<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.planet-br.com &#187; Umwelt</title>
	<atom:link href="http://blog.planet-br.com/?cat=21&#038;feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.planet-br.com</link>
	<description>planet-BR's Wissenschafts-Blog</description>
	<lastBuildDate>Sun, 12 Aug 2018 14:02:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>UN-Klimakonferenz in Bonn ohne Fortschritte</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=3079</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=3079#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 10:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=3079</guid>
		<description><![CDATA[Vom 6. bis zum 17. Juni waren Regierungsvertreter aus aller Welt zu einer weiteren UN-Klimakonferenz in Bonn zusammengekommen zur Vorbereitung des diesjährigen Weltklimagipfels Ende des Jahres im südafrikanischen Durban. Doch auch diese Konferenz ist dem erklärten Ziel, der globalen Erwärmung und ihren Konsequenzen effektiv entgegenzuwirken, kein Stück näher gekommen, eher im Gegenteil. Das Kyoto-Protokoll, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 6. bis zum 17. Juni waren Regierungsvertreter aus aller Welt zu einer weiteren <a title="Webseite UNFCCC" href="http://unfccc.int/2860.php" target="_blank">UN-Klimakonferenz</a> in Bonn zusammengekommen zur Vorbereitung des diesjährigen Weltklimagipfels Ende des Jahres im südafrikanischen Durban.<br />
Doch auch diese Konferenz ist dem erklärten Ziel, der globalen Erwärmung und ihren Konsequenzen effektiv entgegenzuwirken, kein Stück näher gekommen, eher im Gegenteil.<br />
Das Kyoto-Protokoll, das bisher einzige verbindliche internationale Abkommen zur Eindämmung der weltweiten Treibhausgasemissionen, läuft Ende 2012 aus. Damit der Klimaschutz danach nicht ins Leere läuft, muss ein für alle Staaten verbindliches Nachfolgeabkommen verabschiedet werden. Davon ist die Staatengemeinschaft allerdings weit entfernt, obwohl äußerste Dringlichkeit in der Sache geboten ist.<br />
Dies wurde erst kürzlich von der Internationalen Energieagentur IEA und dem Weltklimarat bestätigt.<br />
Laut Angaben der IEA stiegen im Jahr 2010 die CO2-Emissionen auf einen neuen Rekordwert an, geschätzte 30,6 Gigatonnen. Es sei nahezu unmöglich, den allgemein akzeptierten Grenzwert einer globalen Erwärmung um 2 Grad Celsius (gegenüber vorindustriellem Niveau), der laut Forschermeinung nicht überschritten werden darf, wenn unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels vermieden werden sollen, noch einzuhalten.<br />
Die auf der vorletzten Weltklimakonferenz in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> im Rahmen des sog. &#8220;Copenhagen Accord&#8221; unverbindlich angegebenen CO2-Reduktionsemissionsziele der Länder würden laut IEA, selbst wenn sie stringent umgesetzt würden, nicht annähernd ausreichen, das 2 Grad-Ziel noch einzuhalten. Und auf dem Weltklimagipfel im letzten Dezember in <a title="Weltklimakonferenz in Cancún" href="http://blog.planet-br.com/?p=2947" target="_blank">Cancún</a> war die Staatengemeinschaft zwar offiziell übereingekommen, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Es blieb aber offen, wie hoch die CO2-Emissionsreduktionen der einzelnen Länder ausfallen müssten, um dieses Ziel zu erreichen.  </p>
<p>Auch bei den <a title="Webseite Info-Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz" href="http://www.co2-handel.de/article388_16577.html" target="_blank">Verhandlungen</a> in Bonn hat sich nichts wesentlich Neues ergeben.<br />
Nach diesen Verhandlungen scheint das Zustandekommen eines neuen rechtsverbindlichen internationalen Klimavertrags im Anschluss an das Kyoto-Protokoll weiterhin mehr als fraglich.<br />
Andererseits gibt es immer noch Streitigkeiten darüber, ob das Kyoto-Protokoll weitergeführt werden soll, ob zentrale Elemente daraus in ein neues Klimaabkommen überführt werden sollen oder ob ein gänzlich neues Klimaabkommen an seine Stelle treten soll.<br />
Würde etwa wie von einigen Staaten gefordert, das Kyoto-Protokoll in der ein oder anderen Art weitergeführt, wären die USA, die es bisher nicht ratifiziert haben, und Länder wie Russland, Japan und Kanada, die ein Fortbestehen des Kyoto-Protokolls ablehnen, nicht mehr bei der Stange zu halten.<br />
Deren Mitwirkung im Kampf gegen den Klimawandel ist aber absolut notwendig, da sie mehr als 80% der weltweiten Treibhausgas-Emissionen produzieren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=3079</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klimakonferenz in Bangkok – Vertagen bis zum Untergang</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=3061</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=3061#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 22:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=3061</guid>
		<description><![CDATA[Vom 3. bis 8. April fand erneut eine UN-Klimakonferenz nach dem weitestgehend gescheiterten Weltklimagipfel im Dezember letzten Jahres statt, und zwar in Bangkok. Die Presseerklärung zur Konferenz spricht für sich. Wieder einmal hat eine Klimakonferenz nichts Neues gebracht, auch wenn die Verantwort-lichen es letztlich wieder als Erfolg verkaufen wollen. Ein Erfolg in Sachen &#8220;Kampf gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 3. bis 8. April fand erneut eine UN-Klimakonferenz nach dem weitestgehend gescheiterten <a title="Seit Jahrzehnten fünf vor zwölf und immer noch kein Ende - Welklimakonferenz in Cancun" href="http://blog.planet-br.com/?p=2947" target="_blank">Weltklimagipfel</a> im Dezember letzten Jahres statt, und zwar in Bangkok.<br />
Die <a title="UNFCCC Presseerklärung vom 08.04.2011" href="http://unfccc.int/files/press/press_releases_advisories/application/pdf/pr20110408bkk_close.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> zur Konferenz spricht für sich.</p>
<p>Wieder einmal hat eine Klimakonferenz nichts Neues gebracht, auch wenn die Verantwort-lichen es letztlich wieder als Erfolg verkaufen wollen.<br />
Ein Erfolg in Sachen &#8220;Kampf gegen den Klimawandel&#8221; sieht anders aus. Um das Zwei-Grad-Ziel noch halten zu können, die globale Temperaturerhöhung, die laut Expertenmeinung nicht überschritten werden darf, um unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern, wären ambitionierte Maßnahmen der Staatengemeinschaft vonnöten. Diese lassen aber nach wie vor auf sich warten.<br />
Die angestrebten Zielmarken der Länder, was die Reduktion ihrer Kohlendioxidemissionen anbetrifft, reichen hierzu nach wie vor nicht aus.<br />
