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	<title>blog.planet-br.com &#187; Theoretische Physik</title>
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	<description>planet-BR's Wissenschafts-Blog</description>
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		<title>Strings und Schleifen für eine neue Theorie der Physik</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 23:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theoretische Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Quantengravitation]]></category>
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		<description><![CDATA[Es scheint kaum eine spannendere Aufgabe in der Physik zu geben, als die Frage, wie eine vereinheitlichte Theorie der Physik aussehen könnte, eine Theorie, die die gesamte Natur beschreiben kann und die gesamte Physik vereinigt. Eine solche Theorie strebt an, die beiden großen fundamentalen Theorien des 20. Jahrhunderts, die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es scheint kaum eine spannendere Aufgabe in der Physik zu geben, als die Frage, wie eine vereinheitlichte Theorie der Physik aussehen könnte, eine Theorie, die die gesamte Natur beschreiben kann und die gesamte Physik vereinigt.<br />
Eine solche Theorie strebt an, die beiden großen fundamentalen Theorien des 20. Jahrhunderts, die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie, zu einer einzigen Theorie zu vereinigen. Darüber hinaus sollte sie sämtliche Erkenntnisse über die Materie, die im letzten Jahrhundert über die Elementarteilchen und die vier elementaren Kräfte erzielt wurden, beinhalten und erklären können, wie auch kosmologische Phänomene wie den Urknall und Schwarze Löcher.</p>
<p>Als ein Kandidat für eine solche vereinheitlichte Theorie wird die Theorie der <a title="Quantengravitation - was ist das?" href="http://blog.planet-br.com/?p=1915" target="_blank">Quantengravitation</a> angesehen, die Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie zu einer Theorie vereinigen will.</p>
<p>Bis heute existiert noch keine vollständige Theorie der Quantengravitation. Aber es gibt eine Reihe von vielversprechenden Ansätzen, wie eine solche Theorie aussehen könnte. Die bekanntesten Ansätze sind die Stringtheorie und die Schleifen-Quantengravitation.</p>
<p>Diese beiden Theorien unterscheiden sich vor allem darin, wo ihre Ausgangspunkte liegen. Die Stringtheorie geht von der Quantentheorie bzw. der Elementarteilchenphysik und dem <a title="Der Bauplan der Materie - auf der Suche nach dem Higgs" href="http://blog.planet-br.com/?p=1293" target="_blank">Standard-Modell</a> aus, während die Schleifen- oder Loop-Quantengravitation ihren Ausgangspunkt in der Allgemeinen Relativitätstheorie sieht.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><img src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/04/wittenedward-thumb2.jpg" title="wittenedward-big2"/>
<div class="postimgcapt">Edward Witten, einer der<br />führenden Stringtheoretiker.<br />[Quelle:<br /> http://www.crafoordprize.se]</div>
</div>
</div>
<p>Abgesehen von der Stringtheorie und der Schleifenquanten- gravitation existiert noch ein dritter Weg bzw. existieren weitere Ansätze. Dieser Weg wird von Forschern verfolgt, die weder von der Quantentheorie noch der Allgemeinen Relativitätstheorie als Ausgangspunkt ausgehen, die vielmehr beide Theorien verwerfen, weil sie ihrer Meinung nach mangelhaft und unvollständig sind, um vernünftige Ausgangspunkte zu sein. Dieser dritte Weg wird im Gegensatz zu den anderen beiden Theorien nur von einigen wenigen Wissenschaftlern, wie z. B. David Finkelstein, Christopher Isham oder Roger Penrose, verfolgt, die jeweils ihre ganz eigene Vision verfolgen und von fundamentalen Prinzipien ausgehend versuchen, eine neue Theorie zu entwickeln einschließlich neuer mathematischer Formalismen. </p>
