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	<title>blog.planet-br.com &#187; Artensterben</title>
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	<description>planet-BR's Wissenschafts-Blog</description>
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		<title>Walfang bleibt verboten &#8211; trotzdem kein gutes Zeichen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 16:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Internationale Walfangkommission (International Whaling Commission, IWC), die vom 21. bis 25. Juni im marokkanischen Agadir tagte, wollte das bestehende Moratorium für den kommerziellen Walfang aufheben und den Walfang wieder erlauben, angeblich zum besseren Schutz der Wale, eine grauenvolle Vorstellung. Zum Glück kam der Kompromissvorschlag nicht durch! Blauwal Vor gut einer Woche ging die jährliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Internationale Walfangkommission (International Whaling Commission, IWC), die vom 21. bis 25. Juni im marokkanischen Agadir tagte, wollte das bestehende Moratorium für den kommerziellen Walfang aufheben und den Walfang wieder erlauben, angeblich zum besseren Schutz der Wale, eine grauenvolle Vorstellung. Zum Glück kam der Kompromissvorschlag nicht durch!</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Der Blauwal, der wohl größte unter den Walen, kann rund 33 Meter lang werden.<br />
Durch den Walfang ist sein weltweiter Bestand rasant gesunken. Er ist massiv vom Aussterben bedroht. [Quelle: Picture Alliance]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/blauwal_big2.jpg" alt="blauwal_big2"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/blauwal_thumb1.jpg" alt="blauwal_thumb1" /></a>
<div class="postimgcapt">Blauwal</div>
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</div>
<p>Vor gut einer Woche ging die jährliche Tagung der Internationalen Walfangkommission zu Ende. Doch es sieht weiterhin nicht gut aus für die Wale in den Ozeanen auf diesem Planeten, auch wenn der Walfang offiziell weiter verboten bleibt.<br />
Obwohl seit 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Fang von Großwalen in Kraft ist, das die kommerzielle Jagd auf Blau-, Finn-, Buckel-, Grauwale u. a. komplett auf null runterfahren sollte, werden immer noch Wale getötet. Trotz Moratorium wurden seit dessen Inkrafttreten mehr als 33.500 Wale (siehe <a title="Hintergrundinformattion WWF Deutschland vom Juni 2010" href="http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Walfang_Tabelle_Final_Juni_10.pdf" target="_blank">WWF</a>) getötet, in der Saison 2008/ 2009 alleine mehr als 1500 Wale.<br />
Vor allem die &#8220;traditionellen&#8221; Walfangländer Japan, Island und Norwegen unterlaufen das Abkommen regelmässig bzw. erkennen es erst gar nicht an. Japan erlegt jedes Jahr mehrere hundert Wale und deklariert dies als nach dem Moratorium erlaubten &#8220;wissenschaftlichen Walfang&#8221; oder als &#8220;Subsistenzwalfang&#8221; (Trotz Moratorium ist der Walfang indigener Völker in gewissem Rahmen erlaubt.), obwohl das Walfleisch dann hinter Ladentheken und in Sushi-Bars landet.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Wale, diese gewaltigen Meeressäuger, üben eine große Faszination aus. Diese Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, begeistert immer mehr Menschen. Doch wie lange wird es noch Wale in unseren Ozeanen geben? Die Walpopulationen in den Weltmeeren sind alle durch den weltweiten Walfang stark bedroht. So auch der hier abgebildete Buckelwal. [Quelle: Picture Alliance]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/buckelwal-big.jpg" alt="buckelwal-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/buckelwal-thumb.jpg" alt="buckelwal-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Buckelwal</div>
</div>
</div>
<p>Die Geburtsstunde der IWC wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeläutet. Durch die exzessive Jagd auf die riesigen Meeressäuger waren die Walbestände fast völlig zusammengebrochen. So wurde 1946 die Internationale Konvention zur Regulierung des Walfangs (ICRW) gegründet, deren ausführendes Organ die IWC ist.<br />
Ihr gehören mittlerweile 88 Staaten an, die auf jährlich stattfindenden Tagungen über Leben und Tod der Wale entscheiden. Nach Jahren des Protests wurden 1982 alle Fangquoten für Großwale auf null gesetzt, 1986 trat das Moratorium in Kraft.<br />
In den folgenden Jahren begannen die Japaner jedoch wieder mit dem Walfang, wie auch die Länder Norwegen, welches Einspruch gegen das Moratorium einlegte, und Island.</p>
