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	<title>blog.planet-br.com &#187; Astrophysik</title>
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	<description>planet-BR's Wissenschafts-Blog</description>
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		<title>Neues Fenster zum All – ALMA offiziell eingeweiht</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 11:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[ALMA]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 13. März wurde in Chile das „Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA)&#8221; in einer offiziellen Zeremonie eingeweiht, eine einzigartige Teleskopanlage, die ganz neue Einblicke in unser Universum eröffnen wird. 5100 m über dem Meeresspiegel in der chilenischen Atacama-Wüste wurde das gigantische Observatorium gebaut, ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern und Kollaborationen aus Europa, Nordamerika und Ostasien in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <a title="Presseerklärung ALMA-Kollaboration vom 13.03.2013" href="http://www.almaobservatory.org/en/press-room/press-releases/533-alma-inauguration-heralds-new-era-of-discovery" target="_blank">13. März</a> wurde in Chile das  „Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA)&#8221; in einer offiziellen Zeremonie eingeweiht, eine einzigartige Teleskopanlage, die ganz neue Einblicke in unser Universum eröffnen wird.<br />
5100 m über dem Meeresspiegel in der chilenischen Atacama-Wüste wurde das gigantische Observatorium gebaut, ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern und Kollaborationen aus Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der Republik Chile.<br />
Mehr als 500 Gäste – unter den Ehrengästen auch der chilenische Präsident Sebastián Piñera &#8211;  waren in der chilenischen Wüste zusammengekommen, um die offizielle Inbetriebnahme des einzigartigen Observatoriums zu feiern.</p>
<p>ALMA umfasst in der endgültigen Konfiguration 66 Einzelteleskope,  die zusammengeschaltet ein Superteleskop für den Millimeter- und Submillimeter-Wellenlängenbereich ergeben.<br />
54 Antennen mit einem Durchmesser von 12 m und 12 kleinere Antennen mit einem Durchmesser von 7 m arbeiten zusammen wie ein einziges Teleskop. Sie können in verschiedenen Konfigurationen so angeordnet werden, dass die Abstände zwischen den Antennen von 150 m bis maximal 16 km variieren können.<br />
Jedes einzelne Teleskop fängt die Strahlung aus dem All ein und fokussiert sie auf einen Empfänger. Die Signale aller Teleskope werden anschließend in einem Supercomputer, dem ALMA-Korrelator, für die Weiterverarbeitung aufbereitet.</p>
<p>Mit ALMA wird die Strahlung aus dem All in einem Wellenlängenbereich untersucht, der für das menschliche Auge unsichtbar ist und der aus astronomischer Sicht noch wenig erforscht ist.</p>
<p>Die chilenische Hochebene stellt einen der besten Orte für astronomische Beobachtungen in diesem Submillimeter- und Millimeterbereich dar.<br />
Die Luft 5100 m über dem Meeresspiegel auf der chilenischen Hochebene von Chajnantor  ist besonders trocken, wodurch ein ungetrübter Blick ins All möglich ist und kein irdischer Wasserdampf und Sauerstoff die Sicht stört. </p>
<p>Strahlung im Submillimeterbereich senden insbesondere die kalten ausgedehnten Molekülwolken aus Gas und Staub aus, die sich im interstellaren Raum befinden. Diese Molekülwolken, die aufgrund ihres hohen Gas- und Staubanteils für sichtbare Strahlung undurchlässig sind, sind besonders interessant, da in ihrem Innerem neue Sterne entstehen.<br />
Über Beobachtungen im Submillimeter- und  Millimeterbereich lassen sich außerdem Erkenntnisse über die jüngsten und entferntesten Galaxien im Universum gewinnen.<br />
Da die Wellenlängen des Lichts, die diese emittieren, durch die Expansion des Universums gedehnt worden sind, verschieben sich die Wellenlängen vom sichtbaren in den langwelligen Submillimeter- oder Millimeterbereich.</p>
<p>ALMA bietet zahlreiche Möglichkeiten, in bisher unerforschte Regionen des Universums mit bisher unerreichter Genauigkeit vorzudringen.<br />
Mit ALMA können die Prozesse der Sternentstehung und -entwicklung, die Entstehung von jungen Galaxien oder die Entwicklung neuer Planeten um weit entfernte Sterne untersucht werden,<br />
die Verteilung von Molekülen im interstellaren Raum analysiert und neue Moleküle aufgespürt werden, um nur einige Beispiele zu nennen.</p>
<p>Passend zur Einweihung von ALMA sind drei Fachartikel erschienen, zwei Beiträge im Astrophysical Journal und einer in Nature.<br />
Ein internationales Team von Wissenschaftlern um <a title="A. Weiss et al., Astrophysical Journal 14.03.2013" href="http://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1313/eso1313b.pdf" target="_blank">Axel Weiß</a> vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, <a title="J. Vieira et al., Nature 14.03.2013" href="http://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1313/eso1313a.pdf" target="_blank">Joaquin Vieira</a> vom California Institute of Technology und <a title="Y. Hezaveh et al., Astrophysical Journal 14.03.2013" href="http://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1313/eso1313c.pdf" target="_blank">Yashar Hezaveh</a> von der McGill University in Kanada konnte mit ALMA Wassermoleküle in der bislang größten bekannten Entfernung nachweisen.<br />
Außerdem fanden die Astronomen heraus, dass sich die heftigsten Sternentstehungsausbrüche bzw. höchsten Sternentstehungsraten im frühen Universum vor zwölf Milliarden Jahren ereigneten, eine Milliarde Jahre früher als man ursprünglich angenommen hatte.</p>
<p>Das internationale Team hatte die entfernten Galaxien, in denen es offenbar zu heftiger Sternentstehung kommt, mit dem 10 m &#8211; South Pole Telescope (SPT), einem Radioteleskop an der amerikanischen Amundsen-Scott-Südpolstation, entdeckt und diese dann mit ALMA genauer untersucht.</p>