<p>Sämtliche Ansätze zu einer Theorie der Quantengravitation haben allerdings eins gemeinsam: Sie gehen alle davon aus, dass Raum und Zeit, wenn sie auf sehr kleinen Maßstäben betrachtet werden, nämlich der sog. Planck-Skala der Größenordnung 10<sup>-35</sup> m, nicht mehr kontinuierlich sind, sondern aus fundamentalen diskreten Einheiten zusammengesetzt sind. Laut Quantengravitationstheorie muss es eine kleinste Raum- und Zeiteinheit geben, nämlich die Planck-Länge 10<sup>-35</sup> m und Planck-Zeit von 10<sup>-43</sup> s.</p>
<p><strong>Stringtheorie</strong></p>
<p>Den Ansatz zu einer Theorie der Quantengravitation, an dem derzeit am intensivsten geforscht wird, z. B. in Princeton (Edward Witten) und Stanford, bzw. der von der größten Zahl an Physikern verfolgt wird, stellt die sog. Stringtheorie dar, die einige theoretische Physiker seit den 1970er Jahren begonnen haben zu entwickeln.</p>
<p>Die Stringtheorie ist als Weiterentwicklung der herkömmlichen Modelle der Elementarteilchenphysik zu verstehen. Allerdings sind die fundamentalen Bestandteile der Materie in dieser Theorie keine punktförmigen Teilchen mehr, sondern sie stellen eindimensionale Objekte, Fäden, engl. strings, dar, die in sich schwingen können.<br />
Es existiert nur eine Art von String. Die verschiedenen Arten von Elementarteilchen werden als verschiedene Schwingungsmoden oder Schwingungszustände dieses Strings interpretiert. Aus der Vielfalt der möglichen Schwingungszustände ergibt sich dann entsprechend die Vielfalt der Elementarteilchen und Austauschteilchen der Kräfte. Photonen und Elektronen sind also nichts anderes als verschiedene Arten, wie der String schwingt. </p>
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		<title>Quantengravitation &#8211; was ist das?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 18:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit jeher existiert ein Traum &#8211; und nicht nur unter Physikern &#8211; von einer vereinheitlichten Theorie der Physik, einer Theorie von Allem, die die Realität und die Natur vollständig beschreiben kann. Zwei große Theorien, die beide in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden, bilden die Grundlage der modernen Physik: Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit jeher existiert ein Traum &#8211; und nicht nur unter Physikern &#8211; von einer vereinheitlichten Theorie der Physik, einer Theorie von Allem, die die Realität und die Natur vollständig beschreiben kann. Zwei große Theorien, die beide in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden, bilden die Grundlage der modernen Physik:<br />
Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie, die die Physik des Makrokosmos beschreibt, und die <a title="Teilchen oder Welle - Das ist hier die Frage" href="http://blog.planet-br.com/?p=1202" target="_blank">Quantentheorie</a>, die sich mit der Physik auf kleinster Ebene, des Mikrokosmos, beschäftigt und von Niels Bohr, Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger und vielen anderen entwickelt wurde. Beide Theorien haben sich in unzähligen Experimenten bewährt. Doch weder die eine, noch die andere Theorie kann für sich alleine genommen eine vollständige Beschreibung der Natur gewährleisten. </p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Der deutsche Physiker Werner Heisenberg (links) mit dem Dänen Niels Bohr, dem der Ausspruch zugeschrieben wird:<br />
'Jeder, der von sich behauptet, er habe die Quantenmechanik verstanden, hat überhaupt nichts verstanden.' [Quelle: TU Berlin]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/04/werner_heisenberg_niels_bohr-big.jpg" alt="werner_heisenberg_niels_bohr-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/04/werner_heisenberg_niels_bohr-thumb.jpg" alt="werner_heisenberg_niels_bohr-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Werner Heisenberg und<br />Niels Bohr</div>
