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	<title>blog.planet-br.com &#187; CO2</title>
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		<title>Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 17:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein. Auf dem Weltklimagipfel hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein.<br />
Auf dem <a title="Webseite der UN zur Weltklimakonferenz" href="http://unfccc.int/meetings/cop_15/items/5257.php" target="_blank">Weltklimagipfel</a> hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals in der Geschichte der UN zuvor, 119 an der Zahl, wie es laut <a title="Presseerklärung des UN-Klimasekretariats vom 19.12.2009" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/pr_cop15_20091219.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> des UN-Klimasekretariats zum Ende der Konferenz heißt.<br />
Trotzdem ist die Weltklimakonferenz gescheitert, und nicht nur das, sie endet im totalen Fiasko und wird zur Farce. Bestürzung und Verzweiflung haben sich nicht nur unter Klima- und Umweltschützern breit gemacht.</p>
<p>Nicht nur, dass auf dem Weltklimagipfel keinerlei verbindliches Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde, es kam nicht einmal eine politisch bindende Schlusserklärung zum weltweiten Klimaschutz zustande, die vom Plenum verabschiedet wurde.<br />
Das einzige Ergebnis des Weltklimagipfels, wenn man es denn überhaupt als solches bezeichnen wollte, ist eine Erklärung, der sog. <a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">&#8220;Copenhagen Accord&#8221;</a>, die von den Regierungschefs der einflussreichsten Länder ausgearbeitet und von der gesamten Staatengemeinschaft lediglich &#8220;zur Kenntnis genommen&#8221; wurde.<br />
Diese Erklärung wurde nicht einmal formal vom Plenum akzeptiert, denn ärmere Länder weigerten sich, das Dokument anzunehmen. Da die UNO aber ihre Beschlüsse entweder im Konsensverfahren oder eben gar nicht verabschiedet, kam so nicht einmal ein Minimalkonsens zustande.</p>
<p>Die Länder haben in der Erklärung lediglich das 2 Grad Celsius-Ziel &#8211; die durchschnittliche globale Temperaturerhöhung gegenüber vorindustrieller Zeit, die höchstens erreicht werden darf, um die schlimmsten unumkehrbaren Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern &#8211; als Richtschnur aller Klimaschutzbemühungen anerkannt bzw. wohl eher nur <em>zur Kenntnis genommen</em>.<br />
Wie dies aber erreicht werden soll, bleibt völlig offen und wird nicht weiter präzisiert.</p>
<p>Dem Dokument fehlt jedwede Verbindlichkeit.<br />
Jedwede konkreten Zahlen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen fehlen. Kein Höchstmaß an Emissionen wurde festgelegt und ebenso nicht, welche Länder bis wann welche Emissionsreduktionen vornehmen müssen bzw. sollten.<br />
Lapidar heißt es nur in der Erklärung: &#8220;Wir sind uns einig, dass tiefe Einschnitte in den globalen Emissionen vonnöten sind &#8230; .&#8221; Und: &#8220;Wir sollten kooperieren, um den Höchstwert der globalen und nationalen Emissionen sobald wie möglich zu erreichen.&#8221;</p>
<p>Somit hebt die Kopenhagener Erklärung zwar hervor, dass es notwendig ist, so schnell wie möglich Treibhausgasreduktionen vorzunehmen, doch in welchem Masse, ab und bis wann jedes Land welche Treibhausgasreduktionen vornimmt, erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis, die die einzelnen Länder bis Ende Januar konkretisieren sollen.</p>
<p>So bezeichnet der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (<a title="Webseite des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung" href="http://www.pik-potsdam.de/index-html?set_language=de" target="_blank">PIK</a>) Hans Joachim Schellnhuber, der gleichzeitig Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist, das Ergebnis der Anerkennung des 2 Grad-Ziels  als &#8220;einen tragischen Triumph der Wissenschaft. Die von der Klimaforschung empfohlene Obergrenze für die globale Erwärmung wird einerseits endlich übernommen, andererseits finden die tatsächlich notwendigen Maßnahmen zur Beachtung der Leitplanke (insbesondere Reduzierung der globalen Emissionen um deutlich mehr als 50 % bis 2050) keine Erwähnung. Insofern gibt es ein Ziel, aber die Wege dorthin bleiben noch im Dunkeln&#8221;.</p>
<p>Was konkrete Zahlen anbetrifft, so werden in der Erklärung zumindest die Finanzhilfen für die ärmeren Länder beziffert: So sollen diese in der Zeit von 2010 bis 2012 rund 30 Milliarden Dollar von den Industrieländern erhalten, zukünftig rund 100 Milliarden Dollar jährlich.</p>
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		<title>Scheitern der letzten Klimakonferenz vor Kopenhagen</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=1582</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 17:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Und auch die letzte Vorkonferenz vor dem alles entscheidenden anstehenden Weltklimagipfel, der in knapp vier Wochen in Kopenhagen beginnt, ist ergebnislos zu Ende gegangen. In Barcelona haben vom 2. bis 6. November noch einmal die Vertreter von über 180 Ländern getagt, um den Weltklimagipfel, der vom 7. bis 18. Dezember in Dänemark stattfindet, vorzubereiten. Eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und auch die letzte Vorkonferenz vor dem alles entscheidenden anstehenden <a title="Webseite zur Weltklimakonferenz der UN" href="http://en.cop15.dk/news/view+news?newsid=2345" target="_blank"> Weltklimagipfel</a>, der in knapp vier Wochen in Kopenhagen beginnt, ist ergebnislos zu Ende gegangen. </p>
<p>In Barcelona haben vom 2. bis 6. November noch einmal die Vertreter von über 180 Ländern getagt, um den Weltklimagipfel, der vom 7. bis 18. Dezember in Dänemark stattfindet, vorzubereiten.</p>
<p>Eigentlich sollte in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll von 1997 vereinbart werden, welches für alle Länder verbindliche Regelungen zur CO<sub>2</sub>-Emissionsreduzierung festlegt.<br />
Doch die Zeichen für ein derartiges verbindliches Abkommen stehen mehr als schlecht!</p>
<p>Obwohl auch im Rahmen der letzten Konferenz in <a title="Trauerspiel zum Ende der Klimakonferenz in Bangkok" href="http://blog.planet-br.com/?p=1143" target="_blank">Bangkok</a> und danach und immer wieder bekundet wurde und wird, dass doch ein verbindliches Abkommen im Dezember zustande kommen muss, tun doch die Beteiligten alles, um dies zu verhindern.<br />
