer Space Teleskops</a>, das 2003 in den Weltraum entlassen wurde und zur Zeit in 107 Millionen km Entfernung von der Erde um die Sonne kreist.</p>
<p>Einer von Saturns <a title="NASA Webseite" href="http://solarsystem.nasa.gov/planets/profile.cfm?Object=Saturn&#038;Display=Moons" target="_blank">Monden</a>, Phoebe, kreist innerhalb dieses wahnwitzig großen Rings und ist möglicherweise auch für seinen Ursprung verantwortlich bzw. das Material, aus dem er besteht.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/extends-large1.jpg" rel="lightbox" title="Illustration zur Veranschaulichung der Ausdehnung des Rings und der Positionen der Monde. [Quelle: NASA/JPL-Caltech]"><img height="240" width="300" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/extends.jpg" title="Der neue Saturnring und die Monde"/></a>
<div class="postimgcapt">Illustration zur Veranschaulichung<br />der Ausdehnung des Rings und der Positionen der Monde.<br />[Quelle: NASA/JPL-Caltech]</div>
</div>
</div>
<p> Denn die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sämtliche der mehreren Tausend Saturnringe aus Material von Kometen, Asteroiden oder eben Monden stammen, die auseinanderbrachen oder zum Teil zertrümmert wurden, bevor sie den Planeten erreichen konnten.<br />
Der neue Ring besteht aus einer dünn besetzten Schicht aus Eis- und Staubteilchen. Aufgrund der sehr niedrigen Teilchendichte wird von ihm nur sehr wenig Licht reflektiert, wodurch er wohl bisher noch nicht entdeckt wurde. „Die Teilchen sind so weit voneinander entfernt, dass man es nicht mal bemerken würde, wenn man sich innerhalb des Rings befände,“ so Verbiscer laut JPL.<br /> <br />
Aber mit der Kamera des Spitzer-Teleskops wurde die Beobachtung des Rings nun möglich. Kühle Objekte senden Infrarot- und Wärmestrahlung aus. Das Ringmaterial ist mit minus 193 Grad Celsius zwar extrem kalt. Wie die Forscher angaben, würde es aber trotzdem Wärmestrahlung abgeben, die vom Spitzer Teleskop gemessen werden konnte.</p>
<p>Die Entdeckung des Rings könnte außerdem ein jahrhundertealtes Rätsel einer der Saturnmonde lösen, nämlich des Mondes Iapetus.
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/iapetus-large1.jpg"  rel="lightbox" title="Der Saturnmond Iapetus mit seiner hellen und dunklen Seite. [Quelle: NASA/JPL/Space Science Institute]"><img height="200" width="200" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/iapetus.jpg" title="Iapetus"/></a>
<div class="postimgcapt">Der Saturnmond Iapetus<br /> mit seiner hellen und dunklen Seite.<br />[Quelle: NASA/JPL/Space Science Institute]</div>
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<p>Dieser Saturnmond besitzt ein sehr merkwürdiges Aussehen. Eine Seite des Monds ist sehr dunkel, die andere Hemisphäre dagegen extrem hell. Die dunkle Seite des Mondes wird auch Cassini Regio genannt nach Giovanni Cassini, der den Mond als erster 1671 beobachtete und seine dunkle Seite entdeckte.</p>
<p>Die Erklärung für dieses Phänomen könnte nun folgende sein: Der neue Ring kreist in derselben Richtung wie Phoebe um den Saturn, während Iapetus, die anderen Ringe und die meisten der Saturnmonde in entgegengesetzter Richtung kreisen. Laut Aussage der Wissenschaftler würde sich ein Großteil des dunklen und staubigen Materials des äußeren Rings nach innen Richtung Iapetus bewegen und dort auf diesen herunterknallen bzw. aufschlagen.<br />
Doch wie auf der Webseite von <a title="Nature Artikel vom 07.10.09" href="http://www.nature.com/news/2009/091007/full/news.2009.979.html" target="_blank">Nature</a> berichtet wird, hätte das Forscherteam es noch nicht geschafft, die Struktur und Zusammensetzung des Rings genau zu bestimmen, um diese Hypothese tatsächlich zu bestätigen.</p>
<p>Weitere Beobachtungsergebnisse und Erkenntnisse in dieser Richtung könnte wohl auch das zukünftige für den Infrarotbereich optimierte James Webb Space Telescope bieten, wenn es 2014, wovon die Forscher ausgehen, in den Weltraum entlassen wird.</p>
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		<title>Die größten Spiegelteleskope der Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 19:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[ALMA]]></category>
		<category><![CDATA[GTC]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[TMT]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Entdeckung des Fernrohrs und der Zeit, da der italienische Astronom Galileo Galilei das erste Fernrohr für astronomische Beobachtungen gen Himmel richtete, sind gut 400 Jahre vergangen. Im Jahr 1609 veröffentlichte auch Johannes Kepler, der als erster die Bahnen der Planeten um die Sonne präzise berechnete, sein bahnbrechendes Werk „Astronomia nova&#8221;. In Erinnerung an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Entdeckung des Fernrohrs und der Zeit, da der italienische Astronom Galileo Galilei das erste Fernrohr für astronomische Beobachtungen gen Himmel richtete, sind gut 400 Jahre vergangen.<br />