</div>
</div>
<p>Damit die Physik als Ganzes logisch konsistent ist, muss eine Theorie her, die die Quantentheorie und die Allgemeine Relativitätstheorie zusammenbringt, und darüber hinaus möglichst noch die verschiedenen Teilchen und Kräfte, die wir kennen, beinhaltet.<br />
Aus diesem Grund sind Physiker auf der ganzen Welt schon seit geraumer Zeit fieberhaft dabei, eine Theorie zu entwickeln, die die Erkenntnisse aus beiden Theorien unter einen Hut zu bringen versucht und beide Theorien zu einer einzigen vereinigt, einer sog. Theorie der Quantengravitation. </p>
<p>Wie kann dies indes bewerkstelligt werden?</p>
<p><strong>Quantentheorie versus Allgemeine Relativitätstheorie</strong></p>
<p>Die beiden Theorien unterscheiden sich nicht nur enorm, sie bilden auch in vielerlei Hinsicht Gegensätze und lassen sich in vielen Gesichtspunkten nicht ohne Weiteres zusammenbringen, beschreiben sie doch ganz unterschiedliche Bereiche der Natur.</p>
<p>Die Quantentheorie sagt die Eigenschaften und das Verhalten von Teilchen auf atomarer und subatomarer Ebene voraus, sowie der Kräfte, die diese zusammenhalten, die elektromagnetische, die starke und die schwache Kraft. Sie beinhaltet jedoch nicht die Gravitationskraft, die in der Welt der Atome, Moleküle und Elementarteilchen keine Rolle spielt.<br />
Im Gegensatz zur Quantentheorie ist die Allgemeine Relativitätstheorie eine klassische (nicht quantenphysikalische) Theorie. Sie ist eine Theorie der Gravitation, eine Theorie des Raums, der Zeit und der Kosmologie. Sie beschreibt die Dynamik der Planeten, Sterne und Galaxien sowie die Evolution des gesamten Universums.</p>
<p>Die Allgemeine Relativitätstheorie besitzt einen kontinuierlichen Charakter. In jedem Raumbereich lassen sich Teilbereiche beliebig kleinen Volumens definieren, und jeder Raumbereich lässt sich beliebig oft weiter unterteilen. Es sind auch beliebig kleine Energien möglich. Ganz anders sieht es in der Quantentheorie aus.<br />
So können Energien im atomaren und subatomaren Bereich nur portionsweise, in diskreten Einheiten der Naturkonstante ħ, vorkommen. Man sagt: sie sind gequantelt.<br />
Während die Allgemeine Relativitätstheorie zumindest im Prinzip vollständig deterministisch ist – Objekte besitzen bestimmte Orte und Geschwindigkeiten -, kann die Quantentheorie prinzipiell nur Wahrscheinlichkeiten vorhersagen. </p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Zwei Physiker, zwei Theorien, die auf den ersten Blick unvereinbar zu sein scheinen. Niels Bohr und Albert Einstein. [Quelle: Wikipedia]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/04/niels_bohr_albert_einstein-big.jpg" alt="niels_bohr_albert_einstein-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/04/niels_bohr_albert_einstein-thumb.jpg" alt="niels_bohr_albert_einstein-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Niels Bohr und Albert Einstein</div>
</div>
</div>
<p>In der Allgemeinen Relativitätstheorie erhält die Gravitation außerdem eine neue Interpretation. Sie wird nicht mehr als Kraft im herkömmlichen Sinne gemäß Newton verstanden, sondern sie ist als ein Ausdruck der Struktur der Raumzeit – in Einsteins Relativitätstheorie sind Raum und Zeit zu einer Einheit, der vierdimensionalen Raumzeit, verschmolzen – zu verstehen, als eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit, eine Krümmung der Raumzeit.<br />
In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist jeder Körper eine Quelle von Raumzeitkrümmung. Große Massen oder Konzentrationen von Masse oder Energie, die Quellen der Gravitation darstellen, krümmen die Raumzeit.</p>
<p>Einer der wichtigsten Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie ist gerade, dass die Geometrie des Raums oder der Raumzeit nicht fest ist, sondern sich dynamisch entwickelt und sich durch die Bewegung der Materie mit der Zeit verändert. Bis zu Einstein schienen die Gesetze der Euklidischen Geometrie unabänderlich zu sein.<br />