Weniger als einen Monat vor der entscheidenden Konferenz in Kopenhagen scheint immer noch alles offen zu sein: welche Form etwa ein solches Abkommen haben soll, ob es überhaupt in einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag mündet oder lediglich ein politisches Lippenbekenntnis bleibt. Selbst darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Im Gegenteil: Es scheint mittlerweile schon klar zu sein, dass in Kopenhagen keinerlei verbindliches Abkommen zustande kommen wird.</p>
<p>Wie es in der <a title="Presseerklärung des UN-Klimasekretariats vom 06.11.2009" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/closing_pr_barcelona.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> des UN-Klimasekretariats zur Konferenz in Barcelona heißt,<br />
gab es nur „einen kleinen Fortschritt in den beiden großen Streitfragen“, nämlich der mittelfristigen Emissionsreduktionsziele der Industrieländer und der Finanzhilfen für die Entwicklungsländer, die es diesen ermöglichen sollen, ihr Wachstum und damit auch ihre CO<sub>2</sub>-Emissionen zu begrenzen.<br />
Und diesen &#8220;kleinen Fortschritt&#8221; muss man wohl eher als <em>keinen Fortschritt</em> interpretieren. </p>
<p>So sagte denn auch der Chef des UN-Klimasekretariats Yvo de Boer bei seiner abschließenden Pressekonferenz am 6. November, dass es deutlich &#8220;mehr Bewegung&#8221; geben müsse und dass die &#8220;Regierungen zwischen jetzt und Kopenhagen ihre Zusagen deutlich machen&#8221; müssten. </p>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fWWZvFYNaFo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fWWZvFYNaFo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center><br />
</p>
<p>Ein in Kopenhagen abgeschlossener Vertrag müsse seiner Meinung nach 4 wichtige Punkte enthalten, nämlich: &#8220;1. Ehrgeizige Emissionsreduktionsziele der Industriestaaten bis 2020, 2. Bestrebungen der Entwicklungsländer, ihr Wachstum zu begrenzen, 3. kurz- und langfristige Finanzierungsmodalitäten der reichen Länder, sowie 4. Strukturen, um dieses Geld zu verteilen.&#8221;</p>
<p>Doch über diese wichtigen Punkte konnte bisher noch keine Einigung erzielt werden.</p>
<p>Yvo de Boer forderte auch noch einmal die USA auf, sich auf genaue Reduktionsziele bis zur Mitte des Jahrhunderts festzulegen.<br />
Wie in der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende berichtet wird, wollte sich jedoch der<br />
US-amerikanische Chef-Klimaunterhändler Jonathan Pershing bis zum Ende der Konferenz nicht einmal darauf festlegen, ob die USA in Kopenhagen überhaupt irgendwelche genauen Zahlen nennen werden. </p>
<p>Wenn die Industriestaaten, die den Großteil der weltweiten CO<sub>2</sub>-Emissionen zu verantworten haben und damit die Hauptverursacher des Klimawandels sind, und insbesondere die USA als größter CO<sub>2</sub>-Emittent unter den Industrieländern jedoch in Kopenhagen nicht mit gutem Beispiel vorangehen und genaue Zielvorgaben machen sowie den ärmeren Ländern Finanzhilfen zur Verfügung stellen, wird es zu keiner Einigung und erst gar keinem Vertrag in Kopenhagen kommen.</p>
<p>Von <a title="Artikel von Spiegel-Online vom 06.11.2009" href="http://www.spiegel.de:80/wissenschaft/natur/0,1518,659824,00.html" target="_blank"> Spiegel-Online</a> wurde sogar berichtet, dass selbst Yvo de Boer nicht mehr ernsthaft daran glaubt, dass ein fertiger Vertrag einschließlich Vertragsabschluss in Kopenhagen zustande kommen könnte, obwohl er dies in seiner Presseerklärung noch angab.<br />
So wie es vielerorts heißt, könnte möglicherweise eine politische Willenserklärung der Staats- und Regierungschefs ein solches verbindliches Abkommen ersetzen.<br />
Doch eine derartige Willenserklärung wäre wenn überhaupt nur politisch bindend und würde wieder einmal nur eine Alibifunktion erfüllen.</p>
<p>Auf dem politischen Parkett würde dann wieder einmal alles bleiben <em>wie gehabt</em>, was anhand der drängenden Probleme unserer Zeit einer Katastrophe gleichkäme! </p>
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		<title>Arktis in 10 Jahren im Sommer eisfrei ?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 14:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschheit produziert Unmengen an Kohlendioxid, die in die Erdatmosphäre geblasen durch den Treibhauseffekt die globalen Temperaturen immer mehr nach oben treiben. Das weiß mittlerweile fast jedes Kind, und auch dass dieser menschengemachte Klimawandel dramatische Konsequenzen mit sich bringt. Einige dieser Konsequenzen wie das rasante Abschmelzen des Eises auf der Erde sind bereits in vollem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschheit produziert Unmengen an Kohlendioxid, die in die Erdatmosphäre geblasen durch den Treibhauseffekt die globalen Temperaturen immer mehr nach oben treiben. Das weiß mittlerweile fast jedes Kind, und auch dass dieser menschengemachte Klimawandel dramatische Konsequenzen mit sich bringt.<br />
Einige dieser Konsequenzen wie das rasante Abschmelzen des Eises auf der Erde sind bereits in vollem Gange.<br />
Selbst bei der bisher gemessenen relativ mäßigen globalen Temperaturerhöhung von rund<br />
0,8 °C sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits in allen Teilen der Welt zu spüren und zu sehen. Fast alle Gletscher auf unserem Planeten sind dabei abzuschmelzen, so auch die <a title="Wasser auf die Mühlen der Klimawandelskeptiker" href="http://blog.planet-br.com/?p=1856" target="_blank">Himalaya-Gletscher</a>.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Von 1979 bis 2007 ist das arktische Eis dramatisch zurückgegangen. [Quelle: NASA]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktis-1979-2007-big.jpg"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktis-1979-2007-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Schwund des arktischen Eises</div>
</div>
</div>