<p>Da einige Mitglieder der IWC, allen voran wohl Japan, auf gar keinen Fall auf den Walfang verzichten wollen und dabei auf ihre Tradition pochen, stehen sich im IWC Walfanggegner und -befürworter erbittert und unvereinbar gegenüber.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Hier ein Pottwal, ebenfalls durch den Walfang stark gefährdet, mit seinem Jungen. Wale, die zu den Säugetieren gehören, bringen ihre Jungen voll entwickelt und mit einer beachtlichen Körpergröße zur Welt. Sie säugen ihren Nachwuchs monatelang. [Quelle: Picture-Alliance/ OKAPIA KG, Ge/Okapia]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/pottwal-kalb-big.jpg" alt="pottwal-kalb-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/pottwal-kalb-thumb.jpg" alt="pottwal-kalb-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Pottwal und Junges</div>
</div>
</div>
<p>Japan hatte dieses Jahr sogar mit einem Austritt aus dem IWC gedroht, sollte das internationale Moratorium für den Walfang nicht gelockert werden.<br />
Und pünktlich zum Beginn der diesjährigen Tagung veröffentlichte die &#8220;Sunday Times&#8221; einen Bericht, nach dem der IWC-Vorsitzende Anthony Liverpool unter Korruptionsverdacht steht. Der Botschafter von Antigua und Barbuda in Japan hat sich angeblich die Reise nach Agadir und das Luxushotel dort bezahlen lassen &#8211; und zwar ausgerechnet von der Walfangnation Japan.<br />
Japan ist diesbezüglich kein unbeschriebenes Blatt. Es ist offiziell bekannt &#8211; japanische Regierungsvertreter haben dies sogar offiziell zugegeben -, dass Japan Hilfsprogramme für Entwicklungsländer finanziert, damit diese in der IWC für den Walfang stimmen, obwohl sie selber keinen Walfang betreiben.<br />
Auch wenn die Walfanggegner derzeit noch die Mehrheit im Gremium bilden, wenn auch nur eine geringe (derzeit sind von den 88 Mitgliedern 42 pro und 46 kontra Walfang), so wird die Anzahl der Walfangbefürworter aber immer größer, und es entsteht regelmäßig eine Pattsituation bei den IWC-Tagungen, denn für Beschlüsse wird eine Zwei-Drittelmehrheit benötigt.</p>
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		<title>Artenschutz ade</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 21:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[CITES]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 15. Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens, die vom 13. bis 25. März in Dohar im arabischen Emirat Qatar tagte, hat sich im Ergebnis der Weltklimakonferenz angeschlossen. Sie ist ebenfalls gescheitert, was für viele der vom Aussterben bedrohten Arten wahrscheinlich das Aus bedeutet. Wie hätte man es auch anders erwarten können, standen doch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 15. Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens, die vom 13. bis 25. März in Dohar im arabischen Emirat Qatar tagte, hat sich im Ergebnis der Weltklimakonferenz angeschlossen. Sie ist ebenfalls gescheitert, was für viele der vom Aussterben bedrohten Arten wahrscheinlich das Aus bedeutet.<br />
Wie hätte man es auch anders erwarten können, standen doch wieder einmal nur Wirtschaftsinteressen maßgeblich im Vordergrund und nicht der Schutz der Arten um ihrer selbst willen. Nur Arten, die wirtschaftlich uninteressant sind, sollen geschont werden.<br />
Selbst massiv vom Aussterben bedrohte Arten können weiterhin ohne jedwede Rücksicht oder gar Skrupel gejagt werden.</p>
<p>Durch den internationalen Handel sind heute viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Um den Handel mit bedrohten Arten einzuschränken oder gar ganz zu verbieten, wurde das Washingtoner Artenschutzabkommen 1973 ins Leben gerufen. Mittlerweile sind 175 Länder Mitglieder des <a title="CITES Webseite" href=" http://www.cites.org/eng/disc/what.shtml" target="_blank">CITES</a> (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), des Abkommens zum internationalen Handel mit gefährdeten Spezies der wilden Fauna und Flora.<br />
Mehr als 5000 Tierarten, u. a. Wale, Affen, Tiger und Elefanten, und ca. 29.000 Pflanzenarten werden im Rahmen des Abkommens berücksichtigt.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Der Blauflossenthunfisch, auch Roter Thunfisch genannt, wird gnadenlos bejagt, um dann in Sushi-Bars zu landen. Er steht kurz vor dem Aussterben. [Quelle: WWF]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch_big.jpg" alt="thunfisch_big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch-thumb.jpg" alt="thunfisch-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Roter Thunfisch</div>
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</div>
