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	<title>blog.planet-br.com &#187; Klimawandel</title>
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		<title>UN-Klimakonferenz in Bonn ohne Fortschritte</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 10:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 6. bis zum 17. Juni waren Regierungsvertreter aus aller Welt zu einer weiteren UN-Klimakonferenz in Bonn zusammengekommen zur Vorbereitung des diesjährigen Weltklimagipfels Ende des Jahres im südafrikanischen Durban. Doch auch diese Konferenz ist dem erklärten Ziel, der globalen Erwärmung und ihren Konsequenzen effektiv entgegenzuwirken, kein Stück näher gekommen, eher im Gegenteil. Das Kyoto-Protokoll, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 6. bis zum 17. Juni waren Regierungsvertreter aus aller Welt zu einer weiteren <a title="Webseite UNFCCC" href="http://unfccc.int/2860.php" target="_blank">UN-Klimakonferenz</a> in Bonn zusammengekommen zur Vorbereitung des diesjährigen Weltklimagipfels Ende des Jahres im südafrikanischen Durban.<br />
Doch auch diese Konferenz ist dem erklärten Ziel, der globalen Erwärmung und ihren Konsequenzen effektiv entgegenzuwirken, kein Stück näher gekommen, eher im Gegenteil.<br />
Das Kyoto-Protokoll, das bisher einzige verbindliche internationale Abkommen zur Eindämmung der weltweiten Treibhausgasemissionen, läuft Ende 2012 aus. Damit der Klimaschutz danach nicht ins Leere läuft, muss ein für alle Staaten verbindliches Nachfolgeabkommen verabschiedet werden. Davon ist die Staatengemeinschaft allerdings weit entfernt, obwohl äußerste Dringlichkeit in der Sache geboten ist.<br />
Dies wurde erst kürzlich von der Internationalen Energieagentur IEA und dem Weltklimarat bestätigt.<br />
Laut Angaben der IEA stiegen im Jahr 2010 die CO2-Emissionen auf einen neuen Rekordwert an, geschätzte 30,6 Gigatonnen. Es sei nahezu unmöglich, den allgemein akzeptierten Grenzwert einer globalen Erwärmung um 2 Grad Celsius (gegenüber vorindustriellem Niveau), der laut Forschermeinung nicht überschritten werden darf, wenn unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels vermieden werden sollen, noch einzuhalten.<br />
Die auf der vorletzten Weltklimakonferenz in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> im Rahmen des sog. &#8220;Copenhagen Accord&#8221; unverbindlich angegebenen CO2-Reduktionsemissionsziele der Länder würden laut IEA, selbst wenn sie stringent umgesetzt würden, nicht annähernd ausreichen, das 2 Grad-Ziel noch einzuhalten. Und auf dem Weltklimagipfel im letzten Dezember in <a title="Weltklimakonferenz in Cancún" href="http://blog.planet-br.com/?p=2947" target="_blank">Cancún</a> war die Staatengemeinschaft zwar offiziell übereingekommen, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Es blieb aber offen, wie hoch die CO2-Emissionsreduktionen der einzelnen Länder ausfallen müssten, um dieses Ziel zu erreichen.  </p>
<p>Auch bei den <a title="Webseite Info-Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz" href="http://www.co2-handel.de/article388_16577.html" target="_blank">Verhandlungen</a> in Bonn hat sich nichts wesentlich Neues ergeben.<br />
Nach diesen Verhandlungen scheint das Zustandekommen eines neuen rechtsverbindlichen internationalen Klimavertrags im Anschluss an das Kyoto-Protokoll weiterhin mehr als fraglich.<br />
Andererseits gibt es immer noch Streitigkeiten darüber, ob das Kyoto-Protokoll weitergeführt werden soll, ob zentrale Elemente daraus in ein neues Klimaabkommen überführt werden sollen oder ob ein gänzlich neues Klimaabkommen an seine Stelle treten soll.<br />
Würde etwa wie von einigen Staaten gefordert, das Kyoto-Protokoll in der ein oder anderen Art weitergeführt, wären die USA, die es bisher nicht ratifiziert haben, und Länder wie Russland, Japan und Kanada, die ein Fortbestehen des Kyoto-Protokolls ablehnen, nicht mehr bei der Stange zu halten.<br />
Deren Mitwirkung im Kampf gegen den Klimawandel ist aber absolut notwendig, da sie mehr als 80% der weltweiten Treibhausgas-Emissionen produzieren.</p>
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		<title>Klimakonferenz in Bangkok – Vertagen bis zum Untergang</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 22:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 3. bis 8. April fand erneut eine UN-Klimakonferenz nach dem weitestgehend gescheiterten Weltklimagipfel im Dezember letzten Jahres statt, und zwar in Bangkok. Die Presseerklärung zur Konferenz spricht für sich. Wieder einmal hat eine Klimakonferenz nichts Neues gebracht, auch wenn die Verantwort-lichen es letztlich wieder als Erfolg verkaufen wollen. Ein Erfolg in Sachen &#8220;Kampf gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 3. bis 8. April fand erneut eine UN-Klimakonferenz nach dem weitestgehend gescheiterten <a title="Seit Jahrzehnten fünf vor zwölf und immer noch kein Ende - Welklimakonferenz in Cancun" href="http://blog.planet-br.com/?p=2947" target="_blank">Weltklimagipfel</a> im Dezember letzten Jahres statt, und zwar in Bangkok.<br />
Die <a title="UNFCCC Presseerklärung vom 08.04.2011" href="http://unfccc.int/files/press/press_releases_advisories/application/pdf/pr20110408bkk_close.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> zur Konferenz spricht für sich.</p>
<p>Wieder einmal hat eine Klimakonferenz nichts Neues gebracht, auch wenn die Verantwort-lichen es letztlich wieder als Erfolg verkaufen wollen.<br />
Ein Erfolg in Sachen &#8220;Kampf gegen den Klimawandel&#8221; sieht anders aus. Um das Zwei-Grad-Ziel noch halten zu können, die globale Temperaturerhöhung, die laut Expertenmeinung nicht überschritten werden darf, um unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern, wären ambitionierte Maßnahmen der Staatengemeinschaft vonnöten. Diese lassen aber nach wie vor auf sich warten.<br />
Die angestrebten Zielmarken der Länder, was die Reduktion ihrer Kohlendioxidemissionen anbetrifft, reichen hierzu nach wie vor nicht aus.<br />
Es bleibt alles wie gehabt. Konkrete Entscheidungen werden aufgeschoben bis zur nächsten Klimakonferenz, die in Bonn vom 6. bis zum 17. Juni stattfinden wird.<br />
Immer noch streiten die Länder darüber, wie der Klimaschutz nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 weitergehen soll, anstatt endlich ein verbindliches Nachfolgeabkommen zu verabschieden.<br />