<p>Vor allem aber das &#8220;ewige&#8221; Eis an den Polkappen der Erde schwindet immer schneller dahin, denn die Erderwärmung macht sich an den Polen der Erde wesentlich stärker bemerkbar als irgendwo sonst auf der Welt. Dabei gilt insbesondere die Arktis als einer der Brennpunkte des Klimawandels: Kaum irgendwo sonst schreitet die Erderwärmung so rapide voran wie im hohen Norden. So berichtete die US-Wetterbehörde <a title="National Oceanic and Atmospheric Administration" href="http://www.noaa.gov" target="_blank">NOAA</a> (National Oceanic and Atmospheric Administration), dass die Temperaturen im Herbst 2008 in der Region 5 Grad über dem Durchschnitt lagen.</p>
<p>Im Gegensatz zum Südpol, wo sich das antarktische Eisschild befindet, liegt am geografischen Nordpol kein Kontinent, sondern der arktische Ozean, der von einer im Mittel mehrere Meter dicken Eisschicht bedeckt ist. Diese in der Regel mit Schnee bedeckte Eisschicht auf dem Ozean bewirkt, dass die aus dem Weltraum einfallende Sonnenstrahlung zu 70-80 % wieder in den Weltraum zurückreflektiert wird. Die weiße Farbe des Ozeans sorgt so mit dafür, dass es in der Arktis kalt bleibt.<br />
Aufgrund des Schmelzens des Eises ergibt sich aber nun eine andere Situation. Ohne Eis und Schnee auf dem Ozean kommt nämlich ein Rückkopplungseffekt zum Tragen, der zu einer noch stärkeren Erwärmung führt. </p>
<p>Liegt der Ozean frei, fehlt ihm die reflektierende Schutzschicht, dann wird der Großteil der einfallenden Sonnenstrahlung vom dunkleren Wasser des arktischen Ozeans absorbiert und heizt zunächst sich selbst und dann die Atmosphäre weiter auf. Durch Verdunstung gelangt immer mehr Wasserdampf in die Atmosphäre, das wie Kohlendioxid als Treibhausgas wirkt und die globalen Temperaturen weiter nach oben treibt. Außerdem übt das wärmer gewordene Wasser einen größeren Schmelzdruck auf das benachbarte Eis aus, wodurch dieses noch schneller abschmilzt.<br />
Diese sich immer mehr aufschaukelnde Rückkopplung führt dazu, dass sich die Erderwärmung mehr und mehr verstärkt. </p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Normalerweise ist der arktische Ozean im Winter großflächig mit Eis und Schnee bedeckt." rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktischerozean-neu-big1.jpg"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktischerozean-neu-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Arktischer Ozean</div>
</div>
</div>
<p>Lange Zeit war der arktische Ozean ganzjährig mit Eis und Schnee bedeckt. Seit über einem halben Jahrhundert wird aber eine Abnahme der Meereisfläche bedingt durch den Klimawandel beobachtet, die im Sommer am dramatischsten ist. Bei zunehmender Erderwärmung könnte bald der arktische Ozean im Sommer gänzlich eisfrei sein.</p>
<p>Am Ende des arktischen Winters, wenn die Ausdehnung der Eisdecke des arktischen Ozeans am größten ist, umfasst sie eine Fläche von bis zu 15 Millionen Quadratkilometern. Der Anteil der Eisdecke, die auch mehrere Jahre übersteht, ohne im Sommer komplett abzuschmelzen, sog. mehrjähriges mehrere Meter dickes Eis, geht aufgrund des zunehmenden Klimawandels immer mehr zurück. Was bleibt ist viel dünneres einjähriges Eis, welches im Sommer besonders stark gefährdet ist.<br />
Messungen des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) aus den USA zeigten, dass im März 2008 rund 70 % des Eises auf dem arktischen Ozean aus dünnem, einjährigem Eis bestanden, wodurch auch die Ausdehnung der Eisfläche immer mehr abnimmt.</p>
<p>Seit den 1970er Jahren ist die Sommerausdehnung des arktischen Meereises bereits um rund die Hälfte geschrumpft.<br />
Erst im <a title="Artikel Spiegel Online vom 18.09.2009" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,649834,00.html" target="_blank">September</a> (siehe auch <a title="Webseite der NASA" href="http://www.nasa.gov/topics/earth/features/seaicemin09.html" target="_blank">NASA Beitrag</a>) veröffentlichten Forscher des NSIDC Satellitendaten, die deutlich machten, dass das Meereis der Arktis in diesem Sommer auf den drittniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen abgeschmolzen ist. Die Eisbedeckung im arktischen Ozean ist am Ende der warmen Sommermonate am 12. September auf eine Fläche von 5,1 Millionen Quadratkilometern zusammengeschrumpft. Der niedrigste Wert überhaupt von 4,1 Millionen Quadratkilometern wurde 2007 gemessen, der zweitniedrigste im Jahr 2008 (rund 4,5 Millionen Quadratkilometer). </p>
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		<title>Trauerspiel zum Ende der Klimakonferenz in Bangkok</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=1143</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 15:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein weiteres desaströses Ende einer Klimakonferenz! Wieder einmal mehr Rückschläge als Fortschritte! Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Fortschritte in den großen relevanten Fragen und Problemstellungen! So oder ähnlich wurde über die letzten Freitag in Bangkok zu Ende gegangene Klimakonferenz in den diversen Medien berichtet. Am Freitag endete nach zweiwöchiger Tagung die Klimakonferenz in Bangkok, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres desaströses Ende einer Klimakonferenz!<br />
Wieder einmal mehr Rückschläge als Fortschritte! Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Fortschritte in den großen relevanten Fragen und Problemstellungen!<br />
So oder ähnlich wurde über die letzten Freitag in Bangkok zu Ende gegangene Klimakonferenz in den diversen Medien berichtet.<br />
Am Freitag endete nach zweiwöchiger Tagung die Klimakonferenz in Bangkok, die vorletzte Vorbereitungskonferenz für den Weltklimagipfel, der bereits in 56 Tagen in Kopenhagen beginnt. Auf diesem Gipfel soll ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Doch dass ein solches Nachfolgeabkommen, das verbindliche Regelungen für die CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktion für sämtliche Länder vorsehen soll, tatsächlich zustande kommen wird, darf mehr als bezweifelt werden &#8211; auch wenn von vielen Regierungsvertretern und Klimaunterhändlern immer noch beteuert wird, dass man ein solches Abkommen wirklich wolle!</p>
<p>Die Zeit für Diskussionen über den Verhandlungstext, der dann auf der <a title="Webseite zur Weltklimakonferenz der UN" href="http://en.cop15.dk/news/view+news?newsid=2345" target="_blank"> Weltklimakonferenz</a> zugrunde liegen wird bzw. zur Abstimmung kommen soll, ist schon fast am Ende. Nur noch einmal – vom 2.-6. November in Barcelona – werden sich die Verhandlungsparteien treffen, bevor es im Dezember in Kopenhagen in die Endrunde geht!</p>