<p>Die <a title="Presseerklärung Max-Planck-Institut für Radioastronomie vom 13.03.2013" href="http://www.mpifr-bonn.mpg.de/132738/news_publication_7015381?c=2163" target="_blank">Studie</a> war durchgeführt worden, als sich ALMA noch im Bau befand. Nur 16 Antennen der insgesamt 66 Einzelteleskope waren für diese Messungen verwandt worden.</p>
<p>Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen der Wissenschaftler, wenn ALMA mit seinen 66 Teleskopen seine gesamten Möglichkeiten entfalten kann.</p>
<p>ALMA-Direktor Thijs de Graauw dazu auf der Einweihungsfeier:</p>
<p><em>&#8220;Dank der Anstrengungen und unzähliger Arbeitsstunden unserer Wissenschaftler und Techniker  der ALMA Kollaboration aus aller Welt hat ALMA bereits gezeigt, dass es das höchstentwickelte Millimeter- und Submillimeter-Teleskop der Gegenwart ist, das alles andere in den Schatten stellt, was wir bisher hatten. Wir sind gespannt darauf, wie die Astronomen die volle Leistungsfähigkeit dieses unglaublichen Instruments ausschöpfen werden.&#8221;</em></p>
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		<title>Venustransit 2012 – das Jahrhundertereignis</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2012 20:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Venustransit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am frühen Morgen des 6. Juni war am Himmel ein äußerst seltenes Ereignis zu beobachten, der Venustransit. Die Venus zog fast sieben Stunden lang direkt vor der Sonnenscheibe vorüber und war als kleiner schwarzer Punkt vor dem hellen Feuerball zu sehen. Der Transit begann um 0.09 Uhr MESZ, wobei die Venus sich mit einer Geschwindigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am frühen Morgen des 6. Juni war am Himmel ein äußerst seltenes Ereignis zu beobachten, der <a title="NASA Webseite" href="http://venustransit.nasa.gov/2012/transit/index.php" target="_blank">Venustransit</a>. Die Venus zog fast sieben Stunden lang direkt vor der Sonnenscheibe vorüber und war als kleiner schwarzer Punkt vor dem hellen Feuerball zu sehen.<br />
Der Transit begann um 0.09 Uhr MESZ, wobei die Venus sich mit einer Geschwindigkeit von vier Bogenminuten pro Stunde über die Sonnenscheibe hinweg bewegte. Um 6.37 Uhr MESZ hatte die Venus wieder den Sonnenrand erreicht und war bis 6.55 Uhr MESZ ganz von der Sonnenscheibe verschwunden.<br />
Von Mitteleuropa aus ließ sich dieser Venustransit allerdings nur in seiner Schlussphase beobachten, da die Sonne hier erst knapp zwei Stunden vor Ende des Transits aufging.<br />
Nicht nur von der Erde aus, auch aus dem Weltall wurde der Transit mit zahlreichen Satelliten, insbesondere den Sonnensonden von NASA und ESA und von der Internationalen Raumstation ISS aus beobachtet.</p>
<div class="paright"><div class="postimgr"><a title="Aufnahme des Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA, auf der die Venus als kleiner dunkler Punkt vor dem Sonnenball bei ihrem Transit am 6. Juni zu beobachten ist. (Quelle: NASA/SDO, AIA)" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2012/06/venustransit-big.jpg" alt="big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2012/06/venustransit-thumb.jpg" alt="small" /></a><div class="postimgcapt">Venustransit 2012</div></div></div>
<p>Wer diesen Venustransit nicht beobachten konnte, wird keine weitere Chance erhalten, ein solches Ereignis einmal in seinem Leben zu sehen. Der letzte Transit fand zwar vor acht Jahren 2004 statt, der nächste wird sich allerdings erst in 105,5 Jahren ereignen.<br />
Zwischen den einzelnen Venustransits liegen nämlich 105,5, acht, 121,5 und noch einmal acht Jahre. Danach wiederholt sich dieser 243-jährige Zyklus.</p>
<p>Aber wer diesen Transit verpasst hat, kann sich immerhin auf einen Transit des sonnennächsten Planeten Merkur freuen, der am 9. Mai 2016 über die Sonnenscheibe wandern wird.</p>
<p></br></p>

    <div class="vmoveup"></div><div class="vmoveup"></div><div class="postimgc">
<center><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/4Z9rM8ChTjY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
</center><div class="postimgcapt">Video der NASA vom Venustransit 2012, aufgenommen mit dem Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA, das seit Februar 2010 in einer fünfjährigen Mission die Sonne aus dem Weltraum untersucht.<br />
Die Aufnahmen erstrecken sich über verschiedene Wellenlängenbereiche vom extremen Ultraviolett bis zu einem Teil des sichtbaren Spektrums. (Quelle: NASA)</div></div><div class="vdist"></div><div class="vdist"></div><div class="vdist"></div>
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		<title>Crafoord Preis in Astronomie 2012 für die Entdeckung des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Crafoord Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Löcher]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwarze Löcher gehören zu den mysteriösesten Phänomenen im Universum, derart massive Objekte, dass alles in ihrer unmittelbaren Umgebung unwiederbringlich von ihnen angezogen und in sie hineingezogen wird, selbst Licht. So mysteriös und unvorstellbar diese Objekte auch sein mögen, so gehen doch mittlerweile die meisten Wissenschaftler davon aus, dass im Zentrum jeder Galaxie ein supermassives Schwarzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Geburt der Schwarzen Löcher aus Einsteins Theorie" href="http://blog.planet-br.com/?p=1656" target="_blank">Schwarze Löcher</a> gehören zu den mysteriösesten Phänomenen im Universum, derart massive Objekte, dass alles in ihrer unmittelbaren Umgebung unwiederbringlich von ihnen angezogen und in sie hineingezogen wird, selbst Licht.<br />
So mysteriös und unvorstellbar diese Objekte auch sein mögen, so gehen doch mittlerweile die meisten Wissenschaftler davon aus, dass im Zentrum jeder Galaxie ein supermassives Schwarzes Loch existiert, auch im Zentrum unserer eigenen Galaxie.<br />
Der Nachweis des supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße wird als der beste Beweis dafür angesehen, dass diese exotischen Objekte wirklich existieren. </p>