Laut dpa äußerte die deutsche Verhandlungsführerin Nicole Wilke:<br />
&#8220;Die Staaten haben sich auf ein Arbeitsprogramm geeinigt für Bonn, das weiterleben wird bis Durban.&#8221; (In Durban in Südafrika wird die nächste Weltklimakonferenz stattfinden.)<br />
Wenn ein Arbeitsplan für die nächste Klimakonferenz alles ist, was die Staatengemeinschaft in Sachen Klimaschutz in gut einer Woche Verhandlung bewerkstelligt, dann gute Nacht!<br />
Solche Worte sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der ernsthaft den Kampf gegen den Klimawandel betreiben will und noch glaubt, dass dies möglich ist.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<title>Seit Jahrzehnten fünf vor zwölf  und immer noch kein Ende &#8211; Weltklimakonferenz in Canc&#250;n</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 00:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 29. November bis 10. Dezember tagten im mexikanischen Canc&#250;n Delegierte aus 194 Ländern, sowie Industrievertreter, Klimaschützer und Wissenschaftler. Was brachte die diesjährige Weltklimakonferenz ? Nach der gescheiterten Weltklimakonferenz in Kopenhagen im letzten Jahr, auf der eigentlich ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet werden sollte, die dann jedoch zum Desaster wurde, war aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 29. November bis 10. Dezember tagten im mexikanischen Canc&uacute;n Delegierte aus 194 Ländern, sowie Industrievertreter, Klimaschützer und Wissenschaftler.<br />
Was brachte die diesjährige <a title="Webseite UNFCCC" href="http://unfccc.int/2860.php" target="_blank"> Weltklimakonferenz</a> ?<br />
Nach der gescheiterten Weltklimakonferenz in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> im letzten Jahr, auf der eigentlich ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet werden sollte, die dann jedoch zum Desaster wurde, war aller Schwung aus den internationalen Klimaverhandlungen verschwunden.<br />
Komplette Ernüchterung war geblieben und kaum noch Hoffnung, den Klimawandel überhaupt noch eindämmen zu können.<br />
Daran hat sich nicht viel geändert.</p>
<p>Leider fehlten auch dieses Jahr wieder konkrete Beschlüsse, geschweigedenn die Verabschiedung eines verbindlichen neuen Abkommens als Folgabkommen zum Kyoto-Protokoll. Von einem Erfolg kann man kaum sprechen, auch wenn es vielerorts so beschworen wird.<br />
Die freiwilligen Zusagen bezüglich möglicher Kohlendioxidemissionsreduktionen, die die Industrieländer letztes Jahr in Kopenhagen machten, wurden lediglich &#8220;zur Kenntnis genommen&#8221;. Sie sind rechtlich nicht bindend, wieder einmal nicht.<br />
Die Staatengemeinschaft hat sich lediglich auf Schritte zu einem neuen Klimaabkommen<br />
zur Reduzierung der weltweiten Kohlendioxidemissionen geeinigt und darauf, dass sich alle 194 Staaten anstrengen sollten, den globalen Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.<br />
Doch wie dies konkret geschehen soll, bleibt offen.<br />
Zwar haben die Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls beschlossen, die Verhandlungen intensiv fortzuführen, damit nach dessen Auslaufen 2012 keine Leerzeit entsteht, doch wie und wann ein solches Folgeabkommen verabschiedet werden soll, wird wieder einmal vertagt auf die nächste Weltklimakonferenz im kommenden Jahr. </p>
<p>So heißt es in der <a title="Abschlusserklärung zur Weltklimakonferenz" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_16/application/pdf/cop16_lca.pdf" target="_blank">Abschlusserklärung</a> der Konferenz bereits im ersten Satz: &#8220;&#8230; Nichts in dieser Entscheidung soll die Aussichten auf und den Inhalt eines rechtlich verbindlichen Ergebnisses in der Zukunft vorwegnehmen.&#8221; Und im selben Satz heißt es auch: &#8220;Durch diesen Beschluss sind noch nicht alle Aspekte der Arbeit abgeschlossen.&#8221;<br />
Diese Worte sprechen alleine schon für sich und die mehr als vagen &#8220;Beschlüsse&#8221;.</p>
<p>Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, ist schnelles Handeln geboten. Doch davor scheuen sich die Länder der Welt nach wie vor.<br />
Vertagen und noch einmal vertagen ist die Devise.<br />
Aber der Klimawandel lässt kein Vertagen zu.<br />
Wir können es uns nicht leisten, noch weiter zu warten, bis wir das Problem ernsthaft angehen.<br />
Sollte es bei den vagen &#8220;Beschlüssen&#8221; von Canc&uacute;n bleiben, wird die globale Temperatur um weitaus mehr als nur zwei Grad ansteigen.<br />
Doch dies ist die Grenze, bis zu der man glaubt &#8211; sowie auch die Forschergemeinschaft insgesamt -, unumkehrbare Konsequenzen des Klimawandels noch vermeiden zu können.</p>
<p>Wenn wir einfach abwarten, bis uns die Klimakrise zur Veränderung zwingt, dann müssen wir uns auf das Schlimmste vorbereiten.<br />
Dann werden wir einfach nur noch auf eine Krise nach der anderen reagieren können, bis es unweigerlich zur Katastrophe kommt, ohne dass wir noch effektiv gegensteuern können.<br />
Können wir den Wettlauf gegen die Zeit überhaupt noch gewinnen?</p>
<p>So sind die Worte des bolivianischen UN-Botschafters Pablo Sol&oacute;n auf dem Klimagipfel, dessen Land als Einziges das Ergebnis des Gipfels nicht akzeptiert hat, nicht von der Hand zu weisen.<br />
Die Beschlüsse von Canc&uacute;n würden nicht ausreichen, sondern sie würden dazu führen, dass sich die Erde nicht nur um zwei, sondern um vier Grad erwärme. Das sei &#8220;Völkermord&#8221;, ein sog. &#8220;Ökozid&#8221;, ein Wort, das der Präsident Boliviens Evo Morales geprägt hatte.</p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<title>In den nächsten 10 Jahren keine Hoffnung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 12:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Und auch die nächste Klimakonferenz im Rahmen der Vereinten Nationen ist gescheitert. Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Ziele, die einen noch an ein ernsthaftes internationales Vorgehen gegen den Klimawandel glauben lassen. Wieder einmal nur hehre Bekundungen, Streit und jede Menge Schuldzuweisungen, aber keine konkreten Ziele, keine Bewegung in den quasi zum Stillstand gekommenen internationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und auch die nächste Klimakonferenz im Rahmen der Vereinten Nationen ist gescheitert. Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Ziele, die einen noch an ein ernsthaftes internationales Vorgehen gegen den Klimawandel glauben lassen. Wieder einmal nur hehre Bekundungen, Streit und jede Menge Schuldzuweisungen, aber keine konkreten Ziele, keine Bewegung in den quasi zum Stillstand gekommenen internationalen Klimaverhandlungen.<br />