<p>Zum Ausgang der Tagung in Bangkok am 9. Oktober gab Yvo de Boer, der Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, eine Pressekonferenz, von der ein <a title="Webseite der Klimaorganisation UNFCCC der Vereinten Nationen" href="http://unfccc.int/meetings/intersessional/bangkok_09/items/4967.php" target="_blank">YouTube-Video</a> auf der Webseite der Klimaorganisation UNFCCC der Vereinten Nationen zu finden ist.</p>
<p>Aber Yvo de Boer gibt nicht gerade das Fazit, was man zum Ende einer solch wichtigen Vorbereitungskonferenz erwarten würde.</p>
<p>So de Boer:<br />
<i>“Ich glaube, dass die Menschen in der Welt, die Menschen überall ein Recht darauf haben zu wissen, was ihre Regierungen tun werden, um gegen den gefährlichen Klimawandel vorzugehen. Diese Tagung hat gezeigt, dass dies bewerkstelligt werden kann. Alles was wir für den Erfolg benötigen, ist auf dem Tisch. Jetzt müssen wir nur noch unsere Eigeninteressen hintenan und die Interessen der Allgemeinheit maßgeblich in den Vordergrund stellen.“</i></p>
<p>Nach dieser wohl eher nichtssagenden Einleitung führt er weiter aus:</p>
<p><i>„Auf dem New Yorker Gipfel vor zwei Wochen haben die Regierungsoberhäupter dieser Welt einen klaren Auftrag erteilt, um dies zu erreichen.<br />
<b>Aber sie haben noch nicht klar gemacht, wie ihre Zusagen genau aussehen und wie diese in die Praxis umgesetzt werden können.</b><br />
In Bangkok haben die Verhandlungsführer nun rapide Fortschritte gemacht, was die konkreten Wege anbetrifft, ihren Auftrag in die Tat umzusetzen, aber <b>es existieren immer noch einige lang anhaltende Differenzen</b>. &#8230;..“</i></p>
<p>Diese Worte machen wohl mehr als deutlich, dass die Verhandlungen in Bangkok keinerlei konstruktive Ergebnisse geliefert haben, was die konkrete Verhandlungsgrundlage für den Weltklimagipfel in Kopenhagen angeht, eher im Gegenteil! Es bestehen immer noch grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen den Verhandlungsparteien der verschiedenen Länder.<br />
An konkreten Zusagen fehlt es erst recht. Und von einem klaren Auftrag der Regierungsoberhäupter auf dem <a title="Obama verliert Glaubwürdigkeit in Klimapolitik" href="http://blog.planet-br.com/?p=769" target="_blank">New Yorker Gipfel</a> kann man wohl auch nur in der Hinsicht sprechen, dass lediglich allgemein bekundet wurde, dass man gegen den Klimawandel vorgehen müsse, wie es auch Barack Obama in seiner Rede vor der Versammlung getan hatte, ohne dabei aber zu konkreten Zusagen bereit zu sein.  </p>
<p>Auch in Bangkok bezogen die US-Unterhändler keine konkrete Position, wie u. a. von <a title="Artikel Nature News vom 09.10.09" href="http://www.nature.com/news/2009/091009/full/news.2009.996.html?s=news_rss" target="_blank">Nature</a> berichtet wurde.</p>
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		<item>
		<title>Zwischenbilanz der Klimakonferenz in Bangkok</title>
		<link>http://blog.planet-br.com/?p=946</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 23:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie zuvor berichtet findet zur Zeit in Bangkok die vorletzte Konferenz zur Vorbereitung des nächsten Weltklimagipfels statt, der bereits in 64 Tagen in Kopenhagen beginnt. Seit letzten Montag bis zum 9. September Ende nächster Woche tagen in Bangkok über 4000 Fachleute: darunter Regierungsvertreter aus 177 Ländern, Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, von Umweltschutzorganisationen und Forschungsinstitutionen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a title="Traurige Zeiten für die Klimawende" href="http://blog.planet-br.com/?p=812" target="_blank">zuvor</a> berichtet findet zur Zeit in Bangkok die vorletzte Konferenz zur Vorbereitung des nächsten Weltklimagipfels statt, der bereits in 64 Tagen in Kopenhagen beginnt. Seit letzten Montag bis zum 9. September Ende nächster Woche tagen in <a title="Klimakonferenz in Bangkok" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/opening_pr_bangkok_sept_2009.pdf" target="_blank">Bangkok</a> über 4000 Fachleute: darunter Regierungsvertreter aus 177 Ländern, Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, von Umweltschutzorganisationen und Forschungsinstitutionen.<br />
Auf dieser Vorkonferenz soll der Entwurf für den Verhandlungstext für den Weltklimagipfel weiter ausgearbeitet werden, der dazu dienen soll, in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll abzuschließen. In diesem Nachfolgeabkommen sollen verbindliche Regelungen zur CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktion für alle Länder festgelegt werden.</p>
<p>Nachdem nun die Konferenz in Bangkok ihre Halbzeit erreicht hat, steht ein Zwischenfazit an, das leider wieder einmal enttäuschend ausfällt!<br />
Yvo de Boer, der Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen hat zur Halbzeit eine Pressekonferenz gegeben, von welcher ein <a title="Webseite des UNFCCC" href="http://unfccc.int/meetings/intersessional/bangkok_09/items/4967.php" target="_blank">Youtube</a> Video existiert.</p>
<p>Wie er zugab, sei der Fortschritt in der Festlegung der Emissionsgrenzwerte der Industrieländer während der Gespräche enttäuschend gewesen.</br><br />
„Wir sehen darin nicht wirklich Fortschritte.“ wie er sagte.</p>
<p>Außerdem bliebe auch „die Bewegung bezogen auf mögliche Wege, Mittel und Institutionen, um die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer für den Kampf gegen den Klimawandel zu steigern, zu handhaben und einzusetzen &#8230;. langsam.“</p>
<p>Der Klimarat der Vereinten Nationen fordert von den Industrieländern eine Verringerung der CO<sub>2</sub>-Emissionen von mindestens 25-40% bis zum Jahr 2020 bezogen auf das Niveau von 1990. Aber die meisten Industrieländer bleiben sogar weit unterhalb dieser Vorgaben (siehe <a title="Obama verliert Glaubwürdigkeit in Klimapolitik" href="http://blog.planet-br.com/?p=769" target="_blank">UNO-Gipfel</a> in New York und <a title="Traurige Zeiten für die Klimawende" href="http://blog.planet-br.com/?p=812" target="_blank">G20-Gipfel</a> in Pittsburgh).<br />
Auf der anderen Seite wollen die Entwicklungsländer erst klare Zielvorgaben der Industrieländer sehen, bevor sie selber zu konkreten Zielsetzungen bereit sind.<br />