<p>Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigte diese Entdeckung am 15. Mai mit der Verleihung des <a title="Webseite der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften" href="http://www.crafoordprize.se/press/arkivpressreleases/thecrafoordprizeinmathematics2012andthecrafoordprizeinastronomy2012.5.6018c17913483dc064280001363.html" target="_blank">Crafoord Preises in Astronomie 2012</a> an <a title="Webseite von Reinhard Genzel" href="http://www.mpg.de/463069/extraterrestrische_physik_wissM1" target="_blank">Reinhard Genzel</a>, Professor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching und <a title="Webseite von Andrea Ghez" href="http://www.astro.ucla.edu/~ghez/" target="_blank">Andrea Ghez</a>, Professorin für Physik und Astronomie an der University of California in Los Angeles, USA.<br />
Die beiden Wissenschaftler wurden „für ihre Beobachtungen der Sterne, die das galaktische Zentrum umkreisen und damit auf ein extrem massereiches Schwarzes Loch hinweisen“ gewürdigt.</p>
<p>Da Schwarze Löcher auch keine elektromagnetische Strahlung mehr entkommen lassen, kann ein Schwarzes Loch nicht direkt beobachtet werden. Man kann nur indirekt<br />
auf die Existenz eines Schwarzen Lochs schließen, indem man die Auswirkungen seiner starken Anziehungskraft auf seine direkte Umgebung untersucht.<br />
Reinhard Genzel und Andrea Ghez und ihre Kollegen verfolgten über viele Jahre hinweg die Bahnbewegungen einzelner Sterne in unserem galaktischen Zentrum.<br />
Daraus schlussfolgerten sie, dass im galaktischen Zentrum eine extrem kompakte Punktmasse existiert, die sich nicht bewegt und deren Position mit der Radioquelle Sagittarius A* übereinstimmt. Unter der Annahme der Allgemeinen Relativitätstheorie folgerten sie, dass es sich dabei um ein sehr massereiches Schwarzes Loch handeln müsse, dessen Masse sie auf rund 4.3 Millionen Sonnenmassen abschätzten.</p>
<p><strong>Fütterung des zentralen Schwarzen Lochs</strong></p>
<p>Die langjährigen Beobachtungen von Reinhard Genzel und seines Teams mit Hilfe des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte ESO hatten außerdem Ende letzten Jahres zu einer besonderen Entdeckung geführt.: Die Wissenschaftler hatten eine <a title="Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft vom 14.12.2011" href="http://www.mpg.de/4693588/schwarzes_loch_sagittarius_A?seite=1" target="_blank">Gaswolke</a> mit der rund dreifachen Masse der Erde entdeckt, die in den nächsten Jahren in das supermassive Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie stürzen und von ihm unwiederbringlich aufgesogen wird.<br />
Dies ist das erste Mal, dass man ein Objekt verfolgen kann, das bald dem Schwarzen Loch zum Opfer fallen wird. Die Gaswolke bewegt sich immer schneller in Richtung der Radioquelle Sagittarius A* und wird dabei durch die extreme Gravitationskraft des Schwarzen Lochs in die Länge gezogen, was man bereits beobachten kann. </p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<title>Jahreseinstieg mit dem Sternschnuppenstrom der Quadrantiden</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=3182</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 02:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Meteore]]></category>
		<category><![CDATA[Quantaniden]]></category>

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		<description><![CDATA[Frühaufsteher sollten heute zwischen 06:00 Uhr und 06:30 Uhr in den Himmel blicken. Dann ist es wieder soweit. Wieder einmal wird ein Sternschnuppenstrom zu beobachten sein, diesmal zwar ein weniger bekannter, aber dennoch einer der stärksten des Jahres. Das neue Jahr beginnt mit dem Meteorstrom der Quadrantiden, der heute Morgen sein Maximum erreicht. Die Perseiden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frühaufsteher sollten heute zwischen 06:00 Uhr und 06:30 Uhr in den Himmel blicken.<br />
Dann ist es wieder soweit. Wieder einmal wird ein Sternschnuppenstrom zu beobachten sein, diesmal zwar ein weniger bekannter, aber dennoch einer der stärksten des Jahres.<br />
Das neue Jahr beginnt mit dem Meteorstrom der Quadrantiden, der heute Morgen sein Maximum erreicht.<br />
Die  <a title="Sternschnuppenstrom der Perseiden" href=" http://blog.planet-br.com/?p=3098" target="_blank">Perseiden</a>, die Leoniden und auch die Geminiden sind einem sicher noch bekannt.<br />
Aber von den Quadrantiden haben weitaus weniger schon einmal gehört.<br />
Diese Sternschnuppen sind nach einem Sternbild benannt, das in modernen Sternkarten nicht mehr auftaucht, das Sternbild Mauerquadrant (lat.: Quadrans Muralis).<br />
Der Radiant, der Punkt am Himmel, von dem die Sternschnuppen scheinbar ausgehen, liegt in diesem Sternbild, das ursprünglich zwischen den Sternbildern Drache und Bärenhüter (Bootes) lag, zwischenzeitlich aber in letzteres mit einbezogen wurde.</p>
<p>Die Quadrantiden weisen ein sehr kurzes, aber intensives Maximum auf, bei dem durchschnittlich 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sind, manchmal sogar bis zu 200.<br />
Allerdings nur in den Stunden um das Maximum herum ist mit einer erhöhten Sternschnuppenrate zu rechnen.<br />
Gemäß Berechnungen im Rahmen des <a title="Webseite des Internationalen Projekts für Radio Meteor Beobachtungen" href="http://www.amro-net.jp/meteor-info/01_quadra.htm" target="_blank">Internationalen Projekts für Radio Meteor Beobachtungen</a> tritt das Maximum der Quadrantiden, für das dieses Jahr um die 120 Sternschnuppen pro Stunde vorausgesagt werden, um 08:20 Uhr MEZ ein. Da es dann bereits zu hell sein wird, um überhaupt Sternschnuppen zu sehen, ist die beste Zeit der Beobachtung heute zwischen 06:00 Uhr und 06:30 Uhr MEZ.</p>
<p>Doch wo kommen die Quadrantiden her, die erstmals im Jahr 1825 beobachtet wurden?<br />
Nicht nur, dass sie nach einem Sternbild benannt sind, das nicht mehr existiert, auch ihr Ursprung war bis vor wenigen Jahren noch nicht bekannt.</p>