Am Freitag ist nach zweiwöchiger Tagung in Bonn die zweite UN-Klimakonferenz nach dem Scheitern in <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Kopenhagen</a> und der ersten gescheiterten <a title="Zwei Grad-Ziel verspielt" href="http://blog.planet-br.com/?p=2225" target="_blank">UN-Klimakonferenz</a> im April zu Ende gegangen.<br />
Die mehr als 5500 Teilnehmer aus aller Welt (einschließlich Regierungsdelegationen aus 185 Ländern) konnten nicht klären, was auf der nächsten Weltklimakonferenz Ende dieses Jahres in Cancún beschlossen werden soll, bzw. wann überhaupt ein verbindlicher Vertrag zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen als Nachfolgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zustande kommen könnte.<br />
Man darf wirklich bezweifeln, ob ein solches jemals zustande kommen wird!</p>
<p>Die Delegierten diskutierten über ein unverbindliches Arbeitspapier bzw. einen Verhandlungstext, mit dem sich die Länder verpflichten könnten, die globale Erwärmung auf entweder zwei oder 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.<br />
In dem Entwurf heißt es auch, dass die globalen Treibhausgasemissionen ihr Maximum 2020 erreichen sollen und dann bis 2050 um mindestens 50 bis 85 % (gegenüber dem Basisjahr 1990) vermindert werden sollen, wobei die Industrieländer sogar 80 bis 95 % leisten sollen. Bis 2020 sollen die Industrieländer eine Reduzierung von 25 bis 40 Prozent erreichen. Bei diesem kurzfristigen Ziel wurde aber das Basisjahr offen gelassen.<br />
Dies ist also mehr als unverbindlich, hatte man doch zuvor bei letzterer Zielsetzung zumindest immer das Basisjahr 1990 zugrunde gelegt, das jetzt offenbar wieder zur Diskussion steht.<br />
Berücksichtigt man außerdem die Erklärungen der 76 Länder, die gemäß &#8220;<a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">Copenhagen Accord</a>&#8221; Erklärungen abgegeben hatten, wie sie sich die Reduktion der Treibhausgase ihrer Länder in Zukunft vorstellen, also ihre freiwilligen <a title="Selbstverpflichtungen der Länder im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung" href="http://unfccc.int/home/items/5262.php" target="_blank">Selbstverpflichtungen</a>, so wurde bereits zuvor klar, dass das 2 Grad Celsius-Ziel hiermit schon nicht machbar ist, sondern bis Ende dieses Jahrhunderts sogar eine globale Temperaturerhöhung von über <a title="Zwei Grad-Ziel verspielt" href="http://blog.planet-br.com/?p=2225" target="_blank">drei Grad</a> zu erwarten sei.</p>
<p>Auch auf dieser Konferenz gab es keine neuen Angebote oder Vorschläge der Industrieländer über die bereits geäußerten Selbstverpflichtungen hinaus, wie denn die globale Temperaturerhöhung auf 2 Grad oder gar 1,5 Grad Celsius zu begrenzen sei. Also kann man auch hierbei wohl nur &#8211; wenn überhaupt &#8211; von hehren Bekundungen sprechen, die nicht ernsthaft verfolgt werden.</p>
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		<title>Zwei Grad-Ziel verspielt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 13:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der kläglich gescheiterten Weltklimakonferenz in Kopenhagen letzten Dezember fand vom 9. bis 11. April in Bonn wieder ein Klimatreffen im Rahmen der UN statt. Es trafen sich etwa 2000 Regierungsvertreter aus rund 190 Ländern. Doch wie es nun weiter geht in der internationalen Klimapolitik, bleibt weitgehend offen. So bleibt die abschließende Presseerklärung vom 11. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der kläglich gescheiterten <a title="Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz" href="http://blog.planet-br.com/?p=1607" target="_blank">Weltklimakonferenz</a> in Kopenhagen letzten Dezember fand vom 9. bis 11. April in Bonn wieder ein Klimatreffen im Rahmen der UN statt.<br />
Es trafen sich etwa 2000 Regierungsvertreter aus rund 190 Ländern. Doch wie es nun weiter geht in der internationalen Klimapolitik, bleibt weitgehend offen.<br />
So bleibt die abschließende <a title="Presseerklärung vom 11.04.2010" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/101104_pr_awg_april.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> vom 11. April auch wieder einmal unverbindlich und nichtssagend: Man schließe die Konferenz mit der &#8220;Vereinbarung, den Verhandlungsplan zu intensivieren, um am Ende des Jahres in Mexiko ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen.&#8221;<br />
Dort findet nämlich in Canc&uacute;n vom 29. November bis 10. Dezember die nächste Weltklimakonferenz statt. Doch dass in Cancún ein verbindliches Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zustande kommen könnte, wie es eigentlich schon in Kopenhagen hätte geschehen sollen, daran dürfte wohl kaum jemand mehr ernsthaft glauben.<br />
Die internationale Klimapolitik war im letzten Jahr so gut in Fahrt geraten – so hatte es zumindest den Anschein, sämtliche Politiker und Regierungsvertreter vieler Länder versicherten immer wieder, dass man doch mit allen Kräften gegen den gefährlichen und bedrohlichen Klimawandel vorgehen müsste. Diese Himmelfahrt sollte ihren Höhepunkt in Kopenhagen erreichen mit einem verbindlichen Abkommen zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen. Doch es kam anders. Das gesamte Treffen wurde zum Fiasko. Ergebnis war lediglich der sog. <a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">Copenhagen Accord</a> (Kopenhagen-Vereinbarung), eine bloße Absichtserklärung, die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit zu begrenzen, die Grenzmarke, die laut allgemeiner Forschermeinung nötig ist, um irreparable Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern.<br />
Diese Vereinbarung wurde aber nicht einmal von der Staatengemeinschaft formal verabschiedet, wodurch sie letztlich kaum Aussagekraft besitzt.<br />
Konkret in die Pflicht genommen wurde außerdem niemand.<br />