Es bleibt alles wie gehabt. Konkrete Entscheidungen werden aufgeschoben bis zur nächsten Klimakonferenz, die in Bonn vom 6. bis zum 17. Juni stattfinden wird.<br />
Immer noch streiten die Länder darüber, wie der Klimaschutz nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 weitergehen soll, anstatt endlich ein verbindliches Nachfolgeabkommen zu verabschieden.<br />
Laut dpa äußerte die deutsche Verhandlungsführerin Nicole Wilke:<br />
&#8220;Die Staaten haben sich auf ein Arbeitsprogramm geeinigt für Bonn, das weiterleben wird bis Durban.&#8221; (In Durban in Südafrika wird die nächste Weltklimakonferenz stattfinden.)<br />
Wenn ein Arbeitsplan für die nächste Klimakonferenz alles ist, was die Staatengemeinschaft in Sachen Klimaschutz in gut einer Woche Verhandlung bewerkstelligt, dann gute Nacht!<br />
Solche Worte sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der ernsthaft den Kampf gegen den Klimawandel betreiben will und noch glaubt, dass dies möglich ist.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=3061</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seit Jahrzehnten fünf vor zwölf  und immer noch kein Ende &#8211; Weltklimakonferenz in Canc&#250;n</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2947</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2947#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 00:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2947</guid>
		<description><![CDATA[Vom 29. November bis 10. Dezember tagten im mexikanischen Canc&#250;n Delegierte aus 194 Ländern, sowie Industrievertreter, Klimaschützer und Wissenschaftler. Was brachte die diesjährige Weltklimakonferenz ? Nach der gescheiterten Weltklimakonferenz in Kopenhagen im letzten Jahr, auf der eigentlich ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet werden sollte, die dann jedoch zum Desaster wurde, war aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 29. November bis 10. Dezember tagten im mexikanischen Canc&uacute;n Delegierte aus 194 Ländern, sowie Industrievertreter, Klimaschützer und Wissenschaftler.<br />
Was brachte die diesjährige <a title="Webseite UNFCCC" href="http://unfccc.int/2860.php" target="_blank"> Weltklimakonferenz</a> ?<br />
Nach der gescheiterten Weltklimakonferenz in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> im letzten Jahr, auf der eigentlich ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet werden sollte, die dann jedoch zum Desaster wurde, war aller Schwung aus den internationalen Klimaverhandlungen verschwunden.<br />
Komplette Ernüchterung war geblieben und kaum noch Hoffnung, den Klimawandel überhaupt noch eindämmen zu können.<br />
Daran hat sich nicht viel geändert.</p>
<p>Leider fehlten auch dieses Jahr wieder konkrete Beschlüsse, geschweigedenn die Verabschiedung eines verbindlichen neuen Abkommens als Folgabkommen zum Kyoto-Protokoll. Von einem Erfolg kann man kaum sprechen, auch wenn es vielerorts so beschworen wird.<br />
Die freiwilligen Zusagen bezüglich möglicher Kohlendioxidemissionsreduktionen, die die Industrieländer letztes Jahr in Kopenhagen machten, wurden lediglich &#8220;zur Kenntnis genommen&#8221;. Sie sind rechtlich nicht bindend, wieder einmal nicht.<br />
Die Staatengemeinschaft hat sich lediglich auf Schritte zu einem neuen Klimaabkommen<br />
zur Reduzierung der weltweiten Kohlendioxidemissionen geeinigt und darauf, dass sich alle 194 Staaten anstrengen sollten, den globalen Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.<br />
Doch wie dies konkret geschehen soll, bleibt offen.<br />
Zwar haben die Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls beschlossen, die Verhandlungen intensiv fortzuführen, damit nach dessen Auslaufen 2012 keine Leerzeit entsteht, doch wie und wann ein solches Folgeabkommen verabschiedet werden soll, wird wieder einmal vertagt auf die nächste Weltklimakonferenz im kommenden Jahr. </p>
<p>So heißt es in der <a title="Abschlusserklärung zur Weltklimakonferenz" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_16/application/pdf/cop16_lca.pdf" target="_blank">Abschlusserklärung</a> der Konferenz bereits im ersten Satz: &#8220;&#8230; Nichts in dieser Entscheidung soll die Aussichten auf und den Inhalt eines rechtlich verbindlichen Ergebnisses in der Zukunft vorwegnehmen.&#8221; Und im selben Satz heißt es auch: &#8220;Durch diesen Beschluss sind noch nicht alle Aspekte der Arbeit abgeschlossen.&#8221;<br />
Diese Worte sprechen alleine schon für sich und die mehr als vagen &#8220;Beschlüsse&#8221;.</p>
<p>Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, ist schnelles Handeln geboten. Doch davor scheuen sich die Länder der Welt nach wie vor.<br />
Vertagen und noch einmal vertagen ist die Devise.<br />
Aber der Klimawandel lässt kein Vertagen zu.<br />
Wir können es uns nicht leisten, noch weiter zu warten, bis wir das Problem ernsthaft angehen.<br />
Sollte es bei den vagen &#8220;Beschlüssen&#8221; von Canc&uacute;n bleiben, wird die globale Temperatur um weitaus mehr als nur zwei Grad ansteigen.<br />
Doch dies ist die Grenze, bis zu der man glaubt &#8211; sowie auch die Forschergemeinschaft insgesamt -, unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels noch vermeiden zu können.</p>
<p>Wenn wir einfach abwarten, bis uns die Klimakrise zur Veränderung zwingt, dann müssen wir uns auf das Schlimmste vorbereiten.<br />
Dann werden wir einfach nur noch auf eine Krise nach der anderen reagieren können, bis es unweigerlich zur Katastrophe kommt, ohne dass wir noch effektiv gegensteuern können.<br />
Können wir den Wettlauf gegen die Zeit überhaupt noch gewinnen?</p>
<p>So sind die Worte des bolivianischen UN-Botschafters Pablo Sol&oacute;n auf dem Klimagipfel, dessen Land als Einziges das Ergebnis des Gipfels nicht akzeptiert hat, nicht von der Hand zu weisen.<br />
Die Beschlüsse von Canc&uacute;n würden nicht ausreichen, sondern sie würden dazu führen, dass sich die Erde nicht nur um zwei, sondern um vier Grad erwärme. Das sei &#8220;Völkermord&#8221;, ein sog. &#8220;Ökozid&#8221;, ein Wort, das der Präsident Boliviens Evo Morales geprägt hatte.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2947</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ölkatastrophe im Golf von Mexiko &#8211; Operation am offenen Herzen</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2998</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2998#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 17:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ölkatastrophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2998</guid>