Es schien unmöglich, dass etwa die Winkel eines Dreiecks sich nicht zu 180 Grad aufaddieren. Doch in der Allgemeinen Relativitätstheorie können die Winkel eines Dreiecks plötzlich alle möglichen Summen ergeben, da die Geometrie des Raums sich krümmen kann.</p>
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		<title>Geburt der Schwarzen Löcher aus Einsteins Theorie</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 12:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theoretische Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Relativitätstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Löcher]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast jeder hat schon einmal von Schwarzen L&#246;chern geh&#246;rt, diesen mysteri&#246;sen Objekten, die sich in einer Vielzahl im Universum befinden sollen, so auch im Zentrum unserer eigenen Galaxie, Objekte, deren Masse sich in einem winzigen Volumen zusammenballt, mit einer solch gro&#223;en Anziehungskraft, dass sie alles, was in ihre unmittelbare N&#228;he gelangt, unwiederbringlich in sich aufsaugen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder hat schon einmal von Schwarzen L&ouml;chern geh&ouml;rt, diesen mysteri&ouml;sen Objekten, die sich in einer Vielzahl im Universum befinden sollen, so auch im Zentrum unserer eigenen Galaxie, Objekte, deren Masse sich in einem winzigen Volumen zusammenballt, mit einer solch gro&szlig;en Anziehungskraft, dass sie alles, was in ihre unmittelbare N&auml;he gelangt, unwiederbringlich in sich aufsaugen, selbst Licht.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Radiobild des Galaktischen Zentrums. In der N&auml;he der R&ouml;ntgenquelle Sagittarius A* befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch von etwa 4 Millionen Sonnenmassen. [Quelle: Kassim, LaRosa, Lazio &amp; Hyman 1999]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/galactic-center_big3.jpg" alt="galactic-center_big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/galactic-center_thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Schwarzes Loch im Zentrum<br />
der Milchstra&szlig;e</div>
</div>
</div>
<p>Doch wer versteht wirklich, was es mit diesen bizarren Objekten auf sich hat? Dies h&auml;ngt wohl auch damit zusammen, dass der Name bereits missverst&auml;ndlich, wenn nicht gar irref&uuml;hrend ist. Bei einem schwarzen Loch handelt es sich nicht um ein Loch im eigentlichen Sinne. Ein solches Objekt ist auch nicht wirklich schwarz. Ein Schwarzes Loch zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass es vor allem eine substanzielle Eigenschaft besitzt, n&auml;mlich Masse, und diese ist auf einen unendlich kleinen und dichten Punkt, die Singularit&auml;t, konzentriert. An der Singularit&auml;t wird auch die Gravitationskraft unendlich gross.  Die Anziehungskraft eines solchen Objekts ist so gro&szlig;, dass alles, was in seine unmittelbare N&auml;he innerhalb eines bestimmten Bereichs, des sog. Ereignishorizonts, ger&auml;t, derart stark angezogen wird, dass es unwiederbringlich vom Schwarzen Loch verschlungen wird. Da auch Licht, welches diese Grenze &uuml;berschreitet, nicht mehr entweichen und zum Beobachter gelangen kann, w&uuml;rde uns das Objekt schwarz erscheinen, wenn wir es denn beobachten k&ouml;nnten. Eigentlich k&ouml;nnen wir es aber &uuml;berhaupt nicht sehen. Alles, was innerhalb des Horizonts eines Schwarzen Lochs liegt &ndash; also auch die Singularit&auml;t -, wird f&uuml;r uns Menschen f&uuml;r alle Zeiten verborgen bleiben, so stark wir uns auch anstrengen m&ouml;gen, das Objekt theoretisch zu verstehen. Und trotzdem oder gerade weil sie so geheimnisvoll sind, stellen Schwarze L&ouml;cher eine der ultimativen Herausforderungen der modernen Physik dar.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Gekrümmte Raumzeit um ein Schwarzes Loch" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/trichter-big21.jpg" alt="trichter-big2"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/trichter-thumb1.jpg" alt="trichter-thumb" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Gekrümmte Raumzeit<br />um ein Schwarzes Loch</div>