<p>Anders als bei der <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Weltklimakonferenz</a>, bei der über ein mögliches Klimaabkommen nur einstimmig entschieden werden konnte und dieses Vorhaben kläglich scheiterte, genügt bei der Vertragsstaatenkonferenz des CITES bereits eine Zwei-Drittelmehrheit, um einen Beschluss zu fassen. Doch auch die reichte nicht aus, um den Handel mit hochgradig bedrohten Tieren und Pflanzen zu unterbinden. Viel zu mächtig sind die sich am Handel mit wilden Tieren und Pflanzen und den daraus erzeugten Produkten gesundstoßenden Interessengruppen und Industriezweige, etwa die Fischereiindustrie, die jedes Jahr Milliardenumsätze machen.<br />
Um gnadenlos Profit zu machen, jagt vor allem die Fischereiindustrie selbst vom Aussterben bedrohte Arten ohne Rücksicht und Skrupel mit immer ausgefeilteren Methoden.</p>
<p><strong>Roter Thunfisch und Haie vor dem Aus </strong></p>
<p>Der Blauflossenthunfisch, wegen seiner Fleischfarbe auch Roter Thunfisch genannt, der bis zu vier Meter lang und 700 kg schwer werden kann, ist so beliebt in japanischen Sushibars, dass ihm keine Chance gegeben wird, sich zu erholen. Er gilt als Delikatesse. Da ein Exemplar in der Regel 20.000 Dollar einbringt, besonders schöne Exemplare  auch bis zu 100.000 Dollar, wird er beispiellos brutal gejagt. Im Mittelmeer und Atlantik, wo er lebt, ist sein Bestand in den letzten 50 Jahren um 85 % geschrumpft.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Der Hammerhai wie auch andere Haiarten werden vor allem wegen ihrer Flossen gejagt. [Quelle: dpa]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/hammerhai-big.jpg" alt="hammerhai-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/hammerhai-thumb.jpg" alt="hammerhai-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Hammerhai</div>
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<p>Umweltschützer und –organisationen fordern schon seit Langem einen völligen Fangstopp des gigantischen Fischs, damit sich die dezimierten Bestände erholen können.<br />
Laut WWF könnte der rote Thunfisch im Mittelmeer bis 2012 bereits ausgestorben sein,  wenn keine Maßnahmen zu seinem Schutz eingeleitet werden.<br />
Fürst Albert von Monaco, seit Jahren als Freund bedrohter Arten bekannt, setzt sich für den Roten Thunfisch ein, doch leider ohne Erfolg auf der Konferenz. So reichte das Fürstentum Monaco unter seiner Federführung einen Antrag ein, den Handel mit dem Roten Thunfisch gänzlich zu verbieten. Dieser wurde jedoch von einer von Japan angeführten Mehrheit abgeschmettert. Selbst ein milderer Vorschlag der Europäischen Union, zukünftig ein Embargo zu verhängen, wenn die Überfischung von der Fischereiindustrie nicht selbst eingeschränkt würde, kam nicht durch.<br />
Die verbliebenen Restbestände des Fischs werden nun weiter gnadenlos gejagt werden mit immer größeren Spezialschiffen und Netzen, sogar mit Hilfe von Radarüberwachung und Flugzeugaufklärung.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Heringshaie sind audauernde und schnelle Schwimmer. Im Mittelmeerraum ist er hochgradig vom Aussterben bedroht. [Quelle: WWF]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/heringshai-big.jpg" alt="heringshai-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/heringshai-thumb.jpg" alt="heringshai-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Heringshai</div>
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</div>
<p>Auch hochgradig bedrohte Haiarten wie der Hammerhai und der Weißspitz-Hochseehai  bekamen jeden Schutz verwehrt. Zwei Anträge der USA auf Handelsbeschränkungen von 2012 an wurden abgelehnt.<br />
Die Haie werden vor allem wegen ihrer Flossen gejagt. Haifischflossensuppe ist in den asiatischen Ländern, insbesondere in China, eine weitverbreitete Delikatesse.<br />
Hunderttausende Haie werden jährlich abgeschlachtet. Die Flossen werden den Tieren in der Regel bei lebendigem Leibe abgeschnitten, danach werden sie verletzt wieder ins Meer geworfen, wo sie qualvoll sterben.<br />
In vielen Meeren haben die Populationen der Haiarten bereits um bis zu 90 % abgenommen.<br />
Auch Haiarten wie dem Dornhai, der in Deutschland als &#8220;Schillerlocke&#8221; verkauft wird, und dem Heringshai, dem hier gehandelten &#8220;Kalbsfisch&#8221;, wurde kein Schutz zuteil.<br />
Da es kaum noch Heringhai gibt, liegt die Fangquote für den Fisch in der EU fast bei null.<br />
Die Deutschen hatten einen Antrag zur Beschränkung des Handels mit diesem Hai eingereicht, der sogar ein paar Tage vor Schluss der Konferenz die nötige Zwei-Drittelmehrheit erhielt.<br />