		<description><![CDATA[Das Ausmaß der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist mit normalem Verstand kaum zu erfassen. Inzwischen ist klar, dass die Ölkatastrophe das größte Umweltdesaster dieser Art ist. Zugleich läßt die Ölpest im Golf von Mexiko aber auch erahnen, was in anderen Teilen der Welt jederzeit passieren kann. Denn weltweit bohren die Erdölfirmen in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ausmaß der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist mit normalem Verstand kaum zu erfassen. Inzwischen ist klar, dass die Ölkatastrophe das größte Umweltdesaster dieser Art ist.<br />
Zugleich läßt die Ölpest im Golf von Mexiko aber auch erahnen, was in anderen Teilen der Welt jederzeit passieren kann.<br />
Denn weltweit bohren die Erdölfirmen in der Tiefsee nach dem schwarzen Gold, und zwar immer tiefer, immer riskanter. Dass die Tiefseebohrungen aber mit immensen unwägbaren Risiken für die Umwelt und Tierwelt verbunden sind, wird jetzt im Golf von Mexiko offenbar.</p>
<p>Am 20. April 2010 kam es im Golf von Mexiko vor der Küste Louisianas auf der Ölplattform &#8220;Deepwater Horizon&#8221; zu einer Explosion, in deren Folge elf Menschen starben.<br />
Schließlich versank die brennende Plattform im Meer. Seitdem flossen jeden Tag Millionen Liter Erdöl aus dem Bohrloch am Meeresgrund in rund 1500 Metern Tiefe in den Golf von Mexiko.<br />
Laut aktueller Zahlen von US-Wissenschaftlern sind innerhalb von drei Monaten bis zur provisorischen Abdichtung des Lecks Mitte Juli rund 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen (entsprechend 4,9 Millionen Barrel bzw. 670.000 Tonnen, 1 Barrel sind 159 Liter).<br />
BP hatte zunächst und immer wieder die genaue Menge an auslaufendem Öl verschwiegen und immer nur dann die Zahlen nach oben korrigiert, wenn dem Unternehmen diese quasi auf den Kopf zugesagt wurden.<br />
Der Ölteppich bedeckt mittlerweile weite Teile des Golfs von Mexiko und hat zahlreiche Küstenregionen und Ökosysteme verseucht.<br />
Besonders dramatisch sind die Folgen für Tiere und Pflanzen. Tausende von Tieren sind bereits qualvoll gestorben. Doch was sich unter der Meeresoberfläche abspielen muss, welche verheerenden Folgen dies für Dutzende Walarten, Meeresschildkröten und Abertausende weiterer Organismen hat und noch haben wird, kann man kaum ermessen.<br />
Die dramatischen Bilder von ölverschmierten Pelikanen, Schildkröten und anderen Tieren sind erschütternd und sprechen für sich.<br />
Außerdem ist eins der größten Kaltwasserkorallenriffe im Golf von Mexiko durch die Ölpest massiv bedroht, das sich nur rund 32 km entfernt vom leckgeschlagenen Bohrloch befindet. Es erstreckt sich in fast 400 m Tiefe über eine Fläche von mehreren Fußballfeldern und beherbergt eine Vielzahl von verschiedenen Lebewesen.<br />
Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und Umweltschützern und eines ausgesprochenen Verbots der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA hat BP außerdem Millionen Liter giftiger Chemikalien zur vermeintlichen Auflösung des Öls und zur Fernhaltung des Öls von den Küsten ins Meer eingebracht.<br />
Deren Einfluss auf die Meereslebewesen ist auch kaum einschätzbar.</p>
<p><strong>Operation am offenen Herzen mit einer Brechstange</strong></p>
<p>Es ist doch mehr als verwunderlich und muss es für jedermann sein, dass BP trotz modernster Technik nicht in der Lage war und ist, ein einfaches Bohrloch am Meeresgrund zu stopfen.<br />
Nach unzähligen vergeblichen Versuchen von BP, das Auslaufen des Öls in 1500 m Tiefe im Golf von Mexiko zu stoppen, wurde erst nach über drei Monaten ein vorsichtiger Erfolg vermeldet.<br />
Niemand schien der Katastrophe Herr werden zu können, nicht einmal der Präsident der Vereinigten Staaten. Wie kann das sein?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2998</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Walfang bleibt verboten &#8211; trotzdem kein gutes Zeichen</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2388</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2388#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 16:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[Wale]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2388</guid>
		<description><![CDATA[Die Internationale Walfangkommission (International Whaling Commission, IWC), die vom 21. bis 25. Juni im marokkanischen Agadir tagte, wollte das bestehende Moratorium für den kommerziellen Walfang aufheben und den Walfang wieder erlauben, angeblich zum besseren Schutz der Wale, eine grauenvolle Vorstellung. Zum Glück kam der Kompromissvorschlag nicht durch! Blauwal Vor gut einer Woche ging die jährliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Internationale Walfangkommission (International Whaling Commission, IWC), die vom 21. bis 25. Juni im marokkanischen Agadir tagte, wollte das bestehende Moratorium für den kommerziellen Walfang aufheben und den Walfang wieder erlauben, angeblich zum besseren Schutz der Wale, eine grauenvolle Vorstellung. Zum Glück kam der Kompromissvorschlag nicht durch!</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Der Blauwal, der wohl größte unter den Walen, kann rund 33 Meter lang werden.<br />
Durch den Walfang ist sein weltweiter Bestand rasant gesunken. Er ist massiv vom Aussterben bedroht. [Quelle: Picture Alliance]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/blauwal_big2.jpg" alt="blauwal_big2"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/blauwal_thumb1.jpg" alt="blauwal_thumb1" /></a>
<div class="postimgcapt">Blauwal</div>
</div>
</div>
<p>Vor gut einer Woche ging die jährliche Tagung der Internationalen Walfangkommission zu Ende. Doch es sieht weiterhin nicht gut aus für die Wale in den Ozeanen auf diesem Planeten, auch wenn der Walfang offiziell weiter verboten bleibt.<br />
Obwohl seit 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Fang von Großwalen in Kraft ist, das die kommerzielle Jagd auf Blau-, Finn-, Buckel-, Grauwale u. a. komplett auf null runterfahren sollte, werden immer noch Wale getötet. Trotz Moratorium wurden seit dessen Inkrafttreten mehr als 33.500 Wale (siehe <a title="Hintergrundinformattion WWF Deutschland vom Juni 2010" href="http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Walfang_Tabelle_Final_Juni_10.pdf" target="_blank">WWF</a>) getötet, in der Saison 2008/ 2009 alleine mehr als 1500 Wale.<br />