Hieraus ergibt sich eine Zwickmühle, zumal die USA, der größte CO<sub>2</sub>-Emittent unter den Industrieländern, wenn auch mittlerweile nur zweitgrößter der Welt hinter China, wohl die Hauptbremse in den Vorbereitungsverhandlungen für das neue Abkommen spielt. Schon auf dem UNO-Gipfel in New York war Obama nicht bereit, konkrete Zielvorgaben hinsichtlich der CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktionen der USA zu machen.</p>
<p>Wie von der Agentur <a title="Bericht von Reuters vom 02.10.09" href="http://www.reuters.com/article/internal_ReutersNewsRoom_BehindTheScenes_MOLT/idUSTRE58R05820091002?pageNumber=1&#038;virtualBrandChannel=11604" target="_blank">Reuters</a> berichtet wird, macht de Boer die USA maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Emissionszielvorgaben der reichen Industrieländer bis zum Jahr 2020 immer noch nicht endgültig feststehen.<br />
De Boer laut Reuters:<br />
„Nicht zu wissen, was die USA möglicherweise nach Kopenhagen mitbringen könnten, macht es sehr schwierig für andere Länder in der Diskussion &#8230; .“</p>
<p>Darüber hinaus scheint eine Einigung zwischen den Parteien in Bangkok kaum in Sicht zu sein. So wird der Chef-Klimaunterhändler der EU, Artur Runge-Metzger<br />
von der <a title="Bericht der Financial Times vom 02.10.09" href="http://www.ft.com/cms/s/0/8e6cc450-af6f-11de-ba1c-00144feabdc0.html" target="_blank">Financial Times</a> zitiert:<br />
“Was Sie sehen können, ist, dass viele Ländern immer noch an Ihren Positionen festhalten: Sie sind immer noch nicht willens, nach einem Kompromiss zu suchen. Jeder versucht den anderen davon zu überzeugen, dass seine Position die beste ist, während sich keiner vor Augen führt, dass man von seiner Position abgehen muss, wenn ein Abkommen in Kopenhagen erzielt werden soll.“<br />
Klare Worte auch aus dem Lager der Entwicklungsländer, und zwar vom chinesischen Hauptverhandlungsführer in Klimafragen Su Wei: &#8220;Ich sehe hier ein deutliches Verhaltensmuster: Sobald eine Einigung erzielt wird oder ein Instrumentarium verabschiedet wird, werden alsbald Anstrengungen unternommen, diese wieder zu unterminieren und sich noch weiter von der historischen Verantwortung zu entfernen.&#8221;<br />
Laut Financial Times sind sich beide Lager in einer Sache wohl einig, nämlich dass die Zeit davon läuft.<br />
So wird auch der Chef-Unterhändler Schwedens, Anders Turesson, zitiert: &#8220;Dieser Prozess scheint unfähig, bei diesem Tempo zu halten, was er verspricht, nämlich eine Einigung in Kopenhagen zu erzielen. Wir müssen einen anderen Gang einlegen.&#8221;</p>
<p>Zum Abschluss seiner Presseerklärung hat auch Yvo de Boer noch ein paar Schlussworte mit auf den Weg gegeben:<br />
“Die Verhandlungsparteien haben die kritische Verantwortung, wirklich zu gewährleisten, dass ein in Kopenhagen erzieltes Ergebnis tatsächlich Bestand hat.<br />
Was nächste Woche passieren muss, ist, dass die Verhandelnden sich noch härter darauf konzentrieren, was im Kopenhagener Text drinstehen muss, was rausgelassen werden kann oder welche Details bis zur Zeit nach dem Kopenhagener Abkommen aufgehoben werden können.“</p>
<p>Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass die Verhandlungsparteien nächste Woche wirklich einen Gang zulegen. Sonst bleibt nur noch die letzte Vorbereitungsrunde im November in Barcelona, die nicht mal eine Woche tagen wird, um das Ruder noch rumzureißen vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen!</p>
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		<title>Neuer US-Gesetzentwurf zur Klimapolitik</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 18:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie heute auf Spiegel Online berichtet wird und u. a. von den New York Times angekündigt wurde, ist in den USA von den beiden demokratischen Senatoren John Kerry und Barbara Boxer ein neuer Gesetzentwurf zur Reduktion der CO2-Emissionen ihres Landes in den Senat eingebracht worden. (hier ein kurzer Überblick über diesen sog. Clean Energy Jobs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie heute auf <a title="Spiegel Online vom 01.10.2009" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,652487,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> berichtet wird und u. a. von den <a title="Bericht der New York Times vom 28.09.2009" href="http://www.nytimes.com/cwire/2009/09/28/28climatewire-boxer-kerry-set-to-introduce-climate-bill-in-43844.html" target="_blank">New York Times</a> angekündigt wurde, ist in den USA von den beiden demokratischen Senatoren John Kerry und Barbara Boxer ein neuer <a title="Clean Energy Jobs and American Power Act" href="http://kerry.senate.gov/cleanenergyjobsandamericanpower/pdf/bill.pdf" target="_blank">Gesetzentwurf</a> zur Reduktion der CO<sub>2</sub>-Emissionen ihres Landes in den Senat eingebracht worden. (hier ein kurzer Überblick über diesen sog. <a title="Clean Energy Jobs and American Power Act" href="http://kerry.senate.gov/cleanenergyjobsandamericanpower/pdf/Overview.pdf" target="_blank">Clean Energy Jobs and American Power Act</a>)<br />
In diesem Entwurf, der über 800 Seiten umfasst, fordern die beiden unter anderem eine Reduktion der CO<sub>2</sub>-Emissionen der USA von 20% bis zum Jahr 2020 und 80% bis 2050, jeweils bezogen auf das Jahr 2005. Damit liegen sie bezogen auf das Jahr 2020 etwas über dem Wert, der derzeit auf Gesetzesebene in den USA gehandelt wird.<br />
Im Juni wurde nämlich der sog. „American Clean Energy and Security Act <a title="American Clean Energy and Security Act" href="http://www.opencongress.org/bill/111-h2454/show" target="_blank">(ACES)</a>” oder H.R. 2454, auch nach seinen Autoren Waxman-Markey Gesetz genannt, vom Repräsentantenhaus der USA verabschiedet, in dem nur eine Reduktion aller Treibhausgasemissionen einschließlich CO<sub>2</sub> von 17% bis 2020 &#8211; auch bezogen auf das Jahr 2005 &#8211; vorgesehen ist. (Bis zum Jahr 2050 sollen gemäß ACES die Treibhausgasemissionen um 83% bezogen auf 2005 gesenkt werden.) Dieses Gesetz muss aber erst noch den US-Senat erfolgreich passieren, was sich möglicherweise bis ins nächste Jahr hinziehen könnte.</p>
<p>Mit dem neuen Gesetzentwurf wollen die beiden Senatoren offenbar ein Zeichen setzen, was den kommenden Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember angeht.<br />