</div>
</div>
<p>So wie die meisten Physiker und Astronomen glauben, f&uuml;hrt der Kollaps eines gen&uuml;gend massereichen Sterns am Ende seines Lebens, wenn all sein nukleares Brennmaterial aufgebraucht ist und kein Gegendruck mehr zur den Stern zusammenziehenden Gravitationskraft besteht, zu der Entstehung eines Schwarzen Lochs. Nach dieser Vorstellung kollabiert der Stern solange, bis alle Masse innerhalb eines unendlich kleinen und somit unendlich dichten Punkts komprimiert ist. &Auml;hnlich wie zum Zeitpunkt des <a title="Der Beginn unserer Welt" href="http://blog.planet-br.com/?p=7" target="_blank">Urknalls</a> das gesamte Universum in einem unendlich kleinen und dichten Punkt konzentriert sein soll, so kann man sich vorstellen, dass auch die gesamte Masse des Schwarzen Lochs in einem unendlich kleinen Punkt konzentriert ist. In dieser Singularit&auml;t, die ein mathematisches Ph&auml;nomen darstellt, steckt die gesamte Masse eines Schwarzen Lochs. Und diese stellt auch die Quelle der Gravitation eines Schwarzen Lochs dar.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Struktur eines Schwarzen Lochs" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/basic-structure-bign3.jpg"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/02/basic-structure-thumbn.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Struktur eines Schwarzen Lochs</div>
</div>
</div>
<p>Die Grenze des Schwarzen Lochs zum restlichen Weltall stellt der Ereignishorizont dar, der die Singularit&auml;t und damit das Innere des Schwarzen Lochs vor der Au&szlig;enwelt verbirgt, aber nicht als Oberfl&auml;che desselben verstanden werden darf, die es nicht hat. Alles, was von au&szlig;en diesen Horizont &uuml;berschreitet, selbst Licht, kann das Schwarze Loch nie mehr verlassen. Dieser Ereignishorizont definiert sich &uuml;ber den sog. Schwarzschild-Radius benannt nach dem Astrophysiker Karl Schwarzschild, der ihre Existenz vorhersagte. Dieser Radius ist proportional zur Masse des Schwarzen Lochs. Je gr&ouml;&szlig;er also die Masse, desto gr&ouml;&szlig;er ist auch die Ausdehnung des Objekts. W&uuml;rde man etwa die Sonne zu einem Schwarzen Loch umfunktionieren wollen mit der Masse der Sonne von 2 mal 10<sup>30</sup> kg, so m&uuml;sste man diese soweit komprimieren, dass von dem urspr&uuml;nglichen Radius der Sonne von 700.000 km nicht mehr viel &uuml;brig bliebe. Man erhielte ein Schwarzes Loch mit einem Radius von nur 3 km. Unsere Erde w&auml;re dagegen vergleichsweise noch winziger. Ihr Radius w&uuml;rde gerade einmal 1 cm betragen. </p>
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		<title>Teilchen oder Welle – Das ist hier die Frage!</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 19:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theoretische Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Photoeffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Quantentheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Unschärferelation]]></category>