Erstaunlicherweise wurde wie die Süddeutsche gestern berichtete am vorletzten Tag der Konferenz die Debatte über den Antrag wiederaufgenommen und zwei Länder, die zuvor den deutschen Antrag unterstützt hatten, hätten dann plötzlich dagegen gestimmt. Einige Konferenzteilnehmer taten kund, dass möglicherweise die Japaner hier Einfluss genommen haben könnten und auch mit Geld nachgeholfen hätten.</p>
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		<title>Das Märchen vom Kinderbuch &#8211; Regenwaldvernichtung für Kinderbücher</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal das Märchen vom Kinderbuch aus nachwachsenden Rohstoffen, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt &#8230;. Will man seinen Kindern ein Bewusstsein für die Natur, ihre Tier- und Pflanzenvielfalt und deren Schutz und Erhalt vermitteln, hat man ein hehres Ziel. Doch niemand, der seinem Kind zum Einschlafen Benjamin Blümchen-Geschichten vorliest, käme wohl ernsthaft auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal das Märchen vom Kinderbuch aus nachwachsenden Rohstoffen, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt &#8230;.</p>
<p>Will man seinen Kindern ein Bewusstsein für die Natur, ihre Tier- und Pflanzenvielfalt und deren Schutz und Erhalt vermitteln, hat man ein hehres Ziel.<br />
Doch niemand, der seinem Kind zum Einschlafen Benjamin Blümchen-Geschichten vorliest, käme wohl ernsthaft auf die Idee, so unbewusst gerade die Zerstörung unseres Planeten voranzutreiben.<br />
Eine neue <a title="Presseerklärung WWF" href=" http://www.presseportal.de/pm/6638/1493204/wwf_world_wide_fund_for_nature" target="_blank">Studie</a> der Umweltschutzorganisation WWF hat nun Erschreckendes ans Tageslicht gefördert.<br />
Pünktlich zur diesjährigen Buchmesse in Frankfurt hat der WWF publik gemacht, dass für die Produktion deutscher Kinderbücher tropischer Regenwald zerstört wird.<br />
Da immer mehr Bücher im Ausland, insbesondere in Asien produziert werden, wo der für die Papierherstellung benötigte Zellstoff aus Holzfasern unter anderem durch die Abholzung von natürlichem Regenwald gewonnen wird, hat der WWF stichprobenartig Kinderbücher deutschsprachiger Verlage, die in Asien hergestellt wurden, auf Tropenholzanteile getestet.<br />
Unter den getesteten Titeln „made in Asia“ befanden sich auch so beliebte Bücher wie „Benjamin Blümchen – Komm mit mir durch den Tag!“, „Felix bei den Kindern dieser Welt“ und „Bodobär auf der Ritterburg“.<br />
Das erschreckende Ergebnis der Studie, der ersten umfassenden Analyse dieser Art: 19 der 51 getesteten Kinderbücher wurden &#8220;nachweislich aus typischen Urwaldtropenhölzern hergestellt&#8221;. Mindestens 17 tropische Baumgattungen wurden identifiziert, unter denen sich auch viele Arten befanden, die vom Aussterben bedroht sind und auf der Roten Liste der IUCN stehen.<br />
Da die gefundenen Fasern von Holzgattungen wie z. B. Shorea und Rhizophora stammten, die typischerweise eben nicht in angepflanzten Plantagen vorkommen, sondern nur in natürlichen Regenwäldern, konnte nur der logische Schluss folgen, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ für die Herstellung der Bücher tropischer Regenwald abgeholzt wurde, dieses Holz also nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen kann.</p>
<p>Die Abholzung von tropischem Regenwald ist aber mit dramatischen Konsequenzen nicht nur für die immense Artenvielfalt auf der Erde, sondern auch für das Klima auf diesem Planeten verbunden. Mit dem Regenwald wird der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zerstört, die nun vom Aussterben bedroht sind.<br />
Darüber hinaus stellt der Regenwald die grüne Lunge der Erde dar, denn ein Großteil der von uns Menschen in die Atmosphäre entlassenen Treibhausgase, des Kohlendioxids, wird von den Wäldern wieder aufgenommen und sozusagen neutralisiert. Regenwald, der nicht mehr vorhanden ist, kann diesen Zweck allerdings nicht erfüllen.<br />
Wird der Regenwald durch Brandrodung vernichtet, gelangen sogar noch zusätzliche Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre.<br />
Regenwälder sind normalerweise auf Torf gewachsen. In diesem ist Kohlendioxid gebunden, das bei der Verbrennung des Torfs freigesetzt wird und so über den Treibhauseffekt die globalen Temperaturen immer weiter nach oben treibt.</p>
<p>Der Klimawandel ist somit eng mit der Zerstörung von natürlichem Regenwald verknüpft. Je weniger Regenwald auf der Erde, desto geringer sind auch unsere Möglichkeiten, dem Klimawandel noch entgegenzuwirken.</p>
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