Laut Copenhagen Accord sollten sich die einzelnen Länder bis Ende Januar lediglich äußern, wie ihre eigens festgelegten Klimaziele für die Zukunft aussähen, dies allerdings auf völlig freiwilliger Basis.</p>
<p>Bis zum 13. April haben 76 Länder, darunter 41 Industrieländer und 35 Entwicklungsländer, ihre <a title="Selbstverpflichtungen der Länder im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung" href="http://unfccc.int/home/items/5262.php" target="_blank">Reduktionsziele</a> zur Kopenhagen-Vereinbarung eingereicht.  </p>
<p>Ein Forscherteam von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sowie des Unternehmens Ecofys und der Organisation Climate Analytics  berichtet jetzt aber in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift <a title="Nature Artikel vom 21.04.2010" href="http://www.nature.com/nature/journal/v464/n7292/full/4641126a.html" target="_blank">Nature</a>, dass eben diese Selbstverpflichtungen der Staaten, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die globale Erwärmung nicht auf zwei Grad Celsius begrenzen, sondern sogar eine globale Temperaturerhöhung bis zum Jahr 2100 von über 3 Grad Celsius bewirken werden.<br />
Berücksichtigt man die bisherigen Erklärungen der Länder, was die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen anbetrifft, werden nach Meinung der Forscher die globalen Emissionen bis 2020 noch um 10 bis 20 % anwachsen, anstatt zu sinken. Sie würden dann eine Höhe erreichen, die in ihrer Wirkung 47,9 bis 53,6 Gigatonnen Kohlendioxid entsprechen (Gigatonnen CO<sub>2</sub>-Äquivalente). Dies ergäbe aber eine mehr als fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich das Erdklima im 21. Jahrhundert um mehr als drei Grad Celsius erwärmt, berechneten die Autoren.</p>
<p>Auch nach Ansicht des Direktors des PIK Hans Joachim Schellnhuber, der gleichzeitig Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und Berater der Bundesregierung ist, sind die angekündigten Maßnahmen der 76 Staaten nicht ausreichend, um das Zwei-Grad-Limit noch einzuhalten.<br />
Laut seiner Einschätzung, die auch von anderen WBGU-Mitgliedern mitgetragen wird und in einem Zeit-Beitrag veröffentlicht wurde, lassen die Maßnahmen sogar eine menschengemachte Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 erwarten.</p>
<p>Die Maßnahmen der einzelnen Länder weltweit, ihre Treibhausgasemissionen zu senken, reichen also bei weitem nicht aus, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, was ja leider nach dem gescheiterten Weltklimagipfel schon zu erwarten war.</p>
<p>Für unseren Planeten bedeutet dies leider nichts Gutes! </p>
<p>[<em>Blogbeitrag von A. Ewers</em>]</p>
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		<item>
		<title>Wasser auf die Mühlen der Klimawandelskeptiker</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 20:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Gletscher]]></category>
		<category><![CDATA[Himalaya]]></category>

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		<description><![CDATA[Im vierten Bericht des Weltklimarats von 2007 heißt es, dass durch den Klimawandel die meisten Gletscher des Himalaya bis 2035 abgeschmolzen sein könnten, eine Prognose, die nach heftigen Diskussionen nun vom IPCC wieder zurückgenommen wurde! Schon Al Gore hat in seinem berühmten Buch „Eine unbequeme Wahrheit“ davor gewarnt, dass bedingt durch den Klimawandel fast alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im vierten Bericht des Weltklimarats von 2007 heißt es, dass durch den Klimawandel die meisten Gletscher des Himalaya bis 2035 abgeschmolzen sein könnten, eine Prognose, die nach heftigen Diskussionen nun vom IPCC wieder zurückgenommen wurde! </p>
<p>Schon Al Gore hat in seinem berühmten Buch „Eine unbequeme Wahrheit“ davor gewarnt, dass bedingt durch den Klimawandel fast alle Gletscher auf der Erde im Begriff sind abzuschmelzen. Das ist Fakt und wird auch von keinem Wissenschaftler mehr ernsthaft bezweifelt. Ähnlich dem immer schneller schwindenden Eis an den Polkappen der Erde, wobei die <a title="Arktis in 10 Jahren im Sommer eisfrei?" href="http://blog.planet-br.com/?p=1816" target="_blank">Arktis</a> einen besonderen Brennpunkt darstellt, sind auch die Gletscher auf der Erde durch die steigenden globalen Temperaturen massiv gefährdet.</p>
<p>Gletscher entstehen, wenn Schnee lange genug an einem Ort verbleibt, durch weiteren Schneefall immer stärker komprimiert wird, um dann zu Eis zu werden, zu oft riesigen dicken Eismassen.<br />
Damit sich immer mehr Schnee ansammeln kann und andererseits nicht zu viel Schnee oder Eis wieder abschmilzt, befinden sich Gletscher in der Regel entweder in höher gelegenen Bergregionen oder im Bereich der Pole der Erde, wo im Winter viel Schnee fällt und im Sommer kühle Temperaturen vorherrschen.<br />
Derzeit sind weltweit etwa 10 % der Landfläche der Erde mit Gletschern bedeckt.<br />
Die meisten Gletscher sind in den Polarregionen, in der Antarktis und Grönland, zu finden, aber es existieren Gletscher auf fast jedem Kontinent.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Die Gletscher der höchsten Gebirgskette der Welt, des Himalaya. [Quelle: www.meridian.de]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/01/himalaya-big.jpg" alt=""><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2010/01/himalaya-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Die Himalaya-Gletscher</div>
</div>
</div>
<p>Auch das weltgrößte und höchste Gebirgssystem der Welt, der Himalaya, welcher den indischen Subkontinent gegen das Hochland von Tibet und Zentralasien begrenzt, beherbergt viele Tausend Gletscher.<br />
So ist auch sein Name treffend, bedeutet Himalaya in Sanskrit doch soviel wie: &#8220;Dort, wo der Schnee wohnt.&#8221;<br />
Als Frischwasserspeicher garantieren die Gletscher des Himalaya die Trinkwasserversorgung von Hunderten Millionen Menschen in Asien, vor allem in Indien und China.<br />
Schmelzen die Gletscher komplett ab, so ist die gesamte Wasserversorgung der Region gefährdet.</p>
<p>Gletschereis kann normalerweise mehrere Hundert bis mehrere Hunderttausend Jahre überdauern. Doch durch den Klimawandel und die steigenden globalen Temperaturen sind die Gletscher der Erde nun dabei abzuschmelzen.<br />
Die starke Reaktion vieler Gletscher bereits auf die relativ geringe globale Erwärmung<br />