<p>Der Astronom <a title="Offizielle Webseite von Peter Jenniskens am Carl Sagan Center, dem SETI Institut" href=" http://leonid.arc.nasa.gov/pjenniskens.html" target="_blank">Peter Jenniskens</a>, ein Experte in Sachen Meteorschauer, identifizierte den Mutterkörper der Quadrantiden, einen Asteroiden namens 2003 EH1.<br />
Entdeckt wurde er am 6. März 2003, und seine Bahnparameter stimmen gut mit denen der Quadrantiden überein.<br />
2003 EH1 stellt das nicht mehr aktive Überbleibsel eines ehemals viel größeren Kometenkerns dar, der auseinandergefallen ist, wobei neben 2003 EH1 auch die Quadrantiden entstanden sein sollen.<br />
So wären die Sternschnuppen der Quadrantiden dann nichts anderes als die winzigen Staubpartikel, die nach dem Auseinanderbrechen des Kometen entstanden sind und seitdem die Sonne umkreisen. Am Ende ihrer langen Reise, auf der sie mit einer Geschwindigkeit von etwa 140.000 km pro Stunde unterwegs sind, dringen sie in die Erdatmosphäre ein und verglühen, rund 80 km über dem Erdboden.</p>
<p>Und hier finden Sie noch einen Artikel zum Thema in <a title="Webseite von Sky &#038; Telescope" href="http://www.skyandtelescope.com/about/pressreleases/136399178.html" target="_blank">Sky &#038; Telescope</a> mit einer Illustration zum Auffinden des Radianten der Quadrantiden.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<title>Sternschnuppenstrom der Perseiden</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=3098</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 13:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Meteore]]></category>
		<category><![CDATA[Perseiden]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es das Wetter zulässt, können Sie in den folgenden Nächten noch Sternschnuppen beobachten, aus einem der stärksten Sternschnuppenströme des Jahres und dem wohl bekanntesten aller Meteorschauer, den Perseiden. Der Sternschnuppenstrom hatte sein Maximum zwar bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. August, an dem um die 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet wurden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es das Wetter zulässt, können Sie in den folgenden Nächten noch Sternschnuppen beobachten, aus einem der stärksten Sternschnuppenströme des Jahres und dem wohl bekanntesten aller Meteorschauer, den Perseiden. </p>
<p>Der Sternschnuppenstrom hatte sein Maximum zwar bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. August, an dem um die 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet wurden.<br />
Doch dieses Jahr war die Ausbeute etwas spärlich &#8211; nur höchstens 60 pro Stunde &#8211; wegen des schlechten Wetters, und da der Zeitraum des Maximums dieses Jahr genau auf den Vollmondtermin fiel.<br />
Der Großteil der Sternschnuppen wurde vom grellen Licht des Monds überstrahlt.<br />
Aber auch um das Maximum herum können noch Sternschnuppen aus dem Strom beobachtet werden, wenn auch noch weniger pro Stunde.<br />
An der nördlichen Hemisphäre ist der Perseiden-Strom zwischen etwa dem 23. Juli und dem 24. August beobachtbar.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Radiant der Perseiden im Sternbild Perseus [Quelle: www.imo.net]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2011/08/perseids_map-big.jpg" alt="perseids_map-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2011/08/perseids_map-thumb.jpg" alt="perseids_map-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Sternbild Perseus</div>
</div>
</div>
<p>Die Perseiden sind nach dem Sternbild benannt, in dem sie auftreten. Der sog. Radiant, der Punkt der Himmelssphäre, von dem die Meteore scheinbar ausgehen, liegt im Sternbild Perseus, das nach dem griechischen Helden Perseus, dem Sohn des Zeus, benannt ist.<br />
Da die Perseiden um den 10. August herum auftreten, dem Namenstag des Märtyrers Laurentius, werden sie im Volksmund auch &#8220;Tränen des Laurentius&#8221; genannt.</p>
<p><strong>Was sind überhaupt Meteore? </strong></p>
<p>Der Name Meteor stammt aus dem Griechischen: &#8220;meteoros&#8221; bedeutet &#8220;in der Luft schwebend, in die Höhe gehoben&#8221; oder &#8220;meteoron&#8221;: &#8220;Himmelserscheinung, Lufterscheinung&#8221;.<br />
Ein Meteor bezeichnet die Lichterscheinung, die beim Eindringen kosmischer Kleinkörper, sog. Meteoriden, von nur wenigen Millimetern Größe in die Erdatmosphäre entsteht. Das Aufleuchten eines Meteors beginnt in einer Höhe zwischen 300 und 100 km. Abhängig von der Anfangsgröße der eintretenden Teilchen erlöschen Meteore meistens in Höhen von 80-30 km über dem Erdboden wieder.<br />
Tritt ein kosmisches Staubkörnchen mit hoher Geschwindigkeit – bei den Perseiden liegen mittlere Geschwindigkeiten von rund 60 km/s vor &#8211; in die obere Erdatmosphäre ein, werden durch die Zusammenstöße der Staubkörner mit den Luftmolekülen aus den Luftatomen Elektronen herausgeschlagen. Die Luftatome werden ionisiert, d. h. Elektronen und Atomkerne werden getrennt. Bei der anschließenden Wiedervereinigung, dem Wiedereinfang der Elektronen wird Energie in Form von Licht abgegeben (Rekombinationsleuchten).<br />
Bei den Zusammenstößen können auch Elektronen von Luftatomen auf höhere Energieniveaus gehoben werden. Fallen die Elektronen dann wieder auf niedrigere Energieniveaus zurück, wird die dabei freigesetzte Energie als Licht abgestrahlt.</p>
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		<title>Letzter Flug der Discovery erfolgreich beendet</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=3050</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 20:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Space Shuttle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ära der Space Shuttles, die 1981 so erfolgreich ihren Anfang nahm, geht zu Ende, noch in diesem Jahr, und damit auch die Ära der ersten wiederverwendbaren Raumfähren, der ersten Raumfähren der Geschichte, die große Satelliten sowohl in den Weltraum als auch zurück zur Erde transportieren konnten. Die Discovery absolvierte jetzt ihren letzten Flug und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ära der Space Shuttles, die 1981 so erfolgreich ihren Anfang nahm, geht zu Ende, noch in diesem Jahr, und damit auch die Ära der ersten wiederverwendbaren Raumfähren, der ersten Raumfähren der Geschichte, die große Satelliten sowohl in den Weltraum als auch zurück zur Erde transportieren konnten. </p>