Im Jahr 1609 veröffentlichte auch Johannes Kepler, der als erster die Bahnen der Planeten um die Sonne präzise berechnete, sein bahnbrechendes Werk „Astronomia nova&#8221;.<br />
In Erinnerung an diese für die Astronomie so bedeutenden Errungenschaften und an Galileos Beobachtungen wurde das Jahr 2009 sozusagen als 400. Jahrestag von der Vollversammlung der Vereinten Nationen offiziell zum „Internationalen Jahr der Astronomie&#8221; erklärt &#8211; vorgeschlagen worden war dies von der „Internationalen Astronomischen Union&#8221; (IAU) und der UNESCO.</p>
<p>Seit das erste Fernrohr zur Himmelsbeobachtung eingesetzt wurde, werden immer größere und leistungsfähigere Teleskope gebaut, um das Universum und alle astronomischen Objekte in ihm immer besser untersuchen zu können.</p>
<p>Die größten im optischen und infraroten Wellenlängenbereich betriebenen Teleskope der Welt waren bisher die beiden „Zwillings-&#8221; <a title="Keck Observatorium" href="http://keckobservatory.org" target="_blank">Keck Teleskope</a> auf dem Gipfel des inaktiven Vulkanbergs Mauna Kea auf Hawaii. Deren Primärspiegel besitzen einen Durchmesser von 10 m und sind jeweils aus 36 hexagonalen (sechseckigen) Segmenten zusammengesetzt.</p>
<p>Doch diese wurden nun im Internationalen Jahr der Astronomie gleich doppelt getoppt:<br />
Im Juli wurde nicht nur ein neues größeres Spiegelteleskop mit einem Spiegeldurchmesser von etwas über 10 m eingeweiht, es wurde auch der Grundstein für das zukünftige größte Spiegelteleskop der Welt gelegt, das einen Durchmesser von sagenhaften 30 m besitzen wird.
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><img height="226" width="300" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/08/gtc-300x226.jpg" title="GTC" />
<div class="postimgcapt">Das Gran Telescopio Canarias,<br />das derzeit größte Spiegelteleskop der Welt<br />auf der Kanaren-Insel La Palma.<br />[Quelle: Universität von Florida]</div>
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<p>Am 24. Juli wurde auf der Kanaren-Insel La Palma das nun größte Spiegelteleskop der Welt von Spaniens König Juan Carlos einge-<br />weiht und wurde offiziell in Betrieb ge-<br />nommen. Der Primärspiegel besitzt einen Durchmesser von 10.4 m und besteht ähnlich den Spiegeln der Keck Teleskope aus 36 hexagonalen  Segmenten. Das Gran Telescopio Canarias (<a title="Gran Telescopio Canarias" href="http://www.gtc.iac.es/en" target="_blank">GTC</a>) steht in rund 2400 m Höhe auf dem höchsten Gipfel der kleinen Kanaren-Insel, dem Roque de los Muchachos, und wird von der Sternwarte des Astrophysikalischen Instituts der Kanaren (IAC) betrieben. Das Projekt wird größtenteils finanziert von der spanischen und kanarischen Regierung, wobei auch die Europäische Union beteiligt ist und Universitäten aus Mexiko und den USA. </p>
<p>Ebenfalls im Juli wurde der Grundstein für ein noch größeres Spiegelteleskop gelegt, das sog. <a title="Thirty Meter Telescope" href="http://www.tmt.org" target="_blank">TMT</a> (Thirty Meter Telescope) mit einem Spiegel von 30 m Durchmesser, das bis 2018 errichtet werden soll.<br />
Das TMT wird dann das größte und leistungsfähigste Spiegelteleskop der Welt sein und noch weitergehende neue Möglichkeiten eröffnen, astronomische Objekte zu untersuchen. Wie das Direktorengremium der „TMT Observatory Corporation&#8221; am 21. Juli entschied, wird das TMT wie die beiden Keck Teleskope auf dem rund 4200 m hohen Mauna Kea auf Hawaii errichtet werden.<br />
In der engeren Auswahl für den Standort stand neben dem Mauna Kea auch ein Ort in der chilenischen Atacama Wüste auf dem rund 3000 m hohen Cerro Armazones. Beide Standorte wurden als die für astronomische Beobachtungen am besten geeignetsten angesehen.<br />
Wegen der besonderen atmosphärischen Bedingungen, niedrigen mittleren Temperaturen und der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit &#8211; alles Bedingungen, wodurch sich die Qualität der astronomischen Messungen deutlich verbessert &#8211; und wegen der auf dem Mauna Kea bereits vorhandenen optischen/infraroten Teleskope (wie den Keck Teleskopen und dem Subaru Teleskop) wurde schließlich Mauna Kea als Standort ausgewählt.<br />
Durch die Zusammenarbeit mit den dort bereits bestehenden Teleskopen erhofft man sich noch weitgreifendere Forschungsergebnisse.</p>
<p>Das TMT Projekt ist ein internationales Partnerschaftsprojekt vom „Californian Institute of Technology&#8221;, der Universität von Kalifornien und einer Organisation von kanadischen Universitäten (ACURA: Associated Canadian Universities for Research in Astronomy). 2008 kam noch das Nationale Astronomische Observatorium Japans (NAOJ) als Kollaborationspartner hinzu.</p>
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