Dass aber schon der von ihnen geforderte Grenzwert bis zum Jahr 2020 nur reine Makulatur ist, muss wohl jedem klar sein, der sich mit dem Klimawandel schon  auseinandergesetzt hat, und sei es auch nur ein wenig.<br />
Vom Weltklimarat der Vereinten Nationen wird nämlich als Marschroute für die Klimakonferenz eine Reduzierung der weltweiten CO<sub>2</sub>-Emissionen um 25 bis 40% bis 2020 gefordert, und zwar bezogen auf das Jahr 1990 und nicht 2005. Somit bleibt auch der neue Entwurf der US-Demokraten weit hinter diesen Forderungen zurück.<br />
Aber selbst diese Grenzwerte sind viel zu niedrig, um die globale Erwärmung noch soweit zu begrenzen, dass sich keine unumkehrbaren Folgen für das Klima auf der Erde ergeben würden. Als diesbezüglicher Grenzwert wird allgemein eine Temperaturmarke von 2 Grad Celsius angesehen, die nicht überschritten werden darf.<br />
Laut <a title="Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten" href="http://blog.planet-br.com/?p=327" target="_blank">Meinung</a> einiger Wissenschaftler könnte es aber jetzt bereits zu spät sein, um noch unterhalb dieser Marke zu bleiben!</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=b26047bb-03a7-80de-8bec-05e98e49af36" /></div>
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		<title>Traurige Zeiten für die Klimawende</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 11:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CO2]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist ein Scheitern des Weltklimagipfels im Dezember schon vorprogrammiert? Auch der G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer, der Donnerstag/Freitag letzter Woche in Pittsburgh stattfand, ist erfolglos zu Ende gegangen, was das internationale Vorgehen gegen den Klimawandel angeht. Zuvor hatte schon der UN-Gipfel in New York, auf dem mehr als 100 Staats-und Regierungsvertreter zusammengekommen waren, kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist ein Scheitern des Weltklimagipfels im Dezember schon vorprogrammiert? </p>
<p>Auch der <a title="G20-Gipfel in Pittsburgh" href="http://www.pittsburghsummit.gov" target="_blank"> G20-Gipfel</a> der führenden Industrie- und Schwellenländer, der Donnerstag/Freitag letzter Woche in Pittsburgh stattfand, ist erfolglos zu Ende gegangen, was das internationale Vorgehen gegen den Klimawandel angeht.</p>
<p>Zuvor hatte schon der <a title="Obama verliert Glaubwürdigkeit in Klimapolitik" href="http://blog.planet-br.com/?p=769" target="_blank">UN-Gipfel</a> in New York, auf dem mehr als 100 Staats-und Regierungsvertreter zusammengekommen waren, kaum mehr als Enttäuschungen in der internationalen Klimapolitik gebracht, weil US-Präsident Obama in seiner Rede vor der UN keinerlei konkrete Ziele für die CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktionen seines Landes nennen wollte. </p>
<p>Auch auf dem G20-Gipfel unter dem Vorsitz des US-Präsidenten in Pittsburgh wurden keine konkreten Ziele und erst recht keinerlei Beschlüsse zur Klimapolitik gefasst.<br />
Wie die Süddeutsche Zeitung vom Wochenende berichtet, wäre Obama von vielen Seiten bedrängt worden, in Pittsburgh „die Weichen für Kopenhagen (zu) stellen“.<br />
Doch so wie ein EU-Diplomat von der Süddeutschen zitiert wird, hätten auf dem G20-Gipfel<br />
Obamas „Leute &#8230; alles getan, um die Klimapolitik aufs Abstellgleis zu schieben.“</p>
<p>Dies zeigt sich mehr als deutlich, wenn man den genauen Wortlaut der <a title="Abschlusserklärung des Pittsburgh Gipfels" href="http://www.pittsburghsummit.gov/mediacenter/129639.htm" target="_blank">Abschlusserklärung</a> zum Klimawandel des Pittsburgher Gipfels liest:</p>
<p><i>„Als Oberhäupter der weltgrößten Wirtschaftssysteme arbeiten wir an einem stabilen,<br />
nachhaltigen und grünen Aufschwung. Wir heben erneut unsere Entschlossenheit hervor,<br />
dauerhafte Maßnahmen zu ergreifen, um die Bedrohung anzugehen, die sich durch den gefährlichen Klimawandel ergibt.<br />
Wir bekräftigen nochmals die Zielsetzung, die Bestimmungen und die Prinzipien der<br />
Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (<a title="Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen" href="http://unfccc.int/2860.php" target="_blank">UNFCCC</a>), die allgemeine, aber differenzierte Verantwortlichkeiten beinhalten. &#8230;..<br />
Wir werden in Kooperation mit anderen Beteiligten unsere Bemühungen intensivieren,<br />
in Kopenhagen eine Einigung durch die UNFCCC Verhandlungen zu erzielen.“</i></p>
<p>Lapidarer und belangloser hätte man das mangelhafte internationale Engagement im Kampf gegen den Klimawandel kaum in Worte fassen können!</p>
<p>Ab heute bis zum 9. Oktober findet nun das vorletzte von zwei <a title="Pressebericht des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/opening_pr_bangkok_sept_2009.pdf" target="_blank">Vortreffen</a> vor der Weltklimakonferenz im Dezember statt, auf denen ein Entwurf für ein internationales Abkommen als Nachfolgevertrag zum Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, erarbeitet werden soll. (Das nächste und letzte Vortreffen wird vom 2. bis 6. November in Barcelona stattfinden, das letzte im August in <a title="Weitere Klimakonferenz gescheitert" href="http://blog.planet-br.com/?p=536" target="_blank">Bonn</a> war bereits erfolglos zu Ende gegangen.)<br />
Seit heute tagen in <a title="Pressebericht des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/opening_pr_bangkok_sept_2009.pdf" target="_blank">Bangkok</a> mehr als 4000 Regierungsvertreter und Experten aus 177 Ländern. </p>
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		<title>Obama verliert Glaubwürdigkeit in Klimapolitik</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Hoffnung, dass die USA auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ein Zeichen setzen könnten und mit radikalen Zielen zur Reduktion der CO2-Emissionen ihres Landes mit gutem Beispiel vorangehen, scheint verpufft zu sein. Letzte Woche hat der US-Energieminister]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hoffnung, dass die USA auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Dezember<br />
ein Zeichen setzen könnten und mit radikalen Zielen zur Reduktion der CO<sub>2</sub>-Emissionen ihres Landes mit gutem Beispiel vorangehen, scheint verpufft zu sein.<br />