<p>Die <a title="NASA Webseite zur Mission STS 133" href="http://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/shuttlemissions/sts133/launch/sts133overview.html" target="_blank">Discovery</a> absolvierte jetzt ihren letzten Flug und landete gestern um 11:57 Uhr morgens EST (Eastern Standard Time) Ortszeit wieder im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida. 13 Tage hatte sie im All verbracht.<br />
Die sechs Besatzungsmitglieder hatten u. a. den Roboter &#8220;Robonaut 2&#8243; und das neue Forschungs- und Lagermodul &#8220;Leonardo&#8221; zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.<br />
In den nächsten Monaten wird es voraussichtlich nur noch zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS geben, allerdings der anderen beiden Shuttles, die noch in Betrieb sind, der Atlantis und der Endeavour.</p>
<p>1984 wurde die Discovery auf ihre erste Mission in den Weltraum geschickt. Seitdem hat sie zahlreiche Missionen erfolgreich absolviert. Sie transportierte Satelliten in den Weltraum wie 1990 die „Ulysses“-Sonde, die die Polarregionen der Sonne untersuchte, und den Upper Atmosphere Research Satellite (UARS) 1991, brachte Module und Crewmitglieder auf die ISS und transportierte nicht zuletzt 1990 das Weltraumteleskop Hubble ins Weltall, das uns seitdem zahlreiche faszinierende Bilder von den Objekten im Universum zur Erde geschickt hat. Nach ihrem letzten Flug wird die Discovery jetzt zum Museumsstück.</p>
<p>Die Erfolgsgeschichte der Space Shuttles ist allerdings überschattet von mehreren Katastrophen. Am 28. Januar 1986 explodierte die Raumfähre &#8220;Challenger&#8221; kurz nach ihrem Start, alle sieben Besatzungsmitglieder starben.<br />
Auslöser für die Katastrophe war ein beschädigter Dichtungsring an einer der beiden Feststoffraketen, und dies obwohl der NASA die Probleme mit den Dichtungsringen schon lange zuvor bekannt waren.</p>
<p>Zwei Jahre lang flogen danach keine Shuttles mehr. Die Discovery war die erste nach der Katastrophe, die den Bann brach.<br />
Und auch nach dem zweiten Unglück eines Space Shuttle, der Columbia 2003, war es die Discovery, die erst zwei Jahre später als erstes Shuttle wieder abhob.</p>
<p>Am 1. Februar 2003 verglühte das Space Shuttle Columbia beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Die sieben Astronauten an Bord starben.<br />
Der Untersuchungsbericht der NASA zu der Katastrophe offenbarte eklatante folgenschwere Mängel, die beim Start als nicht bedenklich eingestuft worden waren.<br />
Beim Start hatte ein Stück Isolationsmaterial des Haupttanks die hitzebeständigen Kacheln am linken Flügel der Raumfähre beschädigt. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre war die Raumfähre nicht mehr vor der extremen Hitze geschützt.</p>
<p>Nun sind laut NASA nur noch maximal zwei Shuttle Flüge zur ISS geplant: Am 19. April soll die Endeavour starten, am 28. Juni die Atlantis.<br />
Danach wird die NASA zum Transport ins All auf russische Raketen angewiesen sein.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<title>Wasserfund auch am Nordpol des Monds</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 17:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem spektakulären Fund von Wasser am Südpol unseres Erdtrabanten im letzten Jahr wurde nun auch am Nordpol des Monds Wasser gefunden. Am 9. Oktober letzten Jahres waren im Cabeus-Krater am Südpol des Monds eine Centaur-Raketenstufe und die LCROSS-Sonde der NASA eingeschlagen. Die Auswertung der aufgenommenen Daten hatte einen Monat später offenbart, dass es am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem spektakulären Fund von Wasser am Südpol unseres Erdtrabanten im letzten Jahr wurde nun auch am <a title="NASA-Pressemitteilung vom 01.03.2010" href="http://www.nasa.gov/home/hqnews/2010/mar/HQ_10-055_moon_ice.html" target="_blank">Nordpol</a> des Monds Wasser gefunden.<br />
Am <a title="Rätsel des Wassers auf dem Mond bald gelöst?" href="http://blog.planet-br.com/?p=2072" target="_blank">9. Oktober</a> letzten Jahres waren im Cabeus-Krater am Südpol des Monds eine Centaur-Raketenstufe und die <a title="LCROSS Projekt Webseite" href="http://lcross.arc.nasa.gov" target="_blank">LCROSS</a>-Sonde der NASA eingeschlagen. Die <a title="Beweis für Wasser auf dem Mond" href="http://blog.planet-br.com/?p=2092" target="_blank">Auswertung</a> der aufgenommenen Daten hatte einen Monat später offenbart, dass es am Südpol auf dem Mond tatsächlich Wasservorkommen gibt.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Karte vom Nordpol des Monds aufgenommen vom Mini-SAR-Radargerät an Bord der Chandrayaan-1. Die Krater, in denen Wassereis gefunden wurde, sind mit grünen Kreisen umrandet. [Quelle: NASA]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/crater-big.jpg" alt="crater-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/crater-thumb.jpg" alt="crater-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Wasser am Mond-Nordpol</div>
</div>
</div>
<p>Der Fund von Wasser auch am nördlichen Pol des Erdtrabanten wurde mithilfe des Radargeräts &#8220;<a title="NASA-Webseite zum Mini-SAR" href="http://www.nasa.gov/mission_pages/Mini-RF/multimedia/feature_ice_like_deposits.html" target="_blank">Mini-SAR</a>&#8221; möglich, das die NASA auf der indischen Sonde &#8220;Chandrayaan-1&#8243; mit in den Weltraum entlassen hatte.<br />