von derzeit 0,8 °C lässt bereits erahnen, dass bei einer globalen Erwärmung um mehrere Grad die meisten Gebirgsgletscher der Welt verschwinden werden.</p>
<p>Die Frage des kompletten Abschmelzens und bis wann stellt sich auch bei den zahlreichen Himalaya-Gletschern. Die Forscher des Weltklimarats hatten diese Problematik als so eklatant angesehen, dass sie ihr in ihrem vierten Sachstandsbericht von 2007 besondere Aufmerksamkeit zollten.<br />
Ihre Prognose ist unter heftigen Beschuss geraten.</p>
<p><strong>Worum geht es genau?</strong></p>
<p>Im vierten <a title="Webseite IPCC" href="http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg2/en/ch10s10-6-2.html" target="_blank">Bericht</a> des Weltklimarats IPCC heißt es:</p>
<p><strong><em>&#8220;Die Gletscher des Himalaya schwinden schneller als in irgendeinem anderen Teil der Welt, und, wenn die derzeitige Rate sich so fortsetzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zum Jahr 2035 oder vielleicht früher gänzlich verschwunden sein werden, sehr hoch, wenn die Erde sich mit der derzeitigen Rate weiter erwärmt. Ihre gesamte Fläche wird wahrscheinlich bis zum Jahr 2035 von den zur Zeit 500.000 auf 100.000 Quadratkilometer zusammenschrumpfen.&#8221;</em></strong></p>
<p>Als Quelle geben die IPCC Wissenschaftler hierbei eine <a title="Studie WWF 2005" href="http://assets.panda.org/downloads/himalayaglaciersreport2005.pdf" target="_blank">Studie</a> der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) von 2005 im Rahmen des WWF Nepal Programms an, die sich mit den Gletschern und ihrem Verschwinden in Nepal, Indien und China auseinandersetzte.<br />
In dem entsprechenden Bericht zur Studie befindet sich ein Satz, der dem Wortlaut im IPCC Bericht entspricht und als Zeitpunkt des kompletten Verschwindens der Himalaya-Gletscher auch die Jahreszahl 2035 angibt.<br />
Der WWF zitiert diese Zahlenangabe jedoch nur. Sie entspränge wiederum einer anderen Quelle, und zwar einem Bericht aus dem Jahr 1999 von der Arbeitsgruppe für himalayische Gletscherkunde (Working Group on Himalayan Glaciology, WGHG) der Internationalen Kommission für Schnee und Eis (ICSI).<br />
Erstaunlicherweise kommt genau diese Zahlenangabe aber in dem benannten Bericht überhaupt nicht vor.</p>
<p>Darüber hinaus wird in der WWF Studie Professor Syed Hasnain, der Chairman der ICSI, zitiert, der gegenüber dem New Scientist Magazin &#8211; wie in der Juni Ausgabe von 1999 veröffentlicht &#8211; gesagt haben soll, dass die meisten Gletscher in der himalayischen Region „innerhalb von 40 Jahren als eine Folge der globalen Erwärmung verschwinden werden“. Dies wurde allerdings nun vom WWF wieder zurückgenommen und als „unverlässlich“ angegeben.<br />
Außerdem verweist der WWF auf eine unpublizierte Studie von Hasnain. Doch auch in dieser kommt die Jahreszahl 2035 nicht vor!<br />
Wie <a title="Artikel Zeit Online vom 21.01.2010" href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-01/gletscherprognose-kritik" target="_blank">Zeit Online</a> berichtet, bestreitet Hasnain vor der Presse, jemals überhaupt eine Jahreszahl genannt zu haben. </p>
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		<title>Desaströses Ende einer Weltklimakonferenz</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 17:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltklimagipfel]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein. Auf dem Weltklimagipfel hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlimmer hätte es kaum kommen können! Nach dem zweiwöchigen Gipfeltreffen vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen, das ursprünglich der Rettung der Welt vor dem &#8220;gefährlichen&#8221; Klimawandel hätte dienen sollen, scheint nun alle Hoffnung Gefühlen von Schock und Ernüchterung gewichen zu sein.<br />
Auf dem <a title="Webseite der UN zur Weltklimakonferenz" href="http://unfccc.int/meetings/cop_15/items/5257.php" target="_blank">Weltklimagipfel</a> hatten sich mehr Regierungs- und Staatschefs zusammengefunden als jemals in der Geschichte der UN zuvor, 119 an der Zahl, wie es laut <a title="Presseerklärung des UN-Klimasekretariats vom 19.12.2009" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/pr_cop15_20091219.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> des UN-Klimasekretariats zum Ende der Konferenz heißt.<br />
Trotzdem ist die Weltklimakonferenz gescheitert, und nicht nur das, sie endet im totalen Fiasko und wird zur Farce. Bestürzung und Verzweiflung haben sich nicht nur unter Klima- und Umweltschützern breit gemacht.</p>
<p>Nicht nur, dass auf dem Weltklimagipfel keinerlei verbindliches Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde, es kam nicht einmal eine politisch bindende Schlusserklärung zum weltweiten Klimaschutz zustande, die vom Plenum verabschiedet wurde.<br />
Das einzige Ergebnis des Weltklimagipfels, wenn man es denn überhaupt als solches bezeichnen wollte, ist eine Erklärung, der sog. <a title="Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank">&#8220;Copenhagen Accord&#8221;</a>, die von den Regierungschefs der einflussreichsten Länder ausgearbeitet und von der gesamten Staatengemeinschaft lediglich &#8220;zur Kenntnis genommen&#8221; wurde.<br />
Diese Erklärung wurde nicht einmal formal vom Plenum akzeptiert, denn ärmere Länder weigerten sich, das Dokument anzunehmen. Da die UNO aber ihre Beschlüsse entweder im Konsensverfahren oder eben gar nicht verabschiedet, kam so nicht einmal ein Minimalkonsens zustande.</p>
<p>Die Länder haben in der Erklärung lediglich das 2 Grad Celsius-Ziel &#8211; die durchschnittliche globale Temperaturerhöhung gegenüber vorindustrieller Zeit, die höchstens erreicht werden darf, um die schlimmsten unumkehrbaren Konsequenzen des Klimawandels noch zu verhindern &#8211; als Richtschnur aller Klimaschutzbemühungen anerkannt bzw. wohl eher nur <em>zur Kenntnis genommen</em>.<br />
Wie dies aber erreicht werden soll, bleibt völlig offen und wird nicht weiter präzisiert.</p>
<p>Dem Dokument fehlt jedwede Verbindlichkeit.<br />
Jedwede konkreten Zahlen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen fehlen. Kein Höchstmaß an Emissionen wurde festgelegt und ebenso nicht, welche Länder bis wann welche Emissionsreduktionen vornehmen müssen bzw. sollten.<br />