Letzte Woche hat der US-Energieminister <a title="USA bremsen Kampf gegen Klimawandel?" href="http://blog.planet-br.com/?p=744#more-744” target="_blank">Steven Chu</a> bereits die Hoffnungen gedämpft, dass die USA in Kopenhagen überhaupt einschneidende Emissionsziele festlegen wollen.<br />
Dies war wohl bereits als Vorbereitung von Obamas Auftritt bei den beiden großen Treffen internationaler Staatschefs diese Woche, dem UNO-Gipfel in New York und dem Treffen der G20-Staaten in Pittsburgh, zu sehen.<br />
Während Steven Chu zumindest noch grobe Richtwerte angab, welche Zielsetzungen von den USA nicht erreichbar wären, so äußerte sich Obama in seiner Rede auf dem UNO-Gipfel in New York überhaupt nicht zu konkreten Zielen der USA, was die Reduktion der CO<sub>2</sub>-Emissionen anbetrifft, obwohl dies von vielen erwartet, zumindest erhofft worden war.<br />
Man hätte hoffen können, dass das Treffen in New York eine Dynamik in Gang setzen könnte, die eine Einigung im Dezember auf dem Weltklimagipfel hin zu einem bahnbrechenden Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll in greifbare Nähe rückt. Doch derlei Hoffnungen wurden bitter enttäuscht.</p>
<p>Auf dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York, bei dem auf Ruf des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon mehr als 100 Staatschefs zusammengetroffen waren, hielt Barack Obama eine pathetische Rede zum Klimaschutz, wie in den Medien berichtet wurde.<br />
Anders als noch sein Vorgänger George Bush, für den das Thema Klimawandel eine unbedeutende bis gar keine Rolle spielte, wollte Obama hier offenbar ein Zeichen setzen und ganz andere Töne anschlagen.<br />
Er kündigte den Beginn einer <a title="Spiegel Online vom 22.09.09" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,650619,00.html" target="_blank">„neuen Ära&#8221;</a> in der Klimapolitik an.<br />
In seiner Rede warnte er vor einer „unumkehrbaren Katastrophe“, wenn die internationale Gemeinschaft nicht mit aller Kraft gegen den Klimawandel vorgehen würde.<br />
„Wenn wir nicht entschieden, schnell und gemeinsam handeln, riskieren wir, künftige Generationen einer unabänderlichen Katastrophe auszuliefern.“ wurde Obama in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 23.09.09 zitiert.<br />
Außerdem führte er aus, dass jetzt schon Konsequenzen des Klimawandels spürbar seien  und dass kein Land, wie klein es auch sei, den Folgen des Klimawandels entgehen könne.<br />
Er gab offenbar auch zu, dass die Menschheit zu lange nicht auf die Bedrohung durch den Klimawandel reagiert habe und nicht einmal ihre Bedeutung anerkannt hätte, was auch für sein Land gelte. </p>
<p>So weit, so gut !! Anders noch als sein Vorgänger George Bush hat Obama den Klimawandel als Problem anerkannt, dem massiv und mit aller Kraft entgegengewirkt werden muss.<br />
Doch wer nun glaubt, dass diesen Worten auch Aussagen zu konkreten Zielen zur CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktion seines Landes folgen würden, wurde bitter enttäuscht. Obama führte in keinster Weise aus, wie die Zielsetzungen zur CO<sub>2</sub>-Emission der USA konkret aussehen werden.</p>
<p>Er versprach lediglich, dass die USA zusammen mit den anderen Industrienationen eine Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen wollten. Andererseits mahnte er die Entwicklungs- und Schwellenländer an, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen, was man wohl eher als eine Farce bezeichnen kann!</p>
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		<title>USA bremsen Kampf gegen Klimawandel?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 22:03:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Meint es Obama tatsächlich ernst mit seinen vielfach bekundeten Äußerungen zum Kampf gegen den Klimawandel ?! Oder werden die USA wieder einmal das internationale Vorgehen gegen den Klimawandel blockieren? Am 16.09.09 erschien ein Artikel auf Spiegel Online mit dem Titel &#8220;USA bremsen Kopenhagener Klimaziele aus&#8221; und weiter: &#8220;Scheitert die Klimakonferenz in Kopenhagen schon bevor sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meint es Obama tatsächlich ernst mit seinen vielfach bekundeten Äußerungen zum Kampf gegen den Klimawandel ?! Oder werden die USA wieder einmal das internationale Vorgehen gegen den Klimawandel blockieren?<br />
Am 16.09.09 erschien ein <a title="Spiegel Online vom 16.09.09" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,649307,00.html" target="_blank">Artikel</a> auf Spiegel Online mit dem Titel &#8220;USA bremsen Kopenhagener Klimaziele aus&#8221; und weiter: &#8220;Scheitert die Klimakonferenz in Kopenhagen schon bevor sie begonnen hat?&#8221; Liest man diesen Artikel, so kann man an Obamas guten Absichten und denen seiner Regierungsmitglieder nur zweifeln!</p>
<p>Im Dezember wird in Kopenhagen die nächste <a title="Weltklimakonferenz in Kopenhagen" href="http://en.cop15.dk/" target="_blank">Weltklimakonferenz</a> stattfinden, auf der für alle Länder die Marschroute nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls festgelegt werden soll. Derzeit wird auf internationaler Ebene fieberhaft an einem Verhandlungstext für die Konferenz gearbeitet.<br />
Hierzu finden noch zwei weitere Vorbereitungstreffen statt, und zwar vom 28. September bis zum 9. Oktober in Bangkok, Thailand, und vom 2.-6. November in Barcelona, Spanien. Eins der bisherigen <a title="Weitere Klimakonferenz gescheitert" href="http://blog.planet-br.com/?p=536" target="_blank">Vortreffen</a> in Bonn im August war leider ohne erkennbares Ergebnis geblieben.<br />
Außerdem vernimmt man zur Zeit aus der Presse Meldungen, wie die einzelnen Länder zum weiteren Vorgehen gegen den Klimawandel stehen bzw. was man sich dementsprechend vom Ausgang des Weltklimagipfels erhoffen kann. Diese Hoffnungen werden immer mehr getrübt!</p>
<p>So wie es aus vielerlei Quellen auch seitens des United Nations Framework Convention on Climate Change (<a title="UNFCCC" href=" http://unfccc.int/2860.php" target="_blank">UNFCCC</a>) der Vereinten Nationen selber verlautet wird, seien für die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktionswerte für die Industrieländer von 25 – 40 % gegenüber dem Stand von 1990 bis zum Jahr 2020 im Gespräch.</p>