Obwohl der Funkkontakt zur Sonde schon im August 2009 abgebrochen war, hatte sie zuvor noch eine Flut von Daten zur Erde gesandt, die im September die Entdeckung von Wassermolekülen und Hydroxylmolekülen in den obersten Schichten der Mondoberfläche ermöglichte. (Ein anderes Instrument an Bord der Sonde, der &#8220;Moon Mineralogy Mapper&#8221;, hatte im September eine dünne Schicht von Wassermolekülen und Hydroxylradikalen entdeckt, die den gesamten Mond bedeckt.)<br />
Nach längerer Auswertungszeit haben die Forscher auch den Daten des Mini-SAR neue Erkenntnisse entlocken können.<br />
Das Radargerät hat Hinweise auf rund 600 Millionen Tonnen Wassereis geliefert, die sich in mehr als 40 Kratern mit Durchmessern von 2 bis 15 km am Nordpol des Monds befinden.</p>
<p>Ihre neuen Ergebnisse, die noch im Fachmagazin &#8220;Geophysical Research Letters&#8221; veröffentlicht werden, präsentierten die Forscher nun schon einmal vorab auf der derzeit laufenden Lunar and Planetary Science Conference in Texas.</p>
<p>Die Möglichkeit, in der Zukunft vielleicht bemannte Stationen auf dem Mond zu errichten, scheint nach den Wasserfunden an beiden Polen der Erde zumindest in greifbarere Nähe gerückt zu sein, auch wenn der US-Präsident derzeit keine weiteren Gelder für Mondmissionen zur Verfügung stellen will.<br />
Auf jeden Fall könnten aber, so sehen es viele Wissenschaftler, die gefundenen Wasservorkommen eine menschliche Präsenz auf dem Mond grundsätzlich<br />
möglich machen. </p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Beweis für Wasser auf dem Mond</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 17:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist es raus: Es gibt tatsächlich Wasser auf dem Mond. Am 9. Oktober war eine Centaur-Raketenstufe gefolgt von der NASA-Sonde LCROSS am Südpol unseres Erdtrabanten im Cabeus-Krater eingeschlagen. Das Ereignis war von der NASA groß angelegt in den Medien angekündigt und von vielen mit Spannung erwartet worden. Als die Beobachtungen dann aber weitaus unspektakulärer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es raus: Es gibt tatsächlich Wasser auf dem Mond.<br />
Am <a title="Rätsel des Wassers auf dem Mond bald gelöst?" href="http://blog.planet-br.com/?p=2072" target="_blank">9. Oktober</a> war eine Centaur-Raketenstufe gefolgt von der NASA-Sonde <a title="LCROSS Projekt Webseite" href="http://lcross.arc.nasa.gov" target="_blank">LCROSS</a> am Südpol unseres Erdtrabanten im Cabeus-Krater eingeschlagen. Das Ereignis war von der NASA groß angelegt in den Medien angekündigt und von vielen mit Spannung erwartet worden. Als die Beobachtungen dann aber weitaus unspektakulärer ausfielen als erwartet, hielten sich die NASA-Forscher wochenlang bedeckt, was die Ergebnisse der Mission anging.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Das von der NASA im Sichtbaren aufgenommene Bild zeigt, wenn auch etwas undeutlich, die durch den Aufprall aufgeworfene Staubwolke ca. 20 Sekunden nach dem Einschlag. [Quelle: NASA]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/11/impact-big.jpg" alt="impact-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/11/impact-thumb.jpg" alt="impact-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Staubwolke nach Einschlag</div>
</div>
</div>
<p>In einer <a title="Video der Pressekonferenz auf Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=5xVlBa6YKH4" target="_blank">Pressekonferenz</a> haben sich die Wissenschaftler gestern mit ihren Ergebnissen zu Wort gemeldet.<br />
Die Auswertung der größeren Mengen Mondstaub, die durch die Zusammenstöße aufgewirbelt wurden, hat den entscheidenden Beweis geliefert. Es ist sicher: Auf dem Mond existiert Wasser.<br />
In der Staubwolke haben die Messinstrumente der NASA-Forscher Wasser nachgewiesen.</p>
<p>Wie es auf der <a title="NASA Pressemitteilung vom 13.11.2009" href="http://www.nasa.gov/mission_pages/LCROSS/main/prelim_water_results.html" target="_blank">NASA-Seite</a> zur LCROSS-Mission heißt, produzierte der Aufprall der Centaur-Raketenstufe auf der Mondoberfläche den Auswurf von zwei Arten von Material, zum einen eine Fontäne aus Wasserdampf und feinem Staub und zum anderen schwereres Material, das unter einem niedrigeren Winkel aus dem Krater aufgewirbelt wurde, Materie, die seit Milliarden von Jahren kein Sonnenlicht gesehen hat.<br />
Tief im Cabeus-Krater bei Temperaturen von minus 240 Grad Celsius befindet sich Wasser daher nur in seinem festen Aggregatszustand, in der Form von Eis.<br />
Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass sowohl in der hohen aufgewirbelten Staubwolke als auch in den Trümmern, die bei den Detonationen entstanden, Wasser vorhanden war.<br />
Laut NASA handelt es sich bei dem Fund nicht nur um einzelne Wassermoleküle, sondern sogar um größere Wassermengen, wobei die Konzentration und die Verteilung des Wassers allerdings noch weiter analysiert werden müssten. Auch die Hinweise auf andere Substanzen müssten noch genauer untersucht werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Karte des Mond-Südpols mit dem Cabeus-Krater, der Region des Einschlags der Raketenstufe und der LCROSS-Sonde. [Quelle: NASA]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/11/cabeus-map-big.jpg" alt="cabeus-map-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/11/cabeus-map-thumb.jpg" alt="cabeus-map-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Karte des Südpols</div>
</div>
</div>
<p>Werden Atome oder Moleküle angeregt, emittieren sie elektromagnetische Wellen einer bestimmten Wellenlänge, die von Spektrometern aufgezeichnet werden können.<br />
Die Wissenschaftler verglichen die Spektren, die von der LCROSS-Sonde bzw. seinem Infrarot-Spektrometer aufgenommen worden waren, mit denen, die man von Wasser und anderen Molekülen im nahen infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums kennt. Die Ergebnisse ließen ihrer Einschätzung nach keine andere Möglichkeit zu, als dass es sich bei den gefundenen Molekülen um Wassermoleküle handeln muss.<br />