Vor allem die &#8220;traditionellen&#8221; Walfangländer Japan, Island und Norwegen unterlaufen das Abkommen regelmässig bzw. erkennen es erst gar nicht an. Japan erlegt jedes Jahr mehrere hundert Wale und deklariert dies als nach dem Moratorium erlaubten &#8220;wissenschaftlichen Walfang&#8221; oder als &#8220;Subsistenzwalfang&#8221; (Trotz Moratorium ist der Walfang indigener Völker in gewissem Rahmen erlaubt.), obwohl das Walfleisch dann hinter Ladentheken und in Sushi-Bars landet.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Wale, diese gewaltigen Meeressäuger, üben eine große Faszination aus. Diese Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, begeistert immer mehr Menschen. Doch wie lange wird es noch Wale in unseren Ozeanen geben? Die Walpopulationen in den Weltmeeren sind alle durch den weltweiten Walfang stark bedroht. So auch der hier abgebildete Buckelwal. [Quelle: Picture Alliance]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/buckelwal-big.jpg" alt="buckelwal-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/buckelwal-thumb.jpg" alt="buckelwal-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Buckelwal</div>
</div>
</div>
<p>Die Geburtsstunde der IWC wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeläutet. Durch die exzessive Jagd auf die riesigen Meeressäuger waren die Walbestände fast völlig zusammengebrochen. So wurde 1946 die Internationale Konvention zur Regulierung des Walfangs (ICRW) gegründet, deren ausführendes Organ die IWC ist.<br />
Ihr gehören mittlerweile 88 Staaten an, die auf jährlich stattfindenden Tagungen über Leben und Tod der Wale entscheiden. Nach Jahren des Protests wurden 1982 alle Fangquoten für Großwale auf null gesetzt, 1986 trat das Moratorium in Kraft.<br />
In den folgenden Jahren begannen die Japaner jedoch wieder mit dem Walfang, wie auch die Länder Norwegen, welches Einspruch gegen das Moratorium einlegte, und Island.</p>
<p>Da einige Mitglieder der IWC, allen voran wohl Japan, auf gar keinen Fall auf den Walfang verzichten wollen und dabei auf ihre Tradition pochen, stehen sich im IWC Walfanggegner und -befürworter erbittert und unvereinbar gegenüber.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Hier ein Pottwal, ebenfalls durch den Walfang stark gefährdet, mit seinem Jungen. Wale, die zu den Säugetieren gehören, bringen ihre Jungen voll entwickelt und mit einer beachtlichen Körpergröße zur Welt. Sie säugen ihren Nachwuchs monatelang. [Quelle: Picture-Alliance/ OKAPIA KG, Ge/Okapia]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/pottwal-kalb-big.jpg" alt="pottwal-kalb-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/07/pottwal-kalb-thumb.jpg" alt="pottwal-kalb-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Pottwal und Junges</div>
</div>
</div>
<p>Japan hatte dieses Jahr sogar mit einem Austritt aus dem IWC gedroht, sollte das internationale Moratorium für den Walfang nicht gelockert werden.<br />
Und pünktlich zum Beginn der diesjährigen Tagung veröffentlichte die &#8220;Sunday Times&#8221; einen Bericht, nach dem der IWC-Vorsitzende Anthony Liverpool unter Korruptionsverdacht steht. Der Botschafter von Antigua und Barbuda in Japan hat sich angeblich die Reise nach Agadir und das Luxushotel dort bezahlen lassen &#8211; und zwar ausgerechnet von der Walfangnation Japan.<br />
Japan ist diesbezüglich kein unbeschriebenes Blatt. Es ist offiziell bekannt &#8211; japanische Regierungsvertreter haben dies sogar offiziell zugegeben -, dass Japan Hilfsprogramme für Entwicklungsländer finanziert, damit diese in der IWC für den Walfang stimmen, obwohl sie selber keinen Walfang betreiben.<br />
Auch wenn die Walfanggegner derzeit noch die Mehrheit im Gremium bilden, wenn auch nur eine geringe (derzeit sind von den 88 Mitgliedern 42 pro und 46 kontra Walfang), so wird die Anzahl der Walfangbefürworter aber immer größer, und es entsteht regelmäßig eine Pattsituation bei den IWC-Tagungen, denn für Beschlüsse wird eine Zwei-Drittelmehrheit benötigt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2388</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>In den nächsten 10 Jahren keine Hoffnung</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2245</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2245#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 12:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2245</guid>
		<description><![CDATA[Und auch die nächste Klimakonferenz im Rahmen der Vereinten Nationen ist gescheitert. Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Ziele, die einen noch an ein ernsthaftes internationales Vorgehen gegen den Klimawandel glauben lassen. Wieder einmal nur hehre Bekundungen, Streit und jede Menge Schuldzuweisungen, aber keine konkreten Ziele, keine Bewegung in den quasi zum Stillstand gekommenen internationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und auch die nächste Klimakonferenz im Rahmen der Vereinten Nationen ist gescheitert. Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Ziele, die einen noch an ein ernsthaftes internationales Vorgehen gegen den Klimawandel glauben lassen. Wieder einmal nur hehre Bekundungen, Streit und jede Menge Schuldzuweisungen, aber keine konkreten Ziele, keine Bewegung in den quasi zum Stillstand gekommenen internationalen Klimaverhandlungen.<br />
Am Freitag ist nach zweiwöchiger Tagung in Bonn die zweite UN-Klimakonferenz nach dem Scheitern in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> und der ersten gescheiterten <a title="Zwei Grad-Ziel verspielt" href="http://blog.planet-br.com/?p=2225" target="_blank">UN-Klimakonferenz</a> im April zu Ende gegangen.<br />
Die mehr als 5500 Teilnehmer aus aller Welt (einschließlich Regierungsdelegationen aus 185 Ländern) konnten nicht klären, was auf der nächsten Weltklimakonferenz Ende dieses Jahres in Cancún beschlossen werden soll, bzw. wann überhaupt ein verbindlicher Vertrag zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen als Nachfolgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zustande kommen könnte.<br />
Man darf wirklich bezweifeln, ob ein solches jemals zustande kommen wird!</p>
<p>Die Delegierten diskutierten über ein unverbindliches Arbeitspapier bzw. einen Verhandlungstext, mit dem sich die Länder verpflichten könnten, die globale Erwärmung auf entweder zwei oder 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.<br />
In dem Entwurf heißt es auch, dass die globalen Treibhausgasemissionen ihr Maximum 2020 erreichen sollen und dann bis 2050 um mindestens 50 bis 85 % (gegenüber dem Basisjahr 1990) vermindert werden sollen, wobei die Industrieländer sogar 80 bis 95 % leisten sollen. Bis 2020 sollen die Industrieländer eine Reduzierung von 25 bis 40 Prozent erreichen. Bei diesem kurzfristigen Ziel wurde aber das Basisjahr offen gelassen.<br />