Lapidar heißt es nur in der Erklärung: &#8220;Wir sind uns einig, dass tiefe Einschnitte in den globalen Emissionen vonnöten sind &#8230; .&#8221; Und: &#8220;Wir sollten kooperieren, um den Höchstwert der globalen und nationalen Emissionen sobald wie möglich zu erreichen.&#8221;</p>
<p>Somit hebt die Kopenhagener Erklärung zwar hervor, dass es notwendig ist, so schnell wie möglich Treibhausgasreduktionen vorzunehmen, doch in welchem Masse, ab und bis wann jedes Land welche Treibhausgasreduktionen vornimmt, erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis, die die einzelnen Länder bis Ende Januar konkretisieren sollen.</p>
<p>So bezeichnet der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (<a title="Webseite des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung" href="http://www.pik-potsdam.de/index-html?set_language=de" target="_blank">PIK</a>) Hans Joachim Schellnhuber, der gleichzeitig Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist, das Ergebnis der Anerkennung des 2 Grad-Ziels  als &#8220;einen tragischen Triumph der Wissenschaft. Die von der Klimaforschung empfohlene Obergrenze für die globale Erwärmung wird einerseits endlich übernommen, andererseits finden die tatsächlich notwendigen Maßnahmen zur Beachtung der Leitplanke (insbesondere Reduzierung der globalen Emissionen um deutlich mehr als 50 % bis 2050) keine Erwähnung. Insofern gibt es ein Ziel, aber die Wege dorthin bleiben noch im Dunkeln&#8221;.</p>
<p>Was konkrete Zahlen anbetrifft, so werden in der Erklärung zumindest die Finanzhilfen für die ärmeren Länder beziffert: So sollen diese in der Zeit von 2010 bis 2012 rund 30 Milliarden Dollar von den Industrieländern erhalten, zukünftig rund 100 Milliarden Dollar jährlich.</p>
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		<title>Scheitern der letzten Klimakonferenz vor Kopenhagen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 17:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Und auch die letzte Vorkonferenz vor dem alles entscheidenden anstehenden Weltklimagipfel, der in knapp vier Wochen in Kopenhagen beginnt, ist ergebnislos zu Ende gegangen. In Barcelona haben vom 2. bis 6. November noch einmal die Vertreter von über 180 Ländern getagt, um den Weltklimagipfel, der vom 7. bis 18. Dezember in Dänemark stattfindet, vorzubereiten. Eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und auch die letzte Vorkonferenz vor dem alles entscheidenden anstehenden <a title="Webseite zur Weltklimakonferenz der UN" href="http://en.cop15.dk/news/view+news?newsid=2345" target="_blank"> Weltklimagipfel</a>, der in knapp vier Wochen in Kopenhagen beginnt, ist ergebnislos zu Ende gegangen. </p>
<p>In Barcelona haben vom 2. bis 6. November noch einmal die Vertreter von über 180 Ländern getagt, um den Weltklimagipfel, der vom 7. bis 18. Dezember in Dänemark stattfindet, vorzubereiten.</p>
<p>Eigentlich sollte in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll von 1997 vereinbart werden, welches für alle Länder verbindliche Regelungen zur CO<sub>2</sub>-Emissionsreduzierung festlegt.<br />
Doch die Zeichen für ein derartiges verbindliches Abkommen stehen mehr als schlecht!</p>
<p>Obwohl auch im Rahmen der letzten Konferenz in <a title="Trauerspiel zum Ende der Klimakonferenz in Bangkok" href="http://blog.planet-br.com/?p=1143" target="_blank">Bangkok</a> und danach und immer wieder bekundet wurde und wird, dass doch ein verbindliches Abkommen im Dezember zustande kommen muss, tun doch die Beteiligten alles, um dies zu verhindern.<br />
Weniger als einen Monat vor der entscheidenden Konferenz in Kopenhagen scheint immer noch alles offen zu sein: welche Form etwa ein solches Abkommen haben soll, ob es überhaupt in einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag mündet oder lediglich ein politisches Lippenbekenntnis bleibt. Selbst darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Im Gegenteil: Es scheint mittlerweile schon klar zu sein, dass in Kopenhagen keinerlei verbindliches Abkommen zustande kommen wird.</p>
<p>Wie es in der <a title="Presseerklärung des UN-Klimasekretariats vom 06.11.2009" href="http://unfccc.int/files/press/news_room/press_releases_and_advisories/application/pdf/closing_pr_barcelona.pdf" target="_blank">Presseerklärung</a> des UN-Klimasekretariats zur Konferenz in Barcelona heißt,<br />
gab es nur „einen kleinen Fortschritt in den beiden großen Streitfragen“, nämlich der mittelfristigen Emissionsreduktionsziele der Industrieländer und der Finanzhilfen für die Entwicklungsländer, die es diesen ermöglichen sollen, ihr Wachstum und damit auch ihre CO<sub>2</sub>-Emissionen zu begrenzen.<br />
Und diesen &#8220;kleinen Fortschritt&#8221; muss man wohl eher als <em>keinen Fortschritt</em> interpretieren. </p>
<p>So sagte denn auch der Chef des UN-Klimasekretariats Yvo de Boer bei seiner abschließenden Pressekonferenz am 6. November, dass es deutlich &#8220;mehr Bewegung&#8221; geben müsse und dass die &#8220;Regierungen zwischen jetzt und Kopenhagen ihre Zusagen deutlich machen&#8221; müssten. </p>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fWWZvFYNaFo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fWWZvFYNaFo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center><br />
</p>
<p>Ein in Kopenhagen abgeschlossener Vertrag müsse seiner Meinung nach 4 wichtige Punkte enthalten, nämlich: &#8220;1. Ehrgeizige Emissionsreduktionsziele der Industriestaaten bis 2020, 2. Bestrebungen der Entwicklungsländer, ihr Wachstum zu begrenzen, 3. kurz- und langfristige Finanzierungsmodalitäten der reichen Länder, sowie 4. Strukturen, um dieses Geld zu verteilen.&#8221;</p>
<p>Doch über diese wichtigen Punkte konnte bisher noch keine Einigung erzielt werden.</p>
<p>Yvo de Boer forderte auch noch einmal die USA auf, sich auf genaue Reduktionsziele bis zur Mitte des Jahrhunderts festzulegen.<br />
Wie in der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende berichtet wird, wollte sich jedoch der<br />
US-amerikanische Chef-Klimaunterhändler Jonathan Pershing bis zum Ende der Konferenz nicht einmal darauf festlegen, ob die USA in Kopenhagen überhaupt irgendwelche genauen Zahlen nennen werden. </p>