Außerdem führten sie eine gemessene Emission im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums auf das Vorhandensein von Hydroxyl zurück, welches entsteht, wenn Wasser von Sonnenlicht aufgespalten wird.</p>
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		<title>Rätsel des Wassers auf dem Mond bald gelöst?</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 20:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur die Landung auf dem Mond hat dieses Jahr ihr Jubiläum gefeiert, nun könnte passend zum 40jährigen Jubiläum neue Geschichte geschrieben werden. Der Fund von Wasser auf unserem nahen und doch so unerforschten Erdtrabanten könnte den Weg ebnen für zukünftige bemannte Mondmissionen, vielleicht sogar eine bemannte Mondstation, denn heute um 13:31:19 Uhr MESZ schlug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur die Landung auf dem Mond hat dieses Jahr ihr Jubiläum gefeiert, nun könnte passend zum 40jährigen Jubiläum neue Geschichte geschrieben werden.<br />
Der Fund von Wasser auf unserem nahen und doch so unerforschten Erdtrabanten könnte den Weg ebnen für zukünftige bemannte Mondmissionen, vielleicht sogar<br />
eine bemannte Mondstation, denn <a title="NASA Webseite" href=" http://www.nasa.gov/centers/ames/news/releases/2009/09-131AR.html" target="_blank">heute</a> um 13:31:19 Uhr MESZ schlug eine Centaur-Raketenstufe auf dem Südpol des Monds ein, gefolgt von der NASA-Sonde <a title="LCROSS Projekt Webseite" href=" http://lcross.arc.nasa.gov" target="_blank">LCROSS</a> (Lunar CRater Observation and Sensing Satellite) nur vier Minuten später. Ziel war der Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols, der sich bei etwa 80 Grad Süd und 40 Grad West auf der Mondvorderseite befindet.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Künstlerische Darstellung der oberen Centaur-Raketenstufe, die sich mit der angebrachten LCROSS-Sonde dem Südpol des Monds nähert. [Quelle: NASA/ Roger Arno]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/centaur_lcross_big.jpg" alt="centaur_lcross_big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/centaur_lcross_thumb.jpg" alt="centaur_lcross_thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">LCROSS und Raketenstufe<br />noch vereint.</div>
</div>
</div>
<p>Am <a title="NASA Webseite" href=" http://www.nasa.gov/mission_pages/LCROSS/overview/index.html" target="_blank">18. Juni</a> war die NASA-Sonde LCROSS zusammen mit der Mondsonde <a title="NASA Webseite" href=" http://www.nasa.gov/mission_pages/LRO/overview/index.html" target="_blank">LRO</a> (Lunar Reconnaissance Orbiter) an Bord einer Atlas V Rakete in den Weltraum geschossen worden. Fünf Tage später wurde sie zusammen mit der oberen Centaur-Stufe der Rakete abgestoßen, um nach Wasser in den oberen Schichten der Mondkruste zu fahnden.<br />
Heute haben sich wenige Stunden vor dem Zusammenstoß mit der Mondoberfläche auch LCROSS und die Raketenstufe voneinander getrennt.<br />
Zunächst schlug die Raketenstufe im Cabeus-Krater am Südpol auf der Mondoberfläche ein. Sie sollte genügend Staub aufwirbeln, der von der nur wenige Minuten später einschlagenden LCROSS-Sonde und der sich in sicherem Abstand befindenden LRO-Sonde analysiert werden soll.</p>
<p>So spektakulär wie von der NASA erhofft, ist der Aufschlag allerdings nicht ausgefallen. Als die rund zwei Tonnen schwere Raketenstufe heute mit einer Geschwindigkeit von 9000 Kilometern pro Stunde auf die Mondoberfläche am Südpol aufschlug, leuchtete wider Erwarten kein Blitz auf, von Beobachtern an zahlreichen Teleskopen auf der Erde, die das Ereignis mit Spannung erwartet hatten, wurde auch keine große Staubfontäne bemerkt. Die NASA hatte erwartet, dass bei dem Einschlag ein Krater mit einem Durchmesser von ungefähr 20 Metern und einer Tiefe von circa fünf Metern entstehen und beim Aufprall eine kilometerhohe Fontäne aus knapp 400 Tonnen Mondstaub und Geröll aufgewirbelt würde.<br />
LCROSS sollte diese Staubwolke durchfliegen und mit seinen Messinstrumenten an Bord während der Detonation wichtige Daten sammeln und zur Erde senden, bevor sie selber auf dem Mond einschlug und ihr Ende einläutete.</p>
<p>Wie <a title="Nature Webseite" href=" http://www.nature.com/news/2009/091009/full/news.2009.995.html?s=news_rss" target=“_blank">Nature</a> berichtet, konnten Wissenschaftler der LCROSS-Mission über die Mittel-Infrarot-Kamera an Bord der Sonde einen Blitz im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufnehmen. Sie konnten auch einen Krater von etwa 20 m Breite beobachten.</p>
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		<title>Riesiger Saturnring entdeckt</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=1035</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 22:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die NASA am 6. Oktober auf ihrer Webseite verkündete, haben Forscher mit dem Spitzer Space Teleskop einen gewaltigen bisher unbekannten Ring um den Planeten Saturn entdeckt, der sich über Millionen km in den Weltraum erstreckt. Dieser Ring, in dessen Volumen die Erde etwa eine Milliarde Mal hineinpassen würde wie vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a title="NASA news vom 06.10.09" href="http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2009-150" target="_blank">NASA</a> am 6. Oktober auf ihrer Webseite verkündete, haben Forscher mit dem Spitzer Space Teleskop einen gewaltigen bisher unbekannten Ring um den Planeten Saturn entdeckt, der sich über Millionen km in den Weltraum erstreckt.<br />
Dieser Ring, in dessen Volumen die Erde etwa eine Milliarde Mal hineinpassen würde wie vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA angegeben, stellt nun bei Weitem den größten aller Saturnringe dar.<br />
Sein Durchmesser entspräche der Ausdehnung von 300 aneinandergereihten Saturnplaneten, die Dicke des Rings macht immerhin etwa 20mal den Saturndurchmesser von 120.660 km aus.