Dies ist also mehr als unverbindlich, hatte man doch zuvor bei letzterer Zielsetzung zumindest immer das Basisjahr 1990 zugrunde gelegt, das jetzt offenbar wieder zur Diskussion steht.<br />
Berücksichtigt man außerdem die Erklärungen der 76 Länder, die gemäß &#8220;<a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">Copenhagen Accord</a>&#8221; Erklärungen abgegeben hatten, wie sie sich die Reduktion der Treibhausgase ihrer Länder in Zukunft vorstellen, also ihre freiwilligen <a title="Selbstverpflichtungen der Länder im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung" href="http://unfccc.int/home/items/5262.php" target="_blank">Selbstverpflichtungen</a>, so wurde bereits zuvor klar, dass das 2 Grad Celsius-Ziel hiermit schon nicht machbar ist, sondern bis Ende dieses Jahrhunderts sogar eine globale Temperaturerhöhung von über <a title="Zwei Grad-Ziel verspielt" href="http://blog.planet-br.com/?p=2225" target="_blank">drei Grad</a> zu erwarten sei.</p>
<p>Auch auf dieser Konferenz gab es keine neuen Angebote oder Vorschläge der Industrieländer über die bereits geäußerten Selbstverpflichtungen hinaus, wie denn die globale Temperaturerhöhung auf 2 Grad oder gar 1,5 Grad Celsius zu begrenzen sei. Also kann man auch hierbei wohl nur &#8211; wenn überhaupt &#8211; von hehren Bekundungen sprechen, die nicht ernsthaft verfolgt werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2245</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei Grad-Ziel verspielt</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2225</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2225#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 13:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2225</guid>
		<description><![CDATA[Nach der kläglich gescheiterten Weltklimakonferenz in Kopenhagen letzten Dezember fand vom 9. bis 11. April in Bonn wieder ein Klimatreffen im Rahmen der UN statt. Es trafen sich etwa 2000 Regierungsvertreter aus rund 190 Ländern. Doch wie es nun weiter geht in der internationalen Klimapolitik, bleibt weitgehend offen. So bleibt die abschließende Presseerklärung vom 11. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der kläglich gescheiterten <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Weltklimakonferenz</a> in Kopenhagen letzten Dezember fand vom 9. bis 11. April in Bonn wieder ein Klimatreffen im Rahmen der UN statt.<br />
Es trafen sich etwa 2000 Regierungsvertreter aus rund 190 Ländern. Doch wie es nun weiter geht in der internationalen Klimapolitik, bleibt weitgehend offen.<br />
So bleibt die abschließende <a title="Presseerklärung vom 11.04.2010" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/101104_pr_awg_april.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> vom 11. April auch wieder einmal unverbindlich und nichtssagend: Man schließe die Konferenz mit der &#8220;Vereinbarung, den Verhandlungsplan zu intensivieren, um am Ende des Jahres in Mexiko ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen.&#8221;<br />
Dort findet nämlich in Canc&uacute;n vom 29. November bis 10. Dezember die nächste Weltklimakonferenz statt. Doch dass in Cancún ein verbindliches Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zustande kommen könnte, wie es eigentlich schon in Kopenhagen hätte geschehen sollen, daran dürfte wohl kaum jemand mehr ernsthaft glauben.<br />
Die internationale Klimapolitik war im letzten Jahr so gut in Fahrt geraten – so hatte es zumindest den Anschein, sämtliche Politiker und Regierungsvertreter vieler Länder versicherten immer wieder, dass man doch mit allen Kräften gegen den gefährlichen und bedrohlichen Klimawandel vorgehen müsste. Diese Himmelfahrt sollte ihren Höhepunkt in Kopenhagen erreichen mit einem verbindlichen Abkommen zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen. Doch es kam anders. Das gesamte Treffen wurde zum Fiasko. Ergebnis war lediglich der sog. <a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">Copenhagen Accord</a> (Kopenhagen-Vereinbarung), eine bloße Absichtserklärung, die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit zu begrenzen, die Grenzmarke, die laut allgemeiner Forschermeinung nötig ist, um irreparable Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern.<br />
Diese Vereinbarung wurde aber nicht einmal von der Staatengemeinschaft formal verabschiedet, wodurch sie letztlich kaum Aussagekraft besitzt.<br />
Konkret in die Pflicht genommen wurde außerdem niemand.<br />
Laut Copenhagen Accord sollten sich die einzelnen Länder bis Ende Januar lediglich äußern, wie ihre eigens festgelegten Klimaziele für die Zukunft aussähen, dies allerdings auf völlig freiwilliger Basis.</p>
<p>Bis zum 13. April haben 76 Länder, darunter 41 Industrieländer und 35 Entwicklungsländer, ihre <a title="Selbstverpflichtungen der Länder im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung" href="http://unfccc.int/home/items/5262.php" target="_blank">Reduktionsziele</a> zur Kopenhagen-Vereinbarung eingereicht.  </p>
<p>Ein Forscherteam von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sowie des Unternehmens Ecofys und der Organisation Climate Analytics  berichtet jetzt aber in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift <a title="Nature Artikel vom 21.04.2010" href="http://www.nature.com/nature/journal/v464/n7292/full/4641126a.html" target="_blank">Nature</a>, dass eben diese Selbstverpflichtungen der Staaten, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die globale Erwärmung nicht auf zwei Grad Celsius begrenzen, sondern sogar eine globale Temperaturerhöhung bis zum Jahr 2100 von über 3 Grad Celsius bewirken werden.<br />
Berücksichtigt man die bisherigen Erklärungen der Länder, was die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen anbetrifft, werden nach Meinung der Forscher die globalen Emissionen bis 2020 noch um 10 bis 20 % anwachsen, anstatt zu sinken. Sie würden dann eine Höhe erreichen, die in ihrer Wirkung 47,9 bis 53,6 Gigatonnen Kohlendioxid entsprechen (Gigatonnen CO<sub>2</sub>-Äquivalente). Dies ergäbe aber eine mehr als fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich das Erdklima im 21. Jahrhundert um mehr als drei Grad Celsius erwärmt, berechneten die Autoren.</p>
<p>Auch nach Ansicht des Direktors des PIK Hans Joachim Schellnhuber, der gleichzeitig Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und Berater der Bundesregierung ist, sind die angekündigten Maßnahmen der 76 Staaten nicht ausreichend, um das Zwei-Grad-Limit noch einzuhalten.<br />