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		<description><![CDATA[Um 1900 war die Welt der Physik noch in Ordnung. Stolze und angesehene Professoren lehrten ihre Studenten die Errungenschaften der Forschung mit der Erkenntnis, dass jedes Phänomen in der Natur im Prinzip genau berechenbar sei, machte man dies nur gründlich genug. Die Industrialisierung machte rasante Fortschritte und war der Beweis für die unerschütter- liche Gültigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 1900 war die Welt der Physik noch in Ordnung. Stolze und angesehene Professoren lehrten ihre Studenten die Errungenschaften der Forschung mit der Erkenntnis, dass jedes Phänomen in der Natur im Prinzip genau berechenbar sei, machte man dies nur gründlich genug.<br />
Die Industrialisierung machte rasante Fortschritte und war der Beweis für die unerschütter- liche Gültigkeit der niedergeschriebenen Naturwissenschaften.<br />
1869 hatte Mendeleev sein Periodensystem der Elemente veröffentlicht.<br />
Seit der Entdeckung des Elektrons 1897 war dann klar, dass alle Elemente in der Natur aus einem Kern und Elektronen bestehen.<br />
Die Existenz eines Atomkerns wurde zwar erst 1911 von Rutherford direkt bewiesen, die Vorhersage für die Existenz des Kerns bestand bereits. </p>
<p><b>Lenard, Einstein und der Photoeffekt</b></p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><img src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/12/lenard.jpg" title="Philipp von Lenard" />
<div class="postimgcapt">Der Physiker Philipp Eduard<br />Anton von Lenard (1862-1947)</div>
</div>
</div>
<p>1902 machte der deutsch-ungarische Physiker Philipp Eduard Anton von Lenard die experimentelle Entdeckung, dass bei der Beobachtung von Metall mit Licht nahe des Ultravioletten Elektronen des Metalls vom Licht aus dem Kristallverbund des Metalls herausgelöst werden, so dass ein Strom fließt, dessen Stärke von der Frequenz des Lichts abhängt. Nach der damals geltenden Lehre hätte man aber erwartet, dass die Intensität des Lichts die gemessene Stromstärke bestimme. Außerdem wäre zu erwarten gewesen, dass das Metall zunächst eine bestimmte Zeit mit Licht einer festen Frequenz und Intensität bestrahlt werden muss, bis genug Energie im Metall gesammelt worden wäre, so dass sich Elektronen lösen könnten.<br />
Doch auch die Erwartung wurde experimentell nicht bestätigt. Schon die geringste Intensität erzeugte ohne messbare Zeitverzögerung einen Elektronenstrom.</p>
<p>Diese Umstände konnten die meisten der damals angesehenen Gelehrten kaum in ihrem Weltbild erschüttern. 1905 aber machte Albert Einstein den entscheidenden Schritt und interpretierte das Phänomen mit dem Postulat, dass Licht aus kleinen Energieeinheiten besteht, sog. Photonen, die sich wie Teilchen verhalten, also Kollisionen mit den Elektronen im Metall eingehen. Das Problem war nur: Seit über 350 Jahren war die Huygenssche Wellenmechanik die funktionierende Theorie zur Beschreibung von Wellenphänomenen aller Art.
<div class="shiftUp14"></div>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/12/young-big.jpg" rel="lightbox" title="Skizze von Thomas Young zum Interferenzphänomen"><img src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/12/young-thumb.jpg" title="Zur Vergrößerung anklicken!" /></a>
<div class="postimgcapt">Skizze von Thomas Young<br />zum Interferenzphänomen</div>
</div>
</div>
<p>1803 zeigte der englische Naturwissenschaftler Thomas Young, dass Licht als Wellenphäno- men zu betrachten ist und seit der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen 1864 durch James Clerk Maxwell war die Beschreibung des Lichts als elektromagnetische Welle auch in mathema- tischer Form möglich. </p>
<p>
<b>Wie kann Licht also ein Wellenphänomen sein<br />
und gleichzeitig die Eigenschaften von Teilchen aufweisen?</b></p>
<p>Louis de Broglie ging 1924 noch einen Schritt weiter und postulierte, dass, wenn Licht Teilchencharakter habe, sich auch Teilchen wie Licht verhalten könnten, also Wellen- charakter besäßen. Ein Strahl von Elektronen etwa sollte sich also wie ein Lichtstrahl verhalten. 1927 gelang Davisson und Germer tatsächlich dieser Nachweis.</p>
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