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/artistview-large1.jpg"  rel="lightbox" title="Künstlerische Darstellung des gewaltigen neu entdeckten Rings um den Saturn. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Keck]"><img height="240" width="300" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/artistview2.jpg" title="Der neu entdeckte Saturnring"/></a>
<div class="postimgcapt">Künstlerische Darstellung<br />des gewaltigen neu entdeckten Rings um den Saturn.<br />[Quelle: NASA/JPL-Caltech/Keck]</div>
</div>
</div>
<p> Bisher war der Saturnring mit dem größten Durchmesser der sog. E-Ring, der sich in einer Entfernung von 180.990 km vom Saturn befindet (und sich bis in eine Entfernung von etwa 483.000 km ausdehnt).<br />
Wie die NASA berichtet, beginnt das Ringmaterial des neu entdeckten Exemplars aber erst etwa 6 Millionen km außerhalb des Planeten und dehnt sich nach außen um weitere 12 Millionen km aus.<br />
Wesentlich dicker und breiter als alle anderen <a title="NASA Webseite" href="http://solarsystem.nasa.gov/planets/profile.cfm?Object=Saturn&#038;Display=Rings" target="_blank">Saturnringe</a>, die sich viel näher am Planeten befinden, so ist auch die Bahnebene des neu entdeckten Rings gegenüber den anderen Saturnringen um 27 Grad geneigt.<br />
<br />
„Es handelt sich um einen überdimensional großen Ring“, wird die Astronomin Anne Verbiscer der Universität von Virginia, Charlottesville vom JPL zitiert.<br />
Wenn man ihn von der Erde aus sehen könnte, dann würde sein Durchmesser &#8220;am Himmel zwei ganze Vollmonde“ ausmachen.<br />
Zusammen mit Douglas Hamilton von der  Universität Maryland, College Park und Michael Skrutskie von der Universität Virginia, Charlottesville hat Anne Verbiscer am 7. Oktober diese Entdeckung in einem <a title="NASA news vom 06.10.09" href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature08515.html" target="_blank">Paper</a> im Nature Journal veröffentlicht.</p>
<p>Zur Beobachtung des Rings verwendeten die Wissenschaftler die langwellige Infrarotkamera des <a title="Webseite Spitzer Space Telescope" href="http://www.spitzer.caltech.edu" target="_blank">Spitzer Space Teleskops</a>, das 2003 in den Weltraum entlassen wurde und zur Zeit in 107 Millionen km Entfernung von der Erde um die Sonne kreist.</p>
<p>Einer von Saturns <a title="NASA Webseite" href="http://solarsystem.nasa.gov/planets/profile.cfm?Object=Saturn&#038;Display=Moons" target="_blank">Monden</a>, Phoebe, kreist innerhalb dieses wahnwitzig großen Rings und ist möglicherweise auch für seinen Ursprung verantwortlich bzw. das Material, aus dem er besteht.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/extends-large1.jpg" rel="lightbox" title="Illustration zur Veranschaulichung der Ausdehnung des Rings und der Positionen der Monde. [Quelle: NASA/JPL-Caltech]"><img height="240" width="300" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/extends.jpg" title="Der neue Saturnring und die Monde"/></a>
<div class="postimgcapt">Illustration zur Veranschaulichung<br />der Ausdehnung des Rings und der Positionen der Monde.<br />[Quelle: NASA/JPL-Caltech]</div>
</div>
</div>
<p> Denn die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sämtliche der mehreren Tausend Saturnringe aus Material von Kometen, Asteroiden oder eben Monden stammen, die auseinanderbrachen oder zum Teil zertrümmert wurden, bevor sie den Planeten erreichen konnten.<br />
Der neue Ring besteht aus einer dünn besetzten Schicht aus Eis- und Staubteilchen. Aufgrund der sehr niedrigen Teilchendichte wird von ihm nur sehr wenig Licht reflektiert, wodurch er wohl bisher noch nicht entdeckt wurde. „Die Teilchen sind so weit voneinander entfernt, dass man es nicht mal bemerken würde, wenn man sich innerhalb des Rings befände,“ so Verbiscer laut JPL.<br /> <br />
Aber mit der Kamera des Spitzer-Teleskops wurde die Beobachtung des Rings nun möglich. Kühle Objekte senden Infrarot- und Wärmestrahlung aus. Das Ringmaterial ist mit minus 193 Grad Celsius zwar extrem kalt. Wie die Forscher angaben, würde es aber trotzdem Wärmestrahlung abgeben, die vom Spitzer Teleskop gemessen werden konnte.</p>
<p>Die Entdeckung des Rings könnte außerdem ein jahrhundertealtes Rätsel einer der Saturnmonde lösen, nämlich des Mondes Iapetus.
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/iapetus-large1.jpg"  rel="lightbox" title="Der Saturnmond Iapetus mit seiner hellen und dunklen Seite. [Quelle: NASA/JPL/Space Science Institute]"><img height="200" width="200" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/iapetus.jpg" title="Iapetus"/></a>
<div class="postimgcapt">Der Saturnmond Iapetus<br /> mit seiner hellen und dunklen Seite.<br />[Quelle: NASA/JPL/Space Science Institute]</div>
</div>
</div>
<p>Dieser Saturnmond besitzt ein sehr merkwürdiges Aussehen. Eine Seite des Monds ist sehr dunkel, die andere Hemisphäre dagegen extrem hell. Die dunkle Seite des Mondes wird auch Cassini Regio genannt nach Giovanni Cassini, der den Mond als erster 1671 beobachtete und seine dunkle Seite entdeckte.</p>
<p>Die Erklärung für dieses Phänomen könnte nun folgende sein: Der neue Ring kreist in derselben Richtung wie Phoebe um den Saturn, während Iapetus, die anderen Ringe und die meisten der Saturnmonde in entgegengesetzter Richtung kreisen. Laut Aussage der Wissenschaftler würde sich ein Großteil des dunklen und staubigen Materials des äußeren Rings nach innen Richtung Iapetus bewegen und dort auf diesen herunterknallen bzw. aufschlagen.<br />
Doch wie auf der Webseite von <a title="Nature Artikel vom 07.10.09" href="http://www.nature.com/news/2009/091007/full/news.2009.979.html" target="_blank">Nature</a> berichtet wird, hätte das Forscherteam es noch nicht geschafft, die Struktur und Zusammensetzung des Rings genau zu bestimmen, um diese Hypothese tatsächlich zu bestätigen.</p>
<p>Weitere Beobachtungsergebnisse und Erkenntnisse in dieser Richtung könnte wohl auch das zukünftige für den Infrarotbereich optimierte James Webb Space Telescope bieten, wenn es 2014, wovon die Forscher ausgehen, in den Weltraum entlassen wird.</p>
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