Laut seiner Einschätzung, die auch von anderen WBGU-Mitgliedern mitgetragen wird und in einem Zeit-Beitrag veröffentlicht wurde, lassen die Maßnahmen sogar eine menschengemachte Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 erwarten.</p>
<p>Die Maßnahmen der einzelnen Länder weltweit, ihre Treibhausgasemissionen zu senken, reichen also bei weitem nicht aus, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, was ja leider nach dem gescheiterten Weltklimagipfel schon zu erwarten war.</p>
<p>Für unseren Planeten bedeutet dies leider nichts Gutes! </p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2225</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Artenschutz ade</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=2467</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=2467#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 21:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[CITES]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=2467</guid>
		<description><![CDATA[Die 15. Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens, die vom 13. bis 25. März in Dohar im arabischen Emirat Qatar tagte, hat sich im Ergebnis der Weltklimakonferenz angeschlossen. Sie ist ebenfalls gescheitert, was für viele der vom Aussterben bedrohten Arten wahrscheinlich das Aus bedeutet. Wie hätte man es auch anders erwarten können, standen doch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 15. Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens, die vom 13. bis 25. März in Dohar im arabischen Emirat Qatar tagte, hat sich im Ergebnis der Weltklimakonferenz angeschlossen. Sie ist ebenfalls gescheitert, was für viele der vom Aussterben bedrohten Arten wahrscheinlich das Aus bedeutet.<br />
Wie hätte man es auch anders erwarten können, standen doch wieder einmal nur Wirtschaftsinteressen maßgeblich im Vordergrund und nicht der Schutz der Arten um ihrer selbst willen. Nur Arten, die wirtschaftlich uninteressant sind, sollen geschont werden.<br />
Selbst massiv vom Aussterben bedrohte Arten können weiterhin ohne jedwede Rücksicht oder gar Skrupel gejagt werden.</p>
<p>Durch den internationalen Handel sind heute viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Um den Handel mit bedrohten Arten einzuschränken oder gar ganz zu verbieten, wurde das Washingtoner Artenschutzabkommen 1973 ins Leben gerufen. Mittlerweile sind 175 Länder Mitglieder des <a title="CITES Webseite" href=" http://www.cites.org/eng/disc/what.shtml" target="_blank">CITES</a> (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), des Abkommens zum internationalen Handel mit gefährdeten Spezies der wilden Fauna und Flora.<br />
Mehr als 5000 Tierarten, u. a. Wale, Affen, Tiger und Elefanten, und ca. 29.000 Pflanzenarten werden im Rahmen des Abkommens berücksichtigt.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Der Blauflossenthunfisch, auch Roter Thunfisch genannt, wird gnadenlos bejagt, um dann in Sushi-Bars zu landen. Er steht kurz vor dem Aussterben. [Quelle: WWF]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch_big.jpg" alt="thunfisch_big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch-thumb.jpg" alt="thunfisch-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Roter Thunfisch</div>
</div>
</div>
<p>Anders als bei der <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Weltklimakonferenz</a>, bei der über ein mögliches Klimaabkommen nur einstimmig entschieden werden konnte und dieses Vorhaben kläglich scheiterte, genügt bei der Vertragsstaatenkonferenz des CITES bereits eine Zwei-Drittelmehrheit, um einen Beschluss zu fassen. Doch auch die reichte nicht aus, um den Handel mit hochgradig bedrohten Tieren und Pflanzen zu unterbinden. Viel zu mächtig sind die sich am Handel mit wilden Tieren und Pflanzen und den daraus erzeugten Produkten gesundstoßenden Interessengruppen und Industriezweige, etwa die Fischereiindustrie, die jedes Jahr Milliardenumsätze machen.<br />
Um gnadenlos Profit zu machen, jagt vor allem die Fischereiindustrie selbst vom Aussterben bedrohte Arten ohne Rücksicht und Skrupel mit immer ausgefeilteren Methoden.</p>
<p><strong>Roter Thunfisch und Haie vor dem Aus </strong></p>
<p>Der Blauflossenthunfisch, wegen seiner Fleischfarbe auch Roter Thunfisch genannt, der bis zu vier Meter lang und 700 kg schwer werden kann, ist so beliebt in japanischen Sushibars, dass ihm keine Chance gegeben wird, sich zu erholen. Er gilt als Delikatesse. Da ein Exemplar in der Regel 20.000 Dollar einbringt, besonders schöne Exemplare  auch bis zu 100.000 Dollar, wird er beispiellos brutal gejagt. Im Mittelmeer und Atlantik, wo er lebt, ist sein Bestand in den letzten 50 Jahren um 85 % geschrumpft.</p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Der Hammerhai wie auch andere Haiarten werden vor allem wegen ihrer Flossen gejagt. [Quelle: dpa]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/hammerhai-big.jpg" alt="hammerhai-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/hammerhai-thumb.jpg" alt="hammerhai-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Hammerhai</div>
</div>
</div>
<p>Umweltschützer und –organisationen fordern schon seit Langem einen völligen Fangstopp des gigantischen Fischs, damit sich die dezimierten Bestände erholen können.<br />
Laut WWF könnte der rote Thunfisch im Mittelmeer bis 2012 bereits ausgestorben sein,  wenn keine Maßnahmen zu seinem Schutz eingeleitet werden.<br />
Fürst Albert von Monaco, seit Jahren als Freund bedrohter Arten bekannt, setzt sich für den Roten Thunfisch ein, doch leider ohne Erfolg auf der Konferenz. So reichte das Fürstentum Monaco unter seiner Federführung einen Antrag ein, den Handel mit dem Roten Thunfisch gänzlich zu verbieten. Dieser wurde jedoch von einer von Japan angeführten Mehrheit abgeschmettert. Selbst ein milderer Vorschlag der Europäischen Union, zukünftig ein Embargo zu verhängen, wenn die Überfischung von der Fischereiindustrie nicht selbst eingeschränkt würde, kam nicht durch.<br />
Die verbliebenen Restbestände des Fischs werden nun weiter gnadenlos gejagt werden mit immer größeren Spezialschiffen und Netzen, sogar mit Hilfe von Radarüberwachung und Flugzeugaufklärung.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Heringshaie sind audauernde und schnelle Schwimmer. Im Mittelmeerraum ist er hochgradig vom Aussterben bedroht. [Quelle: WWF]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/heringshai-big.jpg" alt="heringshai-big"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/03/heringshai-thumb.jpg" alt="heringshai-thumb" /></a>
<div class="postimgcapt">Heringshai</div>
</div>
</div>
<p>Auch hochgradig bedrohte Haiarten wie der Hammerhai und der Weißspitz-Hochseehai  bekamen jeden Schutz verwehrt. Zwei Anträge der USA auf Handelsbeschränkungen von 2012 an wurden abgelehnt.<br />