<p>Wenn die Industriestaaten, die den Großteil der weltweiten CO<sub>2</sub>-Emissionen zu verantworten haben und damit die Hauptverursacher des Klimawandels sind, und insbesondere die USA als größter CO<sub>2</sub>-Emittent unter den Industrieländern jedoch in Kopenhagen nicht mit gutem Beispiel vorangehen und genaue Zielvorgaben machen sowie den ärmeren Ländern Finanzhilfen zur Verfügung stellen, wird es zu keiner Einigung und erst gar keinem Vertrag in Kopenhagen kommen.</p>
<p>Von <a title="Artikel von Spiegel-Online vom 06.11.2009" href="http://www.spiegel.de:80/wissenschaft/natur/0,1518,659824,00.html" target="_blank"> Spiegel-Online</a> wurde sogar berichtet, dass selbst Yvo de Boer nicht mehr ernsthaft daran glaubt, dass ein fertiger Vertrag einschließlich Vertragsabschluss in Kopenhagen zustande kommen könnte, obwohl er dies in seiner Presseerklärung noch angab.<br />
So wie es vielerorts heißt, könnte möglicherweise eine politische Willenserklärung der Staats- und Regierungschefs ein solches verbindliches Abkommen ersetzen.<br />
Doch eine derartige Willenserklärung wäre wenn überhaupt nur politisch bindend und würde wieder einmal nur eine Alibifunktion erfüllen.</p>
<p>Auf dem politischen Parkett würde dann wieder einmal alles bleiben <em>wie gehabt</em>, was anhand der drängenden Probleme unserer Zeit einer Katastrophe gleichkäme! </p>
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		<title>Arktis in 10 Jahren im Sommer eisfrei ?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 14:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschheit produziert Unmengen an Kohlendioxid, die in die Erdatmosphäre geblasen durch den Treibhauseffekt die globalen Temperaturen immer mehr nach oben treiben. Das weiß mittlerweile fast jedes Kind, und auch dass dieser menschengemachte Klimawandel dramatische Konsequenzen mit sich bringt. Einige dieser Konsequenzen wie das rasante Abschmelzen des Eises auf der Erde sind bereits in vollem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschheit produziert Unmengen an Kohlendioxid, die in die Erdatmosphäre geblasen durch den Treibhauseffekt die globalen Temperaturen immer mehr nach oben treiben. Das weiß mittlerweile fast jedes Kind, und auch dass dieser menschengemachte Klimawandel dramatische Konsequenzen mit sich bringt.<br />
Einige dieser Konsequenzen wie das rasante Abschmelzen des Eises auf der Erde sind bereits in vollem Gange.<br />
Selbst bei der bisher gemessenen relativ mäßigen globalen Temperaturerhöhung von rund<br />
0,8 °C sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits in allen Teilen der Welt zu spüren und zu sehen. Fast alle Gletscher auf unserem Planeten sind dabei abzuschmelzen, so auch die <a title="Wasser auf die Mühlen der Klimawandelskeptiker" href="http://blog.planet-br.com/?p=1856" target="_blank">Himalaya-Gletscher</a>.</p>
<div class="paleft">
<div class="postimgl"><a title="Von 1979 bis 2007 ist das arktische Eis dramatisch zurückgegangen. [Quelle: NASA]" rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktis-1979-2007-big.jpg"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktis-1979-2007-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Schwund des arktischen Eises</div>
</div>
</div>
<p>Vor allem aber das &#8220;ewige&#8221; Eis an den Polkappen der Erde schwindet immer schneller dahin, denn die Erderwärmung macht sich an den Polen der Erde wesentlich stärker bemerkbar als irgendwo sonst auf der Welt. Dabei gilt insbesondere die Arktis als einer der Brennpunkte des Klimawandels: Kaum irgendwo sonst schreitet die Erderwärmung so rapide voran wie im hohen Norden. So berichtete die US-Wetterbehörde <a title="National Oceanic and Atmospheric Administration" href="http://www.noaa.gov" target="_blank">NOAA</a> (National Oceanic and Atmospheric Administration), dass die Temperaturen im Herbst 2008 in der Region 5 Grad über dem Durchschnitt lagen.</p>
<p>Im Gegensatz zum Südpol, wo sich das antarktische Eisschild befindet, liegt am geografischen Nordpol kein Kontinent, sondern der arktische Ozean, der von einer im Mittel mehrere Meter dicken Eisschicht bedeckt ist. Diese in der Regel mit Schnee bedeckte Eisschicht auf dem Ozean bewirkt, dass die aus dem Weltraum einfallende Sonnenstrahlung zu 70-80 % wieder in den Weltraum zurückreflektiert wird. Die weiße Farbe des Ozeans sorgt so mit dafür, dass es in der Arktis kalt bleibt.<br />
Aufgrund des Schmelzens des Eises ergibt sich aber nun eine andere Situation. Ohne Eis und Schnee auf dem Ozean kommt nämlich ein Rückkopplungseffekt zum Tragen, der zu einer noch stärkeren Erwärmung führt. </p>
<p>Liegt der Ozean frei, fehlt ihm die reflektierende Schutzschicht, dann wird der Großteil der einfallenden Sonnenstrahlung vom dunkleren Wasser des arktischen Ozeans absorbiert und heizt zunächst sich selbst und dann die Atmosphäre weiter auf. Durch Verdunstung gelangt immer mehr Wasserdampf in die Atmosphäre, das wie Kohlendioxid als Treibhausgas wirkt und die globalen Temperaturen weiter nach oben treibt. Außerdem übt das wärmer gewordene Wasser einen größeren Schmelzdruck auf das benachbarte Eis aus, wodurch dieses noch schneller abschmilzt.<br />
Diese sich immer mehr aufschaukelnde Rückkopplung führt dazu, dass sich die Erderwärmung mehr und mehr verstärkt. </p>
<div class="paright">
<div class="postimgr"><a title="Normalerweise ist der arktische Ozean im Winter großflächig mit Eis und Schnee bedeckt." rel="lightbox" href="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktischerozean-neu-big1.jpg"><img title="Zur Vergr&ouml;&szlig;erung anklicken!" src="http://blog.planet-br.com/wp-content/uploads/2009/10/arktischerozean-neu-thumb.jpg" alt="" /></a>
<div class="postimgcapt">Arktischer Ozean</div>
</div>
</div>
<p>Lange Zeit war der arktische Ozean ganzjährig mit Eis und Schnee bedeckt. Seit über einem halben Jahrhundert wird aber eine Abnahme der Meereisfläche bedingt durch den Klimawandel beobachtet, die im Sommer am dramatischsten ist. Bei zunehmender Erderwärmung könnte bald der arktische Ozean im Sommer gänzlich eisfrei sein.</p>
<p>Am Ende des arktischen Winters, wenn die Ausdehnung der Eisdecke des arktischen Ozeans am größten ist, umfasst sie eine Fläche von bis zu 15 Millionen Quadratkilometern. Der Anteil der Eisdecke, die auch mehrere Jahre übersteht, ohne im Sommer komplett abzuschmelzen, sog. mehrjähriges mehrere Meter dickes Eis, geht aufgrund des zunehmenden Klimawandels immer mehr zurück. Was bleibt ist viel dünneres einjähriges Eis, welches im Sommer besonders stark gefährdet ist.<br />