<p>Wie es in dem Spiegel Online-Artikel heißt, hat der Energieminister der USA Steven Chu nun aber offenbar geäußert, dass eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 30 bis 40% bis 2020 für die USA zu hochgegriffen und nicht umsetzbar sei.<br />
Dies ist überaus bedenklich, da im Grunde bereits diese Reduktion viel zu niedrig ist, um das vielfach erklärte Ziel noch einzuhalten, die globale Temperaturerhöhung auf höchstens <br /><a title="Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten?" href="http://blog.planet-br.com/?p=327" target="_blank">2° Celsius</a> zu begrenzen. Diese Grenze wird von vielen Wissenschaftlern als Limit angesehen, um unumkehrbare katastrophale Konsequenzen des Klimawandels überhaupt noch verhindern zu können.</p>
<p>Gerade die USA müssten doch mit gutem Beispiel vorangehen, damit auch die anderen großen CO<sub>2</sub>-Emissionsverursachenden Länder wie vor allem China und Indien auf der Klimakonferenz überhaupt zu Zugeständnissen bereit sein werden.</p>
<p>In den amerikanischen Energieminister Steven Chu, einen renommierten Physiker und Nobelpreisträger für Physik, der mit Obama ins Weiße Haus einzog, wurden große Hoffnungen gesetzt, was den Kampf gegen den Klimawandel betrifft.<br />
Doch kann und will er die in ihn gesetzten Hoffnungen überhaupt erfüllen?</p>
<p>Chu scheint nun wohl schon einmal vorzubeugen, damit sich im Dezember auf der Welt- <br />klimakonferenz niemand mehr wundert, wenn die USA wieder einmal nicht zu radikalen Reformen bereit sind!</p>
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		<title>Weitere Klimakonferenz gescheitert</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 14:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[IPCC]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer hätte es gedacht: Diejenigen, die es maßgeblich zu verantworten haben, dass sich in der Klimapolitik nichts Bahnbrechendes tut, sind wieder einmal zu keinem konstruktiven Ergebnis gelangt. Rund vier Monate vor dem nächsten Weltklimagipfel, der diesen Dezember in Kopenhagen tagen wird, fand in der Woche vom 10. bis zum 14. August in Bonn nämlich eins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hätte es gedacht: Diejenigen, die es maßgeblich zu verantworten haben, dass sich in der Klimapolitik nichts Bahnbrechendes tut, sind wieder einmal zu keinem konstruktiven Ergebnis gelangt.</p>
<p>Rund vier Monate vor dem <a title="Konferenz zum Klimawandel der Vereinten Nationen vom 07.-18.12.09" href="http://en.cop15.dk/" target="_blank">nächsten Weltklimagipfel</a>, der diesen Dezember in Kopenhagen tagen wird, fand in der Woche vom 10. bis zum 14. August in Bonn nämlich eins der noch verbliebenen drei Vortreffen internationaler Vertreter zur Vorbereitung der Klimakonferenz im Dezember statt. Auf dieser soll ein Nachfolgeabkommen zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen für alle Länder nach Ablauf des Kyoto-Protokolls 2012 abgeschlossen werden.<br />
Weitere Vortreffen sollen im September in Bangkok und im November in Barcelona stattfinden.<br />
Auf dem Treffen in Bonn berieten etwa 2400 internationale Delegierte der verschiedenen Länder über den Verhandlungstext für die Weltklimakonferenz. </p>
<p>Doch wie von <a title="Artikel Spiegel Online vom 14.08.09" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,642559,00.html" target="_blank">Spiegel Online </a>berichtet wird, ist das Treffen in Bonn leider ohne Ergebnis geblieben.  Aus anderer <a title="Bericht von pro-physik.de" href="http://www.pro-physik.de/Phy/print.do?laid=12089" target="_blank">Quelle</a> heißt es sogar, dass „harte Fronten zu einer Blockade der Verhandlungen geführt“ hätten.</p>
<p>Es scheint wohl auch immer noch nicht klar zu sein, ob auf der Weltklimakonferenz in vier Monaten überhaupt für alle Länder rechtlich verbindliche Werte für die Reduktion der <br /> CO<sub>2</sub>-Emissionen festgelegt werden sollen.<br />
Insbesondere der größte Treibhausgasemittent der Welt China, wie auch Indien, wehren sich immer noch gegen rechtlich bindende Ziele zur Kohlendioxidemissionsreduzierung,<br />
obwohl es doch auch ein paar <a title="Artikel Spiegel Online vom 18.08.09" href="http://www.spiegel.de:80/wissenschaft/natur/0,1518,643417,00.html" target="_blank">positive Signale </a>aus China gibt.</p>
<p>Am <a title="Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten?" href="http://blog.planet-br.com/?p=327" target="_blank">07.08.09</a> hatte ich auf einen neueren Bericht zum Klimawandel aufmerksam gemacht, der eine Art Update des 4. IPCC Reports von 2007 darstellt und der als Vorbereitung für diesen kommenden Weltklimagipfel gedacht ist.<br />
Dieser Bericht führt einem noch einmal und noch alarmierender als noch der IPCC Report vor Augen, dass de fakto keine Zeit mehr bleibt, noch abzuwarten, wenn wir die globale Erwärmung noch auf unter 2° C begrenzen wollen und damit unumkehrbare katastrophale Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern.</p>
<p>Angesichts der offensichtlichen dramatischen Situation, in der sich dieser Planet befindet, ist es wieder einmal erschreckend, wie mit dieser Erkenntnis umgegangen wird.<br />
Die Zukunft unseres Planeten und aller Lebensformen auf ihm ist nicht vorherbestimmt.<br />
Wir können so weitermachen wie bisher. Doch dann steuern wir auf dem besten Weg hinein in die Katastrophe.<br />
Es besteht andererseits aber noch die Möglichkeit, eine lebenswerte Zukunft für uns und zukünftige Generationen und Lebewesen auf der Erde zu gestalten.<br />
Dieses erfordert hohes Engagement aller Menschen auf der Erde, aber insbesondere<br />
derjenigen, die auf höchster politischer Ebene die größten Entscheidungsmöglichkeiten besitzen.</p>
<p><em><strong>Worauf warten diejenigen, die es in der Hand haben oder haben sollten, eigentlich noch?</strong></em></p>
<p>Selbst der Chef des UNO-Klimasekretariats Yvo de Boer warnt offenbar mittlerweile vor einem &#8220;globalen Desaster&#8221;, wie es auf Spiegel Online heißt, wenn die Parteien sich nicht bald einigen.<br />
Dann würde wohl auch die nächste Weltklimakonferenz wieder einmal im Sande verlaufen, was alleine schon einer Katastrophe gleichkäme.</p>
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