Die Haie werden vor allem wegen ihrer Flossen gejagt. Haifischflossensuppe ist in den asiatischen Ländern, insbesondere in China, eine weitverbreitete Delikatesse.<br />
Hunderttausende Haie werden jährlich abgeschlachtet. Die Flossen werden den Tieren in der Regel bei lebendigem Leibe abgeschnitten, danach werden sie verletzt wieder ins Meer geworfen, wo sie qualvoll sterben.<br />
In vielen Meeren haben die Populationen der Haiarten bereits um bis zu 90 % abgenommen.<br />
Auch Haiarten wie dem Dornhai, der in Deutschland als &#8220;Schillerlocke&#8221; verkauft wird, und dem Heringshai, dem hier gehandelten &#8220;Kalbsfisch&#8221;, wurde kein Schutz zuteil.<br />
Da es kaum noch Heringhai gibt, liegt die Fangquote für den Fisch in der EU fast bei null.<br />
Die Deutschen hatten einen Antrag zur Beschränkung des Handels mit diesem Hai eingereicht, der sogar ein paar Tage vor Schluss der Konferenz die nötige Zwei-Drittelmehrheit erhielt.<br />
Erstaunlicherweise wurde wie die Süddeutsche gestern berichtete am vorletzten Tag der Konferenz die Debatte über den Antrag wiederaufgenommen und zwei Länder, die zuvor den deutschen Antrag unterstützt hatten, hätten dann plötzlich dagegen gestimmt. Einige Konferenzteilnehmer taten kund, dass möglicherweise die Japaner hier Einfluss genommen haben könnten und auch mit Geld nachgeholfen hätten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=2467</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wasser auf die Mühlen der Klimawandelskeptiker</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=1856</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=1856#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 20:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Gletscher]]></category>
		<category><![CDATA[Himalaya]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=1856</guid>
		<description><![CDATA[Im vierten Bericht des Weltklimarats von 2007 heißt es, dass durch den Klimawandel die meisten Gletscher des Himalaya bis 2035 abgeschmolzen sein könnten, eine Prognose, die nach heftigen Diskussionen nun vom IPCC wieder zurückgenommen wurde! Schon Al Gore hat in seinem berühmten Buch „Eine unbequeme Wahrheit“ davor gewarnt, dass bedingt durch den Klimawandel fast alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im vierten Bericht des Weltklimarats von 2007 heißt es, dass durch den Klimawandel die meisten Gletscher des Himalaya bis 2035 abgeschmolzen sein könnten, eine Prognose, die nach heftigen Diskussionen nun vom IPCC wieder zurückgenommen wurde! </p>
<p>Schon Al Gore hat in seinem berühmten Buch „Eine unbequeme Wahrheit“ davor gewarnt, dass bedingt durch den Klimawandel fast alle Gletscher auf der Erde im Begriff sind abzuschmelzen. Das ist Fakt und wird auch von keinem Wissenschaftler mehr ernsthaft bezweifelt. Ähnlich dem immer schneller schwindenden Eis an den Polkappen der Erde, wobei die <a title="Arktis in 10 Jahren im Sommer eisfrei?" href="http://blog.planet-br.com/?p=1816" target="_blank">Arktis</a> einen besonderen Brennpunkt darstellt, sind auch die Gletscher auf der Erde durch die steigenden globalen Temperaturen massiv gefährdet.</p>
<p>Gletscher entstehen, wenn Schnee lange genug an einem Ort verbleibt, durch weiteren Schneefall immer stärker komprimiert wird, um dann zu Eis zu werden, zu oft riesigen dicken Eismassen.<br />
Damit sich immer mehr Schnee ansammeln kann und andererseits nicht zu viel Schnee oder Eis wieder abschmilzt, befinden sich Gletscher in der Regel entweder in höher gelegenen Bergregionen oder im Bereich der Pole der Erde, wo im Winter viel Schnee fällt und im Sommer kühle Temperaturen vorherrschen.<br />
Derzeit sind weltweit etwa 10 % der Landfläche der Erde mit Gletschern bedeckt.<br />
Die meisten Gletscher sind in den Polarregionen, in der Antarktis und Grönland, zu finden, aber es existieren Gletscher auf fast jedem Kontinent.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Die Gletscher der höchsten Gebirgskette der Welt, des Himalaya. [Quelle: www.meridian.de]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/01/himalaya-big.jpg" alt=""><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/01/himalaya-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Die Himalaya-Gletscher</div>
</div>
</div>
<p>Auch das weltgrößte und höchste Gebirgssystem der Welt, der Himalaya, welcher den indischen Subkontinent gegen das Hochland von Tibet und Zentralasien begrenzt, beherbergt viele Tausend Gletscher.<br />
So ist auch sein Name treffend, bedeutet Himalaya in Sanskrit doch soviel wie: &#8220;Dort, wo der Schnee wohnt.&#8221;<br />
Als Frischwasserspeicher garantieren die Gletscher des Himalaya die Trinkwasserversorgung von Hunderten Millionen Menschen in Asien, vor allem in Indien und China.<br />
Schmelzen die Gletscher komplett ab, so ist die gesamte Wasserversorgung der Region gefährdet.</p>
<p>Gletschereis kann normalerweise mehrere Hundert bis mehrere Hunderttausend Jahre überdauern. Doch durch den Klimawandel und die steigenden globalen Temperaturen sind die Gletscher der Erde nun dabei abzuschmelzen.<br />
Die starke Reaktion vieler Gletscher bereits auf die relativ geringe globale Erwärmung<br />
von derzeit 0,8 °C lässt bereits erahnen, dass bei einer globalen Erwärmung um mehrere Grad die meisten Gebirgsgletscher der Welt verschwinden werden.</p>
<p>Die Frage des kompletten Abschmelzens und bis wann stellt sich auch bei den zahlreichen Himalaya-Gletschern. Die Forscher des Weltklimarats hatten diese Problematik als so eklatant angesehen, dass sie ihr in ihrem vierten Sachstandsbericht von 2007 besondere Aufmerksamkeit zollten.<br />
Ihre Prognose ist unter heftigen Beschuss geraten.</p>
<p><strong>Worum geht es genau?</strong></p>
<p>Im vierten <a title="Webseite IPCC" href="http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg2/en/ch10s10-6-2.html" target="_blank">Bericht</a> des Weltklimarats IPCC heißt es:</p>
<p><strong><em>&#8220;Die Gletscher des Himalaya schwinden schneller als in irgendeinem anderen Teil der Welt, und, wenn die derzeitige Rate sich so fortsetzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zum Jahr 2035 oder vielleicht früher gänzlich verschwunden sein werden, sehr hoch, wenn die Erde sich mit der derzeitigen Rate weiter erwärmt. Ihre gesamte Fläche wird wahrscheinlich bis zum Jahr 2035 von den zur Zeit 500.000 auf 100.000 Quadratkilometer zusammenschrumpfen.&#8221;</em></strong></p>