Messungen des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) aus den USA zeigten, dass im März 2008 rund 70 % des Eises auf dem arktischen Ozean aus dünnem, einjährigem Eis bestanden, wodurch auch die Ausdehnung der Eisfläche immer mehr abnimmt.</p>
<p>Seit den 1970er Jahren ist die Sommerausdehnung des arktischen Meereises bereits um rund die Hälfte geschrumpft.<br />
Erst im <a title="Artikel Spiegel Online vom 18.09.2009" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,649834,00.html" target="_blank">September</a> (siehe auch <a title="Webseite der NASA" href="http://www.nasa.gov/topics/earth/features/seaicemin09.html" target="_blank">NASA Beitrag</a>) veröffentlichten Forscher des NSIDC Satellitendaten, die deutlich machten, dass das Meereis der Arktis in diesem Sommer auf den drittniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen abgeschmolzen ist. Die Eisbedeckung im arktischen Ozean ist am Ende der warmen Sommermonate am 12. September auf eine Fläche von 5,1 Millionen Quadratkilometern zusammengeschrumpft. Der niedrigste Wert überhaupt von 4,1 Millionen Quadratkilometern wurde 2007 gemessen, der zweitniedrigste im Jahr 2008 (rund 4,5 Millionen Quadratkilometer). </p>
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		<title>Trauerspiel zum Ende der Klimakonferenz in Bangkok</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 15:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>planetbr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein weiteres desaströses Ende einer Klimakonferenz! Wieder einmal mehr Rückschläge als Fortschritte! Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Fortschritte in den großen relevanten Fragen und Problemstellungen! So oder ähnlich wurde über die letzten Freitag in Bangkok zu Ende gegangene Klimakonferenz in den diversen Medien berichtet. Am Freitag endete nach zweiwöchiger Tagung die Klimakonferenz in Bangkok, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres desaströses Ende einer Klimakonferenz!<br />
Wieder einmal mehr Rückschläge als Fortschritte! Wieder einmal keine konkreten Ergebnisse und Fortschritte in den großen relevanten Fragen und Problemstellungen!<br />
So oder ähnlich wurde über die letzten Freitag in Bangkok zu Ende gegangene Klimakonferenz in den diversen Medien berichtet.<br />
Am Freitag endete nach zweiwöchiger Tagung die Klimakonferenz in Bangkok, die vorletzte Vorbereitungskonferenz für den Weltklimagipfel, der bereits in 56 Tagen in Kopenhagen beginnt. Auf diesem Gipfel soll ein Nachfolgeabkommen zu dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Doch dass ein solches Nachfolgeabkommen, das verbindliche Regelungen für die CO<sub>2</sub>-Emissionsreduktion für sämtliche Länder vorsehen soll, tatsächlich zustande kommen wird, darf mehr als bezweifelt werden &#8211; auch wenn von vielen Regierungsvertretern und Klimaunterhändlern immer noch beteuert wird, dass man ein solches Abkommen wirklich wolle!</p>
<p>Die Zeit für Diskussionen über den Verhandlungstext, der dann auf der <a title="Webseite zur Weltklimakonferenz der UN" href="http://en.cop15.dk/news/view+news?newsid=2345" target="_blank"> Weltklimakonferenz</a> zugrunde liegen wird bzw. zur Abstimmung kommen soll, ist schon fast am Ende. Nur noch einmal – vom 2.-6. November in Barcelona – werden sich die Verhandlungsparteien treffen, bevor es im Dezember in Kopenhagen in die Endrunde geht!</p>
<p>Zum Ausgang der Tagung in Bangkok am 9. Oktober gab Yvo de Boer, der Chef des Klimasekretariats der Vereinten Nationen, eine Pressekonferenz, von der ein <a title="Webseite der Klimaorganisation UNFCCC der Vereinten Nationen" href="http://unfccc.int/meetings/intersessional/bangkok_09/items/4967.php" target="_blank">YouTube-Video</a> auf der Webseite der Klimaorganisation UNFCCC der Vereinten Nationen zu finden ist.</p>
<p>Aber Yvo de Boer gibt nicht gerade das Fazit, was man zum Ende einer solch wichtigen Vorbereitungskonferenz erwarten würde.</p>
<p>So de Boer:<br />
<i>“Ich glaube, dass die Menschen in der Welt, die Menschen überall ein Recht darauf haben zu wissen, was ihre Regierungen tun werden, um gegen den gefährlichen Klimawandel vorzugehen. Diese Tagung hat gezeigt, dass dies bewerkstelligt werden kann. Alles was wir für den Erfolg benötigen, ist auf dem Tisch. Jetzt müssen wir nur noch unsere Eigeninteressen hintenan und die Interessen der Allgemeinheit maßgeblich in den Vordergrund stellen.“</i></p>
<p>Nach dieser wohl eher nichtssagenden Einleitung führt er weiter aus:</p>
<p><i>„Auf dem New Yorker Gipfel vor zwei Wochen haben die Regierungsoberhäupter dieser Welt einen klaren Auftrag erteilt, um dies zu erreichen.<br />
<b>Aber sie haben noch nicht klar gemacht, wie ihre Zusagen genau aussehen und wie diese in die Praxis umgesetzt werden können.</b><br />
In Bangkok haben die Verhandlungsführer nun rapide Fortschritte gemacht, was die konkreten Wege anbetrifft, ihren Auftrag in die Tat umzusetzen, aber <b>es existieren immer noch einige lang anhaltende Differenzen</b>. &#8230;..“</i></p>
<p>Diese Worte machen wohl mehr als deutlich, dass die Verhandlungen in Bangkok keinerlei konstruktive Ergebnisse geliefert haben, was die konkrete Verhandlungsgrundlage für den Weltklimagipfel in Kopenhagen angeht, eher im Gegenteil! Es bestehen immer noch grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen den Verhandlungsparteien der verschiedenen Länder.<br />
An konkreten Zusagen fehlt es erst recht. Und von einem klaren Auftrag der Regierungsoberhäupter auf dem <a title="Obama verliert Glaubwürdigkeit in Klimapolitik" href="http://blog.planet-br.com/?p=769" target="_blank">New Yorker Gipfel</a> kann man wohl auch nur in der Hinsicht sprechen, dass lediglich allgemein bekundet wurde, dass man gegen den Klimawandel vorgehen müsse, wie es auch Barack Obama in seiner Rede vor der Versammlung getan hatte, ohne dabei aber zu konkreten Zusagen bereit zu sein.  </p>
<p>Auch in Bangkok bezogen die US-Unterhändler keine konkrete Position, wie u. a. von <a title="Artikel Nature News vom 09.10.09" href="http://www.nature.com/news/2009/091009/full/news.2009.996.html?s=news_rss" target="_blank">Nature</a> berichtet wurde.</p>
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