<p>Als Quelle geben die IPCC Wissenschaftler hierbei eine <a title="Studie WWF 2005" href="http://assets.panda.org/downloads/himalayaglaciersreport2005.pdf" target="_blank">Studie</a> der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) von 2005 im Rahmen des WWF Nepal Programms an, die sich mit den Gletschern und ihrem Verschwinden in Nepal, Indien und China auseinandersetzte.<br />
In dem entsprechenden Bericht zur Studie befindet sich ein Satz, der dem Wortlaut im IPCC Bericht entspricht und als Zeitpunkt des kompletten Verschwindens der Himalaya-Gletscher auch die Jahreszahl 2035 angibt.<br />
Der WWF zitiert diese Zahlenangabe jedoch nur. Sie entspränge wiederum einer anderen Quelle, und zwar einem Bericht aus dem Jahr 1999 von der Arbeitsgruppe für himalayische Gletscherkunde (Working Group on Himalayan Glaciology, WGHG) der Internationalen Kommission für Schnee und Eis (ICSI).<br />
Erstaunlicherweise kommt genau diese Zahlenangabe aber in dem benannten Bericht überhaupt nicht vor.</p>
<p>Darüber hinaus wird in der WWF Studie Professor Syed Hasnain, der Chairman der ICSI, zitiert, der gegenüber dem New Scientist Magazin &#8211; wie in der Juni Ausgabe von 1999 veröffentlicht &#8211; gesagt haben soll, dass die meisten Gletscher in der himalayischen Region „innerhalb von 40 Jahren als eine Folge der globalen Erwärmung verschwinden werden“. Dies wurde allerdings nun vom WWF wieder zurückgenommen und als „unverlässlich“ angegeben.<br />
Außerdem verweist der WWF auf eine unpublizierte Studie von Hasnain. Doch auch in dieser kommt die Jahreszahl 2035 nicht vor!<br />
Wie <a title="Artikel Zeit Online vom 21.01.2010" href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-01/gletscherprognose-kritik" target="_blank">Zeit Online</a> berichtet, bestreitet Hasnain vor der Presse, jemals überhaupt eine Jahreszahl genannt zu haben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=1856</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=1607</link>
		<comments>http://blog.planet-br.com/?p=1607#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 17:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.planet-br.com/?p=1607</guid>
		<description><![CDATA[Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein. Auf dem Weltklimagipfel hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein.<br />
Auf dem <a title="Webseite der UN zur Weltklimakonferenz" href="http://unfccc.int/meetings/cop_15/items/5257.php" target="_blank">Weltklimagipfel</a> hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals in der Geschichte der UN zuvor, 119 an der Zahl, wie es laut <a title="Presseerklärung des UN-Klimasekretariats vom 19.12.2009" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/pr_cop15_20091219.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> des UN-Klimasekretariats zum Ende der Konferenz heißt.<br />
Trotzdem ist die Weltklimakonferenz gescheitert, und nicht nur das, sie endet im totalen Fiasko und wird zur Farce. Bestürzung und Verzweiflung haben sich nicht nur unter Klima- und Umweltschützern breit gemacht.</p>
<p>Nicht nur, dass auf dem Weltklimagipfel keinerlei verbindliches Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde, es kam nicht einmal eine politisch bindende Schlusserklärung zum weltweiten Klimaschutz zustande, die vom Plenum verabschiedet wurde.<br />
Das einzige Ergebnis des Weltklimagipfels, wenn man es denn überhaupt als solches bezeichnen wollte, ist eine Erklärung, der sog. <a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">&#8220;Copenhagen Accord&#8221;</a>, die von den Regierungschefs der einflussreichsten Länder ausgearbeitet und von der gesamten Staatengemeinschaft lediglich &#8220;zur Kenntnis genommen&#8221; wurde.<br />
Diese Erklärung wurde nicht einmal formal vom Plenum akzeptiert, denn ärmere Länder weigerten sich, das Dokument anzunehmen. Da die UNO aber ihre Beschlüsse entweder im Konsensverfahren oder eben gar nicht verabschiedet, kam so nicht einmal ein Minimalkonsens zustande.</p>
<p>Die Länder haben in der Erklärung lediglich das 2 Grad Celsius-Ziel &#8211; die durchschnittliche globale Temperaturerhöhung gegenüber vorindustrieller Zeit, die höchstens erreicht werden darf, um die schlimmsten unumkehrbaren Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern &#8211; als Richtschnur aller Klimaschutzbemühungen anerkannt bzw. wohl eher nur <em>zur Kenntnis genommen</em>.<br />
Wie dies aber erreicht werden soll, bleibt völlig offen und wird nicht weiter präzisiert.</p>
<p>Dem Dokument fehlt jedwede Verbindlichkeit.<br />
Jedwede konkreten Zahlen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen fehlen. Kein Höchstmaß an Emissionen wurde festgelegt und ebenso nicht, welche Länder bis wann welche Emissionsreduktionen vornehmen müssen bzw. sollten.<br />
Lapidar heißt es nur in der Erklärung: &#8220;Wir sind uns einig, dass tiefe Einschnitte in den globalen Emissionen vonnöten sind &#8230; .&#8221; Und: &#8220;Wir sollten kooperieren, um den Höchstwert der globalen und nationalen Emissionen sobald wie möglich zu erreichen.&#8221;</p>
<p>Somit hebt die Kopenhagener Erklärung zwar hervor, dass es notwendig ist, so schnell wie möglich Treibhausgasreduktionen vorzunehmen, doch in welchem Masse, ab und bis wann jedes Land welche Treibhausgasreduktionen vornimmt, erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis, die die einzelnen Länder bis Ende Januar konkretisieren sollen.</p>
<p>So bezeichnet der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (<a title="Webseite des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung" href="http://www.pik-potsdam.de/index-html?set_language=de" target="_blank">PIK</a>) Hans Joachim Schellnhuber, der gleichzeitig Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist, das Ergebnis der Anerkennung des 2 Grad-Ziels  als &#8220;einen tragischen Triumph der Wissenschaft. Die von der Klimaforschung empfohlene Obergrenze für die globale Erwärmung wird einerseits endlich übernommen, andererseits finden die tatsächlich notwendigen Maßnahmen zur Beachtung der Leitplanke (insbesondere Reduzierung der globalen Emissionen um deutlich mehr als 50 % bis 2050) keine Erwähnung. Insofern gibt es ein Ziel, aber die Wege dorthin bleiben noch im Dunkeln&#8221;.</p>
<p>Was konkrete Zahlen anbetrifft, so werden in der Erklärung zumindest die Finanzhilfen für die ärmeren Länder beziffert: So sollen diese in der Zeit von 2010 bis 2012 rund 30 Milliarden Dollar von den Industrieländern erhalten, zukünftig rund 100 Milliarden Dollar jährlich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.planet-br.com/?feed=rss2&#038;p